Bürgernähe, Transparenz und Glaubwürdigkeit durch das Netz — so macht man das
Donnerstag, 8. Juli 2010
Peter Tauber (Bundestagsabgeordneter der CDU und Mitglied der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft) hat beim http://www.massenpublikum.de einen sehr lesenswerten Gast-Beitrag verfaßt: „Demokratie 2.0 — Deine Meinung zählt“ (crossgepostet im Blog von Peter Tauber). Hier nur ein paar Auszüge:
“Die Frage in einem solchen Fall ist: Ist das nicht einfach noch eine zusätzliche Belastung für mich als Abgeordneten? Habe ich die Zeit, mich solchen Diskussionen noch zu stellen? Ich bin der Meinung: Diese Zeit muss man sich nehmen! Das ist eine der zentralen Aufgaben eines Abgeordneten. Ziel einer solchen Debatte muss dabei nicht zwangsläufig sein, dass man sich die Meinung derjenigen zu eigen macht, die da etwas posten. Die eingefangenen Meinungen sind nicht repräsentativ, manchmal polemisch und unsachlich. Aber es sind die Meinungen der Menschen, die sich Zeit für Politik nehmen. Darüber sollte sich ein Politiker erst einmal „tierisch“ freuen. Mir ging es am Ende dieser Debatte vor allem um eins: Ich wollte für alle, die es interessiert, transparent nachvollziehbar veranschaulichen, wie ich zu meiner Meinung und meinem Abstimmungsverhalten gekommen bin. Und ich behaupte, dass dies der entscheidende Punkt ist, der die Debattenteilnehmer interessiert.“
Diese Sichtweise spricht mir aus dem Herzen: Niemand hat etwas davon, wenn nach dem Mund geredet (bzw. Politik nach demoskopischem Orakel und vermuteten Mehrheiten ausgerichtet wird). Entscheidend ist, daß man transparent macht, mit bestem Wissen und Gewissen sachkundig abgewogen zu haben und seine Entscheidungskriterien und Prioritäten erklärt. Das ist wahrhaftige Politik, die glaubwürdig ist und auch Menschen mit konträren Meinungen Respekt abnötigt.
„Ganz besonders oft hat man als Bundestagsabgeordneter Besuch von Schulklassen aus dem eigenen Wahlkreis. Anders als bei Gruppen von erwachsenen Besuchern fragen die Schülerinnen und Schüler offen und direkt. Sie sagen, wenn sie etwas nicht verstehen und nehmen kein Blatt vor den Mund. Ich denke dann immer, dass es eine tolle Sache wäre, wenn man den erkennbaren Enthusiasmus junger Leute für Demokratie und Politik wachhalten könnte. Schließlich braucht unser Land Menschen, die sich in erster Linie für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung begeistern und dann in zweiter Linie erkennen, dass es eben Menschen braucht, die in einer Demokratie Verantwortung als Politiker (zumindest zeitweise) übernehmen. Je schlechter man über Politiker redet, je weniger man bereit ist, sich einzubringen, desto schlechter wird aus meiner Sicht auch die Qualität der Politiker.“
Diesen Blogbeitrag sollten sich einige Politik mal als Startseite bookmarken, äh, ich meine ausdrucken und an die Bürotür tackern lassen!
Ich will ja nicht zu Schneckenpostsubventionen aufrufen, aber vielleicht sollte man den Blogbeitrag seinem MdB im Rahmen des Servicegedanken ausdrucken und kohlenstoffmäßig mailen? ![]()
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
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RT @Stecki Bürgernähe, Transparenz und Glaubwürdigkeit durch das Netz — so macht man das - Stecki’.. http://bit.ly/9tkglJ
Aufgenommen: Jul 08, 17:19