Metzger geht - Grüne ausgeschlachte(r)t

Dienstag, 27. November 2007

Tja, das wars dann mit allen Blütenträumen in Richtung Jamaika und schwarz-grün: Der letzte Große Ordnungspolitiker der Grünen, Oswald Metzger, kehrt seiner Partei den Rücken. Damit verlieren die Grünen ihren letzten wirklichen Realo und en passant auch jeden Restbestand von wirtschafts- und finanzpolitischer Vernunft. Nun können sie ihre Reise nach Fantasialand ungehindert fortsetzen, die sie auf den letzten beiden Parteitagen unbeeindruckt von jeglichem Sachverstand und Realitätssinn begonnen haben. Ich wünsche den Grünen ein gute Reise!

Mein Mitleid für die Grünen hält sich in engen Grenzen. Ich kann Herrn Metzger gut verstehen, daß er es satt hatte, stets und ständig als Aushängeschild des sonst rar gesähten ökonomischen Verstandes herzuhalten und damit gewissermaßen als Alibifigur bürgerliche Wählerschichten anzusprechen, die die Grünen ohnehin lange schon nicht mehr repräsentieren (falls sie es je taten).

Ich wünsche mir, daß Metzgers Sachverstand und Ideologiefreiheit sich nun an anderer Stelle hoffentlich wirkungsvoll entfalten kann. Daß er sowohl in die FDP als auch in die CDU passen würde, ist ja kein Geheimnis - wobei die CDU gerade nach dem Abgang von Merz dringend Ersatz ähnlichen Kalibers braucht...vielleicht erleben wir ja irgendwann eine Bundestagswahl, als deren Ergebnis mein persönliches Dreamteam die Regierung übernimmt um Deutschland zu sanieren: Merz als Kanzler, Metzger als Wirtschafts- und Arbeitsminister und Kirchhof als Finanzminister...noch ist die Hoffnung nicht ganz verloren! :-)



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Kommentare


    #1 Henning Schmidt am 01/02/08 um 05:02
    *Naja wenn man Ordnungspolitik ausschließlich im Sinne eier Angebotsorientierten , Sozialstaats feindlichen, und auf Milton Fridmann aufbauenden Konzeption versteht ist Metzger natürlich ein ganz großer nämlich ein Großer Neoliberaler oder besser ein großer Chicago Boy den die Haben den Begriff Neoliberalismus schließlich gekapert und umgedeutet. ursprünglich war Neoliberalismus ja mal teilweise die Kritik an dem was Metzger und andere heute Predigen

    Mehr als seine Neoliberale Gesinnung, die schlicht nicht in ein Linksliberales Politik Konzept passte ist ihm aber seine verdeckte Lobbyarbeit um nicht zu sagen Propagandatätigkeit für die Vom Bundesverband Gesamtmetall bezahlte “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” vorzuwerfen. Es steht zwar jedem Menschen frei sich für Lobbygruppen zu engagieren, allerdings sollte man dann wenigstens die Eier besitzen sich in Talkshows auch als Vertreter dieser Gruppe zu setzen anstatt sich gewissermaßen als Grüner zu Tarnen und den ganzen Abend nix anderes zu tun als Insem Propaganda zu verbreiten die mit Grüner Programmatik wenig zu tun hat.

    Fazit meiner Meinung nach nützt Metzger Abgang den Grünen eher als das er schadet da Die Grünen nun eventuell für so manchen der von Metzger abgestoßen wurde wieder wählbar werden.Die Frage eines Jamaika Bündnisses bleibt sein Austritt überhaupt nix, wenn sich die CDU ihres nationalkonservativen Flügels entledigt und sich in der ein oder andern Ökologischen Frage bewegt(Stichwort Atonaustieg) ist zumindest Schwarz-Grün eine Option. Ich Wage sogar die These das wir nach der Hamburg-Wahl das erste Bündnis dieser Art erleben werden, und wenn erstmal Schwarz-Grün steht kann die gewohnt flexible FDP mit Sicherheit nicht lange widerstehen.

    Wetten?

    Ihr

    Henning Schmidt

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