Es hat nicht sollen sein...

Mittwoch, 2. Juli 2008

Quasi passend zur EM: Metzger bei Nominierung für CDU gescheitert. Ich könnte mich jetzt auslassen zum Zustand der CDU im allgemeinen und dem des ordnungspolitischen Sachverstandes dort im speziellen. Aber wenn ich fürchte, das wäre müßig. Denn die CDU bewegt sich nicht nur aus großkoalitionären Zwängen sukzessiv immer weiter nach links, sondern jedenfalls die Führung scheint von der Verschiebung des Koordinatensystems nachhaltig überzeugt zu sein. Nicht umsonst kann man auch im neuen Grundsatzprogramm (dessen Lebensdauer ja eine Wahlperiode deutlich übersteigen sollte) viele sehr fragwürdige Tendenzen ausmachen. Es muß bezweifelt werden, ob eine CDU in dieser geistig-strategischen Verfassung die Ideen entwickeln wird, die die gewaltigen Zukunftsprobleme dieses Landes lösen können.



Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert:

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Kommentare


    #1 Johan am 07/02/08 um 01:03 [Antwort]

    *Lass Dich doch mal aus. Ich mach mit. AARGH!

    Metzger wäre echt eine Bereicherung als MdB gewesen.

    #1.1 Stecki am 07/02/08 um 01:11 [Antwort]

    *@Johan: Irgendwann im letzten Jahr habe ich die Motivation verloren, mich noch wirklich aufzuregen und darüber auszulassen, was in unserem Laden so abgeht. Ich glaube es handelt sich um eine magengeschwürvermeidende subliminale Verdrängungsstrategie :-)

    #2 Philipp Schwab am 07/02/08 um 01:06 [Antwort]

    *Die CDU muss in der Tat zu den alten, starken und mehr denn je wichtigen Wurzeln zurückfinden: eine die Freiheit des Einzelnen fördernde, Chancengleichheit anstrebende, für das deutsche Volk gemachte und bodenständig-konservative Politik.

    #2.1 Stecki am 07/02/08 um 01:09 [Antwort]

    *@Philipp: Leg mal die Grundsatzprogramme von 78, 94 und 2007 nebeneinander und sage mir, ob Du wirklich noch glaubst, daß die CDU diese Kurve kriegt? Das Gegenteil ist doch der Fall: Wir vergraulen Nachhaltigkeit Markenkern und Leistungsträger. Die Tatsache, daß wir nicht so schnell so viele Mitglieder verlieren wie die SPD ändert ja nichts daran, daß immer mehr Leute bei uns in die innere Emigration gehen.

    #2.2 Philipp Schwab am 07/02/08 um 11:44 [Antwort]

    *Das bedeutet aber auch, dass die Gefahr einer neuen, rechten Partei größer wird, die, klar distanziert vom nationalsozialistischen, undemokratischen Gedankengut, stark genug wird, der Union zur Konkurrenz zu erwachsen. Diese Gefahr darf nicht ignoriert werden.

    #2.2.1 Stecki am 07/02/08 um 11:53 [Antwort]

    *Was für eine Gefahr für wen? Man könnte es auch als Chance betrachten. Wir sind ja nicht in der CDU, weil diese drei Buchstaben so schön klingen und die Vorsitzende eine tolle Frisur hat. Bei den ganzen inhaltlichen Verrenkungen des Kopfes kann es halt passieren, daß der Rumpf nicht mehr dranbleibt. Wenn Leute wir Merz, Kirchhof und Metzger eine liberal-zukunftsgewandt-konservative Alternativpartei gründen würden, dann kämen sicherlich nicht weniger CDU-Mitglieder ins Grübeln...

    #2.2.1.1 Patrick Ziebke am 07/02/08 um 12:40 [Antwort]

    *Aber ich befürchte fast, dass diese Tendenz von unserer Führung zur Zeit sehenden Auges in Kauf genommen wird. Auch wenn ich galube, dass die Masse der Basismitglieder die CDU nicht verlassen wird, besteht doch die echte gefahr eines politischen Brain-Drains, wo ein ganzer Haufen frustrierter Leistungsträger das Handtuch schmeisst.

    Eines noch zur Nicht-Ausfstellung Metzgers: Auch wenn ich die Entscheidung der Delegierten nicht infrage stellen kann, zeigt sich mal wieder, wie sehr sich Bendenkenträger und Besitzstandswahrer durchsetzen. Ich befürchte, der WK Biberach wird in seine bundespolitische Bedeutungslosigkeit zurückkehren. Eine Chance dies zu ändern, die man ungeachtet der politischen Übereinstimmung (oder des Fehlens derselben) mit Metzgers Vorstellungen sicherlich hätte wahrnehmen müssen, wurde vertan.

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