Si tacuisses, philosophus mansisses

Mittwoch, 1. August 2007

Unter Recht Schreiben heißt es bei Herrn Haase von LN-Online:

Nur dieser Blog hier wird ein gallisches Dorf im Kampf gegen den mit Gewalt aufgezwungenen römischen Fortschritt bleiben.

Keine Angst, Herr Haase! Ihr Onlinerleben-Blog wird nicht das einzige gallische Dorf bleiben, in welchem die gute alte tradierte Rechtschreibung weiterhin ihre ästhetische und funktionelle Überlegenheit demonstrieren kann.

Auch ich habe mich mit Händen und Füßen gegen die aufoktroyierte Rechtschreibreform (und die Reform der Reform, und die Reform der Reform der Reform usw.) gewehrt.

Daher werde auch ich bei der bewährten Rechtschreibung bleiben, so wie ich sie gelernt und für gut befunden habe. Allerdings mit der Einschränkung, daß ich schon vor dem ganzen Reformchaos weit von hundertprozentiger Korrektheit entfernt war - und das ganze Hinundher der letzten Jahre nicht unbedingt dazu beigetragen hat, den Überblick zu behalten. Denn wer nicht gerade aus beruflichen Gründen gezwungen ist, sich mit den Details der Reform und ihren verschiedenen Versionen auseinanderzusetzen, der dürfte inzwischen hinlänglich verwirrt sein.

Schade in diesem Zusammenhang auch, daß die Politik hierzulande sich über das Ergebnis der Volksabstimmung schlichtweg hinweggesetzt hat. Und auch, daß renomierte Blätter wie FAZ, Welt und Spiegel ihre Gegenwehr gegen das politische Sprachdiktat aufgegeben haben.

Rückblickend bleibt für mich angesichts des von den Kulturpolitikern angerichteten Kollateralschadens nur die Weisheit: “Wenn Ihr Kulturminister geschwiegen hättet, währet Ihr Philosophen geblieben”



Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert:

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