Moderne Meinungsfreiheit mit munteren Morddrohungen
Freitag, 28. März 2008
Nur 24 Stunden war “Fitna the movie” von Geert Wilders bei LiveLeak unter der Adresse www.liveleak.com/view?i=7d9_1206624103 online. Nun erscheint dort nur noch der folgende Text. Das zum Thema Angst essen Meinungsfreiheit auf...
Following threats to our staff of a very serious nature, and some ill informed reports from certain corners of the British media that could directly lead to the harm of some of our staff, Liveleak.com has been left with no other choice but to remove Fitna from our servers.
This is a sad day for freedom of speech on the net but we have to place the safety and well being of our staff above all else. We would like to thank the thousands of people, from all backgrounds and religions, who gave us their support. They realised LiveLeak.com is a vehicle for many opinions and not just for the support of one.
Perhaps there is still hope that this situation may produce a discussion that could benefit and educate all of us as to how we can accept one anothers culture.
We stood for what we believe in, the ability to be heard, but in the end the price was too high.
Ich habe mir den Film gestern kurz nach der Veröffentlichung angesehen. Über die filmische Qualität, stilistische und inhaltliche Fragen usw kann man streiten. Aber der gute alte Voltaire zugeschriebene Satz “Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst” trifft hier leider mehr als zu: Man riskiert heutzutage in - man muß es wohl postaufklärerische Zeiten nennen - wieder sein Leben, wenn man bestimmte Meinungsäußerungen ermöglicht, völlig unabhängig davon, ob man sich diese zueigen macht oder nicht (wobei auch das natürlich in einem freien Land kein Grund zur Angst um sein Leben sein dürfte).
Es ist in der Tat ein trauriger Tag für die Meinungsfreiheit und ich muß immerzu an die Worte Martin Niemöllers denken:
Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.
Wie sagte unlängt der SPD-Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz mit Blick auf den Mordaufruf von Islamisten gegen die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz, die muslimische Frauen in Deutschland aufgerufen hatte, ihr Kopftuch abzulegen: „Meinungsfreiheit darf in Deutschland nicht zu einer Mutprobe werden.“
. In den Niederlanden jedenfalls ist sie es längt. Theo van Gogh hat mit dem Leben bezahlt, und auch Ayaan Hirsli und Geert Wilders werden ihres Lebens sicher nicht mehr froh. Wie weit ist es bloß gekommen?!
Wer den Film noch nicht sehen konnte: PI-News verlinkt zahlreiche Server, auf denen er (noch) zu finden ist.
| Dieser Text ist mir etwas wert: | |
Trackbacks
Trackback-URL für diesen Eintrag


“Kein Gesetz ist so schlecht, daß nicht irgendein Weltverbesserer es noch schlimmer machen kann.” (Stecki) Das jedenfalls war das, was mir einfiel, als davon hörte, mit welcher Volksbeglückung sich das Europäische Parlament nun beschäftigt. E
Aufgenommen: Sep 05, 00:12