Big Flavour? Wo genau?

Donnerstag, 21. Juli 2011

tl;dr: Sorry, aber das war wohl nix.

Im Rahmen meiner OCD McSucht Neugier nach Burgerchen habe ich eben den letzten der im Rahmen der „Mein Burger“-Reihe erscheinenden Burger, den Big Flavour probiert. Leider bin ich ziemlich enttäuscht. Denn das Teil wird seinem Namen nur (um es diplomatisch auszudrücken) sehr ansatzweise gerecht.

So ist die Verpackung zwar durchaus big, aber der Burger darin höchstens vom Durchmesser (Bun ist vom Big Tasty) groß, ansonsten irritierend flach. Zugegeben mag das daran liegen, daß die Zutaten (Mexico-Sauce, Jalapeño-Ringe, Tomatenscheiben, karamellisierte Zwiebeln und Bacon nicht so fürchterlich dick auftragen.

Leider tragen sie aber nicht nur physikalisch wenig auf, sondern auch geschmacklich. Von der Mexico-Sauce ist bestenfalls zu sehen, daß sie da ist. Die Zwiebeln gehen im Gemansche ohnehin unter. Insg. scheinen sich die Eigengeschmäcker der Zutaten — so diese über selbige verfügen — gegenseitig zu neutralisieren. Insgesamt ist das Ding jedenfalls überraschend fad und öde. Es reizt mich nicht. Wenn man zufällig auf einen Jalapenõ-Ring trifft, wird es kurz leicht scharf. Das war es aber auch. Von wegen Flavour.

Ich würde gern mehr berichten, aber mehr ist da nicht. Wirklich. Im Ranking der Reihe kommt der BigFlavour nur deshalb nicht auf den letzten Platz, weil er im Gegensatz zum McBrezel geschmacksneutral und nicht absonderlich ist ;-)

Fazit: Muß man nicht haben.


Siehe auch: Habe mal eben die Tanja vernascht.

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Am vergangenen Freitag strahlte Radio Schleswig-Holstein im Frühstücksclub mit Carsten Köthe ein kurzes Interview mit mir zum Ausstieg Delingsdorfs aus den Sozialen Netzwerken Facebook und Twitter aus, das ich hier der Vollständigkeit halber dokumentiere:

Die Veröffentlichung des Mitschnittes erfolgt mit freundlicher Genehmigung von RSH.


P.S.: Wie nicht anders zu erwarten war (und wie ich der Gemeinde auch vorhergesagt habe, siehe Web 2.0? Ohne Delingsdorf :-(), ist heute nun eine neue Delingsdorf-Seite auf Facebook entstanden. Ich weiß leider nicht, wer dahintersteckt. Aber ich hoffe, daß dort kein Schindluder getrieben wird. Bisher sieht das dort aber alles ganz ok aus.

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Habe mal eben die Tanja vernascht…

Donnerstag, 14. Juli 2011

Abstract: Ich konnte den Reizen des Chics nicht widerstehen. Es mußte einfach sein. Und Tanja war echt heiß… #sabber #inflektivnutz

Dem einen oder anderen ist ja eine gewisse Neigung meinerseits zu US-amerikanischer Feinkost nicht ganz unbekannt. Nicht umsonst nennt man mich gelegentlich auch McSteck. Ganz früher habe ich ja mal als selbsternannter zertifizierter Qualitätssicherer mein Unwesen getrieben, sogar die inzwischen leider antiquarische Seite www.burgertest.de ins Leben gerufen. Und da @griepentrog ja auch wieder verstärkt fachmännisch tätig wird (siehe seinen sehr lesenswerten Test des Just-Stevinho), möchte ich ihm in nichts nachstehen. Mein Testbeitrag Der Nürnburger — eine herrlich-schottisch-bajuwarische Brotzeit ist schließlich auch lang her.

Eigentlich wollte ich die Testreihe bayerisch fortsetzen. Aber der McBrezel war leider eine herbe Enttäuschung (kalter, sog. Kartoffelsalat paßte einfach nicht dadrauf, eine ordentliche Ladung süßer Senf wäre hilfreicher gewesen), so daß ich das dann lieber gelassen habe.

Seit heute und nur für eine Woche gibt es jedenfalls im Rahmen der Mein Burger-Aktion bei McDo den Tanja Grilled Chicken Barbecue, eine Kreation aus Barbecue-Sauce, Mais, Salat-Mix, Tomatenscheiben, Pepper-Jack-Käse auf gegrilltem Hähnchenfleisch im McRib-Brötchen.

