iNspiration

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Dieses Video hat nach dem Tod von Steve Jobs vermehrt die Runde gemacht. Und jedes Mal wenn ich es sehe, bekomme ich dabei ein bißchen Gänsehaut.

Vermutlich ist diese Botschaft sogar Steves eigentliches Vermächtnis und Auftrag zugleich. Diese Worte rütteln auf. Sie zwingen zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und was wir aus dem unseren tun. Ein weiser Weckruf. Danke, Steve!

When you grow up, you tend to get told that the world is the way it is and your life is just to live your life inside the world, try not to bash into the walls too much, try to have a nice family life, have fun, save a little money.

That’s a very limited life. Life can be much broader, once you discover one simple fact and that is: Everything around you that you call life was made up by people that were no smarter than you. And you can change it, you can influence it, you can build your own things that other people can use.

Once you learn that, you’ll never be the same again.

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Interjektionsinterjektion

Dienstag, 6. Dezember 2011

Ich muß es einfach mal kurz loswerden: Immer wenn ich einen Einwurf wie haha oder hahaha lese, stirbt irgendwo ein kleines Kätzchenwird aus einer Humorakkumulation im Universum ein kleines schwarzes Loch der Unwitzigkeit.

Jedenfalls solange es nicht erkennbar ironisch gemeint ist. Meine empirischen Erfahrungen lassen jedenfalls vermuten, daß grob gefühlt ca. 95% der Verwendungen von haha wirklich Belustigung verkünden sollen — und bei mir das Gegenteil davon erreichen. Witzigkeit kennt eben doch Grenzen.

Mit haha komme ich einfach nicht klar. Singular als verworrene Frage ok; auch hihi oder das verknifferene gnihihi gehen voll in Ordnung und ringen mir ein aufrichtiges Breitgrinsen ab. Hämisches hehe, hähä bis höhö immer gern. Hoho wenn es sein muß (wie jetzt in der Weihnachtszeit) kein Problem. Huhu als Gruß ja sowieso. Singular dürfte außerhalb berittener Twitterer eher unüblich sein.

Aber haha? Nee, das geht nicht.

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Prospektives Metawissen FTW

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Ich sage es ganz deutlich: Ich komme mit Menschen nicht klar, die eine bestimmte Geisteshaltung an den Tag legen. Und zwar die des chronischen Für-Sich-Behaltens von Informationen.

Bei einigen ist dieses Verhalten einem egoistischen Konkurrenz-Mindset geschuldet. Solche Leute meinen besser voranzukommen, wenn sie Herrschaftswissen akkumulieren, um es später gegen andere ausspielen zu können. Doch ähnlich wie bei der OpenAccess-Debatte übersehen sie, daß sie zwar relativ einen Wettbewerbsvorteil haben mögen, aber gar nicht wissen, welches Potential frühzeitige und umfassende Wissensweitergabe hätte freisetzen können. Sie handeln kurzsichtig. Denn unser aller Wohlstand hängt elementar mit Wissensentwicklung zusammen. Und diese gedeiht nur da optimal, wo Erkenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht werden und sich gewissermaßen fortpflanzen können.

Leider wird man solche Zeitgenossen wohl kaum mit einem freundlichen Hinweis auf das Gemeinwohl bekehren können. Anders aber steht es mit grundsätzlich vielleicht sogar altruistisch motivierten Menschen, deren Versäumnis zu Teilen auf Unwissenheit/Trägheit/Denkfaulheit oder Nachlässigkeit beruht. Ich bilde mir ein, daß es hier nur einiger (gern wiederholter) Impulse und Denkanstöße bedarf, ihnen den Nutzen aufzuzeigen und sie darauf zu trainieren, daß sie Endpunkt einer informationstechnischen Einbahnstraße bleiben.

Denn wo wären wir, wenn jeder immer Stur alles für sich behielte? Schließlich stehen wir auf den Schultern von Giganten. Und es ist ein Zeichen der Weitsicht und Dankbarkeit dem kategorischen Imperativ folge zu leisten und zu helfen, uns alle voranzubringen.

Aber dafür müssen wir Erkenntnis erzeugen. Dies geht nicht ohne Aufklärung. Dafür brauchen wir einen prägnanten Begriff, welcher unser Konzept beschreibt, nämlich den des prospektiven Metawissens.

Prospektives Metawissen ist das Wissen um die Wichtigkeit einer Information für Andere.

Zusammenarbeit, ja Zusammenleben kann nicht ohne Berücksichtigung dieser Idee funktionieren. Kollaborationswerkzeuge wären stumpf, die Wikipedia wäre leer, wenn wir ein geschlossenes Hamster-Hirn hätten.

Um den Geist des Gedankens zu transportieren, habe ich die (wirklich sehr) kleine µ-Site prospektives-metawissen.de eingerichtet. Sie ist derzeit zugegeben etwas lieblos und leer (ich ziehe die Beschreibung „minimalistisch“ natürlich vor), erfüllt aber IMHO ihren Zweck (vielleicht habt ihr ja in den Kommentaren ein paar Anregungen, was man sinnvoll als weitere Erläuterungstexte oder Funktionalität (Kür des Kollaborations-Königs zB?) einbauen könnte).

Die Internet-Seite soll ermöglichen, Mitmenschen durch einen kleinen Wink für die Idee zu sensibilisieren. Oder auch Menschen quasi als positive Verstärkung für praktiziertes prospektives Metawissen zu danken.

Ich würde mich jedenfalls außerordentlich freuen, wenn ihr helfen könntet, den guten Gedanken für diese gemeinnützige Geisteshaltung unter die Leute zu bringen: Verweist bei passender Gelegenheit beispielsweise in Sozialen Netzwerken auf prospektives-metawissen.de, sprecht es bei Schulungen an, weist Menschen, mit denen ihr produktiv Wirken wollt darauf hin. Schaden wird es nicht, mit Glück bringt es uns alle voran!

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The Web is Agreement

Donnerstag, 15. Juli 2010

Ich habe mir überlegt, gelegentlich ein paar (gar nicht zwingend brandaktuelle) Dinge zu posten, die vielleicht in die Kategorie Inspiration/Serendipität fallen. Ein schönes Fundstück, das schon seit Jahren großformatig ausgedruckt an meiner Bürowand hängt, ist “The Web is Agreement” von Paul Downey. Wenn man es in Ruhe betrachtet, wird es zum Quell freier Assoziationsströme. Bei jedem Betrachten eröffnen sich neue Perspektiven. Schaut selbst (unbedingt auch die flickr-Version mit Tag-Map anschauen; weitere Links dazu auf thewebisagreement.com; Material ist CC):

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