Whatever
Samstag, 10. Dezember 2011
Das mußte mal gesagt werden…
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Meine ganz persönliche Social-Media-Geburtstagsstatistik
Freitag, 14. Januar 2011
Disclaimer: Nein, ich bin kein eitler, selbstverliebter Narziß — ich war nur so verblüfft von den folgenden Zahlen, daß ich mich dazu entschlossen habe, kurz dazu zu bloggen…
Am gestrigen Tag hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, schon wieder ein Jahr zu altern. Das Schlimme daran ist ja, daß nicht nur subjektiv die Frequenz der Geburtstage steigt bzw. die Zeit immer schneller vergeht, sondern man sich (bzw. jedenfalls ich mich) erschwerend dazu noch überproportional und beschleunigend älter fühle. Whatever ![]()
Nun aber erstmal ein Dank, so viel Zeit muß sein:
Nach einem schönen Tag sage ich: WOW! Ich bin ganz gerührt über die vielen, vielen lieben Glückwünsche. Nochmal einen herzlichen Dank an alle, die an mich gedacht haben!
Worauf ich aber eigentlich nach all den Worten hinaus will, ist das: Schon kurz nach 0 Uhr stellte ich fest, daß sich auf meiner Facebook-Pinnwand schon recht viele Glückwünsche sammelten, während sich dies bei Twitter in engen Grenzen hielt. Nun könnte man ja zu der These gelangen, daß sich zum einen die Kontaktstrukturen zwischen Twitter und Facebook unterscheiden (unidirektionale Follower vs. bidirektionale Friends mit entsprechender Neigung zu weak ties bei Twitter und strong ties bei Facebook) und zum anderen bei Facebook deutlich angezeigt wird (sofern vom Geburtstagskind freigeschaltet), welche seiner Freunde gerade Geburtstag haben.
Allerdings ist meine subjektive Erfahrung aus den vorhergehenden Jahren eine vollkommen andere gewesen. Da war zwar Facebook durchaus auch nicht schwach im Feedback, aber bei Twitter ging die Post ab. Schade, daß ich das heute mangels sauberer Datenerfassung nicht belastbar empirisch nachweisen kann. Seid also einfach so nett und vertraut mir (ich weiß: Ich verlange viel!).
Der für mich überraschende Punkt ist: Das Interaktionsverhalten hat sich im Vergleich zum vergangenen Jahr dermaßen geändert, daß über Facebook fast drei Mal so viele Glückwünsche eingegangen sind wie über alle anderen Wege zusammen!
Über Twitter und Email sind nicht einmal jeweils 10% davon eingegangen, der Rest zusammen macht keine 15% aus. Interessant auch, daß die Quote (sofern aufgrund quantifizierbarer Kontaktzahl ermittelbar) innerhalb der einzelnen Services nirgends auch nur ansatzweise an die von Facebook reicht. Von den ca. 700 Kontakten haben sich fast 27% gemeldet.
Schaut euch die Zahlen einfach mal an (am liebsten hätte ich das natürlich in einem mehrere Jahre umfassenden Motion Chart dargestellt, allein mir fehlen wie gesagt hinreichend präzise Daten):
Ich kann nur sagen: WOW!
Das scheint das Gefühl zu bestätigen, daß das soziale Leben jedenfalls meines Umfeldes sich sehr stark zu Facebook verlagert hat. StudiVZ und Xing finden faktisch in dieser Hinsicht nicht mehr statt. Und auch Twitter wird — ich hielt das letztens schon in einem Tweet fest — immer mehr zum Schalltoten Raum mit vergleichsweise wenig Resonanz:
Für mich ist Twitter zunehmend schalltoter Raum statt Echo-Chamber…sukzessive Twitteratiwanderung gen Facebook…
Und das finde ich eigentlich recht schade. Denn auch wenn Facebook das bessere User Interface hat, so ist die Plattform zum einen technisch nicht so offen wie Twitter und zum anderen bedingt das bidirektionale Freundschaftsprinzip latent ein Kochen im eigenen Saft. Es fehlt erheblich an Serendipität, an der Möglichkeit, spontan neue Gedanken durch neue Leute kennenzulernen und denen einfach mal unverbindlich draufloszufolgen. Mein nicht komplett scherzhaft gemeinter Aufruf daher:
Facebook Users of All Countries, Unite! Save Serendipity — turn to http://twitter.com
Wie sind eure Erfahrungen?
Ergänzung (02.04.2011):
Soeben hat @Johan ein ebenfalls statistisches (man muß wohl sagen Pseudo-)Geburtstagsexperiment beendet und darüber eine garstige Geburtstagsgeschichte geblogt. Schöner Neologismus im Zusammenhang mit seiner Auswertung ist der Gratulationskoeffizient ![]()
Insofern bin ich (siehe dazu auch meinen Kommentar weiter unten sehr beruhigt, nicht der einzige zu sein, der neugierig mit solchen Daten herumexperimentiert…
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Norddeutsch ist auch für viele Norddeutsche eine schwierige Sprache
Freitag, 23. Juli 2010
Letztens, da ist es wieder passiert. Nix Böses ahnend bedudelt mich ein Radio. Doch dann. Das Grauen. Pur. Und ungefiltert. Der ganz offenkundig höchstkompetente Moderator des Hamburger Lokalsenders Alster Radio 106!8 sabbelt mir einem Anrufer und der sagt „Moin“. Was macht besagter Moderator? Er meint, daß es ja noch nicht ganz Mittag sei und man deshalb ja noch „Moin“ sagen könne. Arg. Oder wie wir bei Twitter sagen: #epic #fail
Daß vielleicht die eingefleischten Bajuwaren unter uns hie und da Interpretations- und Übersetzungsprobleme mit norddeutschem Vokabular haben, dafür habe ich vollstes Verständnis. Geht mir andersrum ja nicht wesentlich besser. Aber wenn Leute, die — so darf man doch wohl annehmen — im norddeutschen Sprachraum sozialisiert oder eben mit sprachlich nicht vollkommen irrelevanter Multiplikatorrolle beruflich tätig sind und dann so eklantante Fehler machen, dann bin ich sprachlos. Und auch ein bißchen entsetzt. So von wegen Bildungsnotstand, Untergang des Abendlands, allgemeiner Kulturpessimismus und so. Ihr wißt schon… ![]()
Moin
Aaaalso, mal gaaaanz langsam zum Mitschreiben: Das Wort „Moin“ ist eine hochentwickelte und sehr aussagekräftige Begrüßungsformel, die zu jeder Tages- und Nachtzeit verwendet werden kann. Ich wiederhole: Zu absolut jeder Tages- und Nachtzeit. Denn die etymologische Herkunft des Wortes ist nicht „Morgen“, sondern es stammt von „moi“=„gut“ ab und heißt daher so viel wie „einen Guten“ [Morgen|Mittag|Tag|Abend].
Moin ist eben ganz simpel. Kurz. Effizient. Norddeutsch halt. Wie das Land. Wie Plop ![]()
Moin-Moin und Moinsen
Als Erweiterung zu Moin gibt es dann noch das Moin-Moin. Aber Vorsicht: Wer Moin-Moin sagt, gilt gemeinhin als ein wenig zu redselig, mitteilungsbedürftig oder gar aufdringlich. Er fällt dann in die Kategorie Quasselkmors (höflich übersetzt: Laberbacke). Moin-Moin wird daher eigentlich nur verwendet, wenn man ein Gespräch anbahnen oder gar aufdrängen möchte. Eine Sache, die man mit dem Norddeutschen an sich nur sehr diplomatisch angehen sollte.
Außerdem gibt es dann noch Moinsen. Moinsen wird meist verwandt, um eine Gruppe von Leuten anzusprechen oder das Moin zu betonen, ohne eben ein ewig langes Moin-Moin in epischer Breite aufwendig zu formulieren.
Norddeutsches Dehnungs-C
Im Zusammenhang mit den großen Mißverständnissen Norddeutschlands möchte ich bei dieser Gelegenheit eine weitere hochwichtige Problematik nicht unerwähnt lassen, weil zu befürchten ist, daß sie langsam zu verschüttetem Wissen wird: Das norddeutsche Dehnungs-C (im ck). Ähnlich wie das Dehnungs-E, welches in Soest, Coesfeld, Bad Oldesloe etc. Verwendung findet, dehnt ein norddeutsches Dehnungs-C vor einem k den vorangehenden Vokal. Das klassische Beispiel ist Mecklenburg [ˈmeːklənˌbuɐç]. Auch wenn man landläufig MeckPom wie einen McDonalds-Burger ausspricht: Das erste e in Mecklenburg gehört lang. Wie auch in Bleckede oder Lübeck. Kein Witz. Oder ursprünglich auch Barmbeck, welches (wie viele andere Ortsnamen) extra deswegen in Barmbek umbenannt wurde. So hat auch Thomas Mann zwecks Verständnis den Namen Buddenbrock sicherheitshalber in Buddenbrook geändert, um alle Fehlaussprachen auszuschließen.
Zur weiteren Lektüre hinsichtlich dieser Thematiken empfehle ich:
- Zwiebelfisch: Nu man bloß nich in’ Tüdel geraten! (von Bastian Sick, dessen i ebenfalls lang ausgesprochen wird)
- Zwiebelfisch: Wie lang und breit ist Mecklenburg?
- Das Phonetik-Blog
Außerdem interessant für den norddeutschen Sprachraum insb. mit Blick auf das Plattdeutsche:
- De Platt-App, een paßlich Ding
- NDR-Wörterbuch mwN
- Plattdeutsches Wörterbuch der Neustädter Schützengilde
- Plattnet.de
Eine kleine Bitte habe ich noch: Wenn ihr — insb. in Radio oder Fernsehen — ein fehlausgesprochenes Dehnungs-C oder ein fehlinterpretiertes Moin etc. hört: Bitte schickt den Verantwortlichen eine Mail, twittert das usw.; nicht, um oberlehrerhaft Schlaubischlumpf zu spielen, sondern um die Schön- und Eigenheiten des Norddeutschen zu erhalten! Danke!
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Tröten-Trauma
Freitag, 11. Juni 2010
Hauerha. Ich war ja vorgewarnt hinsichtlich des zu erwartenden Lautstärke-Levels dieser sagenumwobenen Vuvuzelas. Aber das war Theorie. Nach dem Eröffnungsspiel der WM 2010 ist es also praktische Erfahrung. Meine Ohren glühen. Unglaublich, wie wirklich das gesamte Spiel über ein einziges lautes intensives Tuten das Gefühl vermittelte, mitten in einem Bienenschwarm zu sitzen. Eine neue Interpretation des Hummelfluges von Rimski-Korsakow sozusagen. Unglaublich.
Genaugenommen war die Geräuschkulisse ja fast konstant — ein Rückschluß von Akustik auf Spielgeschehen fast unmöglich. Und ich will ja auch gar nicht nörgeln oder gar als intolerant rüberkommen. Aber wenn das jetzt bei jedem Spiel so geht…ohoh…ich fühle mich nach einem schon gebrainwashed, habe das Dröhnen latent-tinnitusmäßig immer noch im Ohr. Eins steht fest: Für das nächste Spiel lege ich mir Ohrenschoner und/oder Kühlwasser für die Ohren zurecht. Und werde auch mal schauen, ob ich eine technische Lösung für das Problem finde, sozusagen ein Active-Noise-Cancelling-Plugin für mein EyeTV/Fernsehgerät.
Fehlt nur noch, daß die Fußball-Berufsgenossenschaft unserer Mannschaft den Auftritt wegen zu befürchtender Hörschäden untersagt. Vielleicht muß unsere Truppe ja auch einfach nur mit Mickey-Mäusen auf den Ohren auftreten…(so oder so wird Verbraucherschutzministerin Ilse Iigner sich berufen fühlen, hier zu handeln)…na denn!
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Solitär-Socken-Syndrom: Ein schrecklich-schauderhaftes Schicksal, oder: Verloren im Schleudergang
Mittwoch, 19. Mai 2010
Es ist ein Phänomen. Jedes Mal. Wirklich JEDES Mal werde ich heimgesucht. Nach gefühlt-statistisch jedem Waschgang kommt eine ungerade Zahl von Socken heraus, nachdem (definitiv!) eine gerade Zahl hineingewandert ist. Geht es nur mir so?
Offenbar nicht. Denn eine intensive, wissenschaftlich-fundierte spontane Recherche auf Twitter fördert geradezu Unmengen an Leidgenossen zutage, wie z. B. @_Phoenicia mit gefühlten 43 Socken (also knapp vorbei an der Antwort zur Frage-ihrwißtschon), @Steinhoefel1, der es nicht nur reklamiert sondern auch mit einem Beweisfoto belegt oder @dknake, der in seiner Verzweiflung die Innovation Google-Socks fordert. Einige Zeitgenossen wie @ChuckNorrisYeah halten Chuck Norris für den Übeltäter. Ich für meinen Teil würde mich nicht trauen, ihm das zu unterstellen ![]()
Was also passiert mit den Socken?
Ich habe mir den Kopf zