Gute Nacht, Deutschland
Montag, 15. September 2008
Wenn es stimmt, was heute Capital meldet, dann komme sogar ich als liberaler und stets für Meinungsfreiheit (wohlgemerkt nicht Beleidigungs-, Verleumdungs- und Verhetzungsfreiheit) eintretender Zeitgenosse in Versuchung zu fordern, daß dem linksfaschpopulistischen Demagogen Lafontaine wegen Volksverhetzung der Prozeß gemacht und ihm die bürgerlichen Ehrenrecht aberkannt werden sollen. Er stellt sich mit diesen seinen Äußerungen endgültig abseits dessen, was eine Demokratie ertragen muß und kann:
“Lafontaine sagte weiter, ‘kein Mensch’ könne ‘in seinem Leben zehn Milliarden Euro auf verfassungsgemäße Weise anhäufen’. … Vielmehr sei deren Reichtum ‘das Ergebnis einer fortdauernden Enteignung der Belegschaft und deren großen Beitrag zur Produktivität und Wertschöpfung’“. Insofern fordere er bei Lichte betrachtet nur ‘die Rückübereignung an die rechtmäßigen Eigentümer, nämlich an die Belegschaft.’”
Er unterstellt damit nicht nur kriminelles Verhalten, sondern fordert also völlig unverblümt die Vergesellschaftung privaten Eigentums.
Man kann die Auswirkungen solcher Aussagen auf leistungsbereite Menschen, die sich in diesem Land Wohlstand hart erarbeitet haben oder mit viel Einsatz und Risiko erwirtschaften wollen, nicht unterschätzen, wenn man bedenkt, daß schon die ständigen Neiddebatten um Vermögens- und Erbschaftssteuer viele Leistungsträger aus dem Land treibt. Die Tatsache, daß eine Partei aus SED-Kadern, Stasiverbrechern und Kommunisten zunehmend an Wählerschaft, Einfluß und sogar Regierungsbeteiligungen gewinnt (und die SPD hier bereitwillig Steigbügelhalter spielt), läßt mich Böses ahnen. Wohin soll das noch führen‽
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