Verpackungswahnsinn

Freitag, 9. Juli 2010

Ich muß zugegen: Manchmal — also wirklich nur gaaanz gelegentlich — geht der Geek in mir mit mir durch. Letztens war mir das mal wieder passiert. Daß ich LEGO®-Fan bin, muß ich vermutlich angesichts einiger Blog-Beiträge nicht mehr extra betonen :-) (siehe Brick-Bauklotz-Baumeister Stecki@lego, Steckbausteine, virtuell reloaded und Oberschlau: Kelloggs präsentiert essbare Lego-Steine). Als ich dann beim Surfen in den LEGO® Exclusives auf das Shuttle Adventure (ein Modell des Space Shuttle aus 1.204 Steinen) stieß, war es mal wieder um mich geschehen. Als LEO® VIP-Mitglied (hier das Beweisfoto) hat es dann quasi vollautomatisch klick gemacht, und das Ding war bestellt.

Als kleine Driengabe konnte man im Shop eine limitierte kostenlose Promo-Figur “Spaceman Minifigure Magnet” hinzufügen.

Daß das Shuttle nicht sofort lieferbar war, war mir klar. Weniger klar war mir, daß die Minifigur offenbar sofort lieferbar war und Lego meinte, diese nun zwingend sofort liefern zu müssen. Da das für mich keine zusätzlichen Lieferkosten bedeutete, war es mir letztlich egal, ob die Lieferung nun zweigeteilt wurde. Denn mir ging es ja ums Shuttle. Was mich aber dann doch überrascht hat, war die Größe des gelieferten Kartons. Schaut selbst:

Diese niedliche, süße, kleine Minifigur kam also in einem Paket satter Größenordnung voller … Luft! Direkt verloren wie im großen dunklen weiten Weltenraum muß sich die Astronauten-Figur in dem Paket vorgekommen sein. Ich habe mal nachgemessen: Das Paket mißt innen ca. 30㎝ × 20㎝ × 8㎝ = 4.800㎤ — wohingegen die Figur selbst nur 3㎝ × 1,5㎝ × 6㎝ = 27㎤ mißt. Man hätte in dem Karton also (ohne die Figur in Einzelteile zu zerlegen, um den Platz noch besser ausnutzen zu können) rund 175 Figuren unterbringen können. Ich kann ja verstehen, daß man nicht für alle Produkte optimale Verpackungsgrößen und Versandmethoden hat; aber das Ding hätte man eigentlich sogar in einen Briefumschlag legen können.

Vielleicht mag es kleinlich sein. Aber irgendwie ärgere ich mich über eine solche Art der Resourcenverschwendung. Denn zum einen ist das Umhertransportieren von im Wesentlichen Luft nicht so fürchterlich effizient. Zum anderen zahlt man die dadurch letztlich entstandenen unnötigen Kosten ja als Kunde mit. Der Gedanke von umweltfreundlichen Verpackungen und Versand ist wohl noch nicht so ganz überall angekommen. Schade.

Naja, was soll’s…ich habe heute per Mail die Versandbestätigung für mein Shuttle bekommen. Mal sehen, ob das per Space-Mail wie eine Raumkapsel am Landefallschirm gesendet wird… ;-)



Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert:

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