Und ich muß sagen: Ein schönes Ding.

Da ich Burger eher als Gesamtkunstwerk sehe, verzichte ich auf einen zu systematischen Test. Natürlich ist für Viele schon die Tatsache, daß auf dem Bun kein Beef ist ein ernstzunehmendes Problem. Wer nicht auf Chicken steht, der wird in der Tat mit der Tanja nicht glücklich. Allerdings lohnt der Test dennoch. Denn die Zutaten sind geschmacklich eine spannende Kombination. Das Hähnchen ist sehr saftig. Die Barbecue-Soße gibt eine rauchige Note. Dazu leicht süßlich der Mais. Insg. vom Volumen ganz adäquat, vielleicht etwas schwierig in der Handhabung, ergibt sich ein harmonisches Gesamtgefühl mit pfefferkäsebedingt leicht würzigem Abgang. Das Mouthfeeling war anständig sabschig, man hat nicht das Bedürfnis, ständig nachzuspülen.

Summa summarum: Von den bisher vier Burgern dieser Reihe reiht er sich gaaanz knapp haarscharf hinter dem Stevinho auf einen sehr guten zweiten Platz ein. Daher eine uneingeschränkte Genußempfehlung!

Bleibt mir nur eins: Liebste Tanja, vielen Dank für diese tolle Kreation und herzliche Grüße nach Oberleichtersbach! ;-)

Standardverpackung für „Mein Burger“, daher etwas langweilig…
Statisch etwas suboptimal gepackt.
Aber dank der verrutschten Ladung kann man einen schönen Blick auf die inneren Werte werfen.
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Vor einigen Tagen hatte ich unter dem Titel Web 2.0? Ohne Delingsdorf :-( vom Ausstieg meines Dorfes aus Sozialen Netzwerken berichtet.

Heute halte ich das — wie üblich per Schneckenpost — übermittelte Protokoll der Gemeindevertretersitzung vom 28.06.2011 in der Hand (zwischenzeitlich habe ich es auf Delingsdorf/Politik/Protokolle hochgeladen, es ist zum Download als PDF verfügbar). Zur Dokumentation gebe ich den betreffenden Abschnitt hier (inkl. vorhandener Formulierungsfehler) wieder:

Punkt 10, betr.: Internetseite der Gemeinde Delingsdorf, hier: Verlinkung zu „sozialen Netzwerken (Internet)“

Herr Knudsen berichtet, dass auf der Internetseite der Gemeinde Delingsdorf Links auf Facebook, Twitter und flickr vorhanden sind, und dies als Werbung für diese sozialen Netzwerke angesehen werden könnte. Er hält dies für fragwürdig und regt an, diese Verlinkung zu entfernen. Weiterhin existiert auf Facebook ein Account „Delingsdorf“, auf dem auch das Delingsdorfer Wappen verwendet wird, so dass hier der Eindruck entsteht, es handele sich um einen offiziellen Auftritt der Gemeinde in diesem Netzwerk. Dieser Account wurde von den Betreuern der Webseite als zusätzliches Angebot eingerichtet.

Es entwickelt sich eine ausführliche und kontroverse Diskussion über Sinn, Nutzen, Gefahren und positive oder negative Effekte, die eine Registrierung der Gemeinde in den genannten sozialen Netzwerken und die Verlinkung darauf von der Homepage der Gemeinde haben kann. Insbesondere wird auch die Verwendung der Hoheitszeichen thematisiert.

Abschließend stellt Herr Knudsen folgende Frage zur Abstimmung:

Soll die Gemeinde einen offiziellen Account bei Facebook und Twitter führen?

Abstimmungsergebnis: 2-Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen, 3 Enthaltungen

Daraus ergibt sich, dass die im Namen der Gemeinde eingerichteten Accounts für Facebook und Twitter zu löschen und die Links auf Facebook und Twitter von www.delingsdorf.de zu entfernen. Die Verlinkung zu anderen externen Dienstleistern (für Bilder, Videos etc.) sind davon nicht erfasst.

Ich lasse das jetzt mal unkommentiert wirken. Es ist schon generell immer sehr interessant, wie wenig (und welche Teile/Redner) sich in Protokollen wiederfinden. Mein Ratschlag (ganz allgemein): Verlaßt euch nicht auf Protokolle, geht am besten (soweit zeitlich machbar) selbst zu den Sitzungen oder sprecht mit Leuten (Plural, sprich: holt mehrere Berichte, möglichst aus unterschiedlichen Perspektiven, ein), die dabei waren.

Link-Dump

Da die ganze Geschichte (nicht zu Unrecht) einiges an Staub aufgewirbelt hat, hier ein kleiner Link-Dump:

Zeitungen

Blogs

Ansonsten findet man Reaktionen und Diskussionen dazu bei diversen Leutchen auf Facebook oder auch über eine Twitter-Suche.

Zu guter letzt…

Wer weiterhin „sozialmedial“ über Delingsdorf auf dem Laufenden sein möchte, der möge bei facebook.com/delingsdorf auf “gefällt-mir” klicken und/oder @cdu_delingsdorf bei Twitter folgen — denn meinem CDU Ortsverband Delingsdorf ist auch der virtuelle Kontakt und Austausch wichtig. Wir stehen für Transparenz, Bürgernähe und Partizipation!


Technischer Hinweis: Keine Ahnung warum, aber die Facebook-Like-Box funktioniert bei diesem Beitrag nicht. Verschluckt Sie sich evtl. am em-Dash im Titel? Kann es derzeit nicht prüfen/ändern…


Nachtrag 18.07.2011: Siehe auch Delingsdorf steigt aus — Interview-Mitschnitt aus RSH.

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Ein paar Notizen zu Google+

Freitag, 1. Juli 2011

Seit ungefähr einem halben Tag habe ich nun dank zuvorkommender Menschen die Möglichkeit, Google+ zu nutzen. Es bedurfte nur einer recht kurzen Eingewöhnung, um die grundlegenden Funktionalitäten zu bedienen. Eine gewisse Grundähnlichkeit zu Facebook ist nicht abzustreiten. Aber letztlich scheint + durchdachter und stärker an Benutzbarkeit orientiert.

Hier möchte ich nun ein paar Dinge auflisten, die mir aufgefallen sind, im Guten wie im Schlechten. Dabei muß ich einräumen, noch lange nicht alle Möglichkeiten getestet zu haben (vielleicht habe ich Mankos notiert, die keine sind, weil ich nur zu blind oder dusselig war — dann bitte ich um höflichen Hinweis). Für Hangout und tiefergehende Experimente mit Sparks fehlte mir die Zeit, für Huddle gar das Device ;-)

Die nachfolgende Liste ist nicht sonderlich sortiert. Und ggf. werde ich sie um weitere Punkte ergänzen, die mir auffallen. Vielleicht finde ich auch noch die Zeit, ein paar Screenshots beizufügen.

+punkte

Slick

Das wäre das Wort, mit dem ich das gesamte Look & Feel von Google+ beschreiben würde. Es ist optisch ansprechend, aufgeräumt und modern, die UI ist nicht zu verspielt, nutzt aber zeitgemäße technische Möglichkeiten (bestes Beispiel das Handling von Circles) für bisher so nie dagewesenen Bedienkomfort. Wenn man sich das UI anschaut, glaubt man zunächst nicht, in einem Google-Produkt zu stecken.

Posten aus der Google-Bar

Richtig praktisch ist die Möglichkeit, direkt oben rechts aus der optimierten Google-Toolbar Beiträge absetzen und Benachrichtigungen lesen zu können. Dies macht Bedienung aus anderen Google-Diensten sehr praktisch. Und ich halte es nicht für ausgeschlossen, daß Google seine Toolbar sogar für Websites einbindbar macht (aufgebohrtes Connect sozusagen). Schade, daß bei einigen Google-Diensten naheliegende Möglichkeiten zum sharen auf + noch nicht implementiert sind (so bspw. bei Reader).

Sehr lange Beiträge möglich

Twitter erlaubt 140 Zeichen, Facebook in Statusmeldungen auch nur magere 420 (die für sehr viele Fälle nicht ausreichen). Google+ scheint nach meinen ersten Tests eine solche Begrenzung nicht zu haben.

Textformatierung

Mit Steuerzeichen *fett*, -durchgestrichen-, kursiv kann man Text angenehm lesbar auszeichnen. Gerade im Zusammenhang mit dem vorigen Punkt sehr sinnvoll. Fehlt nur (vielleicht habe ich es auch übersehen) die Möglichkeit, Aufzählungen und Zwischenüberschriften :-) im Beitrag zu formatieren.

Beitrags-Optionen

Nützlich ist, daß man einzelne Beiträge noch konfigurieren kann, beispielsweise um Kommentierung oder das Teilen zu deaktivieren.

Profil ansehen als

Als eine echte Killerfunktion zumindest für Paranoiker könnte sich diese Funktion erweisen, ermöglicht sie doch, genau zu prüfen, wie das eigene Profil für andere Nutzer oder das öffentliche Web angezeigt wird (nützlich gerade auch dann, wenn man Beiträge an sog. erweiterte Kreise postet, also an alle Nutzer in den eigenen Kreisen und den Kreisen der Kontakte.

(noch) keine Bots

Das wird sich sicherlich ändern, aber derzeit ist Google+ weitgehend spamfreie Zone und es gibt auch keine nervigen Bots (LOL-Polizei etc.).

Minus bei Google Plus

Aufrücker-Threads

Beiträge rücken bei neuen Kommentaren wieder an das obere Ende des Nachrichtenstroms. Ob das die optimale Anzeigelogik ist, wage ich zu bezweifeln. Man sollte zwischen Sortierung nach Aktualität des Beitrages, der Kommentare oder Relevanz (das müßte Google doch am besten hinbekommen) wählen können.

Nachtrag 01.07.2011 01:55: Laut Scoble ist Google bereits an dieser Sache dran und man kann durch “mute” (in den Beitragsoptionen) nervig nach oben blubbernde Beiträge ausblenden.

Wie taggen?

Ganz schlicht gefragt: Wo gibt es Hashtags wie bei Twitter oder eine anderweitige Möglichkeit, Dinge zu taggen, um sie später entsprechend retrieven (vielleicht auch per RSS) zu können?

Unschöne URLs

Profilseiten haben numerische IDs, à la https://plus.google.com/102951224065923126631/posts. In Zeiten, wo darüber diskutiert wird, URLs de facto aus dem Browser zu verbannen, mag das altbacken sein. Aber dennoch sehe ich in optisch schönen, aussagekräftigen sprechenden URLs einen Mehrwert.

Keine +1-Funktionalität in den Benachrichtigungen

Während die Benachrichtigungen oben rechts an sich (s.o.) sehr praktisch sind, ist es etwas lästig, daß man dort zwar kommentieren, nicht aber den Beitrag oder Kommentare plussen kann.

Mal eben eine Message?

Vielleicht habe ich etwas übersehen, aber: Wie kann ich mal eben innerhalb + jemanden (schriftlich) anchatten oder eine Nachricht schreiben? Muß ich dazu wirklich in den richtigen Google Chat oder nach Google Mail wechseln? Das wäre mir zu nervig.

Nachtrag 01.07.2011 12:05: Verschiedene Nutzer weisen mich darauf hin, daß man schlicht einfach nur einen einzelnen (oder die gewünschten) Empfänger statt ganzer Kreise als Personen dem Beitrag hinzufügt. Das ist so straightforward, daß ich es wirklich übersehen habe. Muß über mich selbst Lachen! :-) Allerdings ein kleines Manko: Der/die Angeschriebenen sieht nicht sofort, daß das nur an ihn geht, da wie bei anderen Einträgen auch dann als Adressat schlicht „eingeschränkt“ steht, sprich: Man muß erst dort draufklicken, um zu merken, daß man ggf. alleiniger Empfänger ist (dies ist insg. ein Schwachpunkt: Ich verstehe, daß man Circle-Namen dort nicht anzeigen kann, weil die ja dem Absender vorbehalten und dem Empfänger verborgen sein sollen; dennoch ist es nervig, die Personenlisten dort zu analysieren. Da ist Nachbesserungsbedarf!).

Gemeinsame Gruppen

Während Circles an sich superpraktisch ist, so stört mich, daß diese Definitionen ja nur für das eigene Profil gelten. Schön wäre schon, wenn man auch Circles teilen könnte, um sie gemeinsam zu nutzen und zu administrieren. Aber ich bin mir sicher, daß sich in dieser Hinsicht noch einiges tun wird.

Fazit

Google+ bringt Spaß. Es ist zum Start genug Funktionalität da, um Facebook das Fürchten zu lehren. Es wurde besser propagiert, nutzerorientierter gestaltet und cleverer gestartet als das leider viel zu früh von uns gegangene Wave.

Ich glaube, Google+ ist gekommen, um zu bleiben!


Siehe auch:

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