Greenpeace: Anmaßend und selbstgerecht

Montag, 18. August 2008

Durch gezielte Grenzübertretungen macht die ökototalitäre Organisation Greenpeace verläßlich Schlagzeilen. Der neueste Coup ist die Versenkung von Felsbrocken in der Nordsee, die vorgeblich zum angeblichen Schutz des Sylter Außenriffs vorgenommen worden sei. Greenpeace wolle “auf dem Meeresboden eine Art Schutzschild errichten, dass das Riff vor der Zerstörung durch Grundschleppnetze sowie durch Sand- und Kiesabbau” bewahre und dabei Naturschutzrecht durchsetzen".

Ah ja. Vielen Dank! Da bin ich aber froh, daß hier eine überparteiliche, vollkommen unabhängige und natürlich absolut gemeinnützige Organisation das Recht in die eigenen Hände nimmt.

Daß die dort rechtmäßig tätigen Fischer befürchten, daß Greenpeace den Untergang von Fischerbooten und möglicherweise damit Personenschäden billigend in Kauf nimmt, spielt offensichtlich bei den “Öko-Aktivisten” keine Rolle. Auch ist offenbar völlig egal, daß das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) das Vorgehen als nach dem Hohe-See-Einbringungsgesetz illegal bezeichnet hat. Und selbst das Bundesumweltministerium fühlt sich genötigt, in aller Deutlichkeit auf die Illegalität und Unseriosität des Vorgehens hinzuweisen.

Selbstredend macht Greenpeace unbeirrt weiter. Wo kämen wir denn hin, wenn sich jeder an Recht und Gesetz hielte? Das wäre ja noch schöner!

Ich frage mich bei solchen und ähnlichen Aktionen immer:

  • Woher nehmen Menschen in einem demokratischen Rechtsstaat das Recht, für sich höheres Recht in Anspruch zu nehmen?
  • Was würden die Aktivisten sagen, wenn andere für sich auch höhere Recht in Anspruch nehmen würden, um solche Aktionen zu verhindern? (also konkret zB in diesem Fall die Beluga zu versenken)
  • Und: Wofür haben wir eigentlich Bundespolizei, Polizeien der Länder sowie eine Küstenwache (und die torpedobestückte Bundesmarine)?

Wir leben in einem merkwürdigen Land…...wir sind zwar alle vor dem Gesetz gleich, aber einige sind gleicher!



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    Sülter Reaktionen
    Einige Blogger haben die Aktion auf Sylt kommentiert. Nunja, besonders inhaltsreich war das alles nicht, aber ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert. Johan von Huelsen von der CDU in Ahrensburg verweist im Wesentlichen auf andere Blogeintr...
    Weblog: floppi.twoday.net
    Aufgenommen: Aug 22, 21:04
    Etwas ist faum im Rechtsstaat Deutschland...
    …wenn selbsgerechte Öko-Totalitaristen von Greenpeache munter weiter illegal und potentiell unter billigender Inkaufnahme von Sach- und Personenschäden bei den rechtmäßig in der Nordsee ihren Lebensunterhalt verdienenden Fischern Felsbrocken verklappen ka
    Weblog: Stecki's Blog
    Aufgenommen: Sep 04, 22:38

Kommentare


    #1 Michael am 08/18/08 um 07:47
    *Vielleicht habe die Lust, solche Erdölplattformen zu versenken, da war doch mal was, wir können ja mal Oli fragen, wegen illegaler Müllentsorgen etc.

    Gruß

    Michael

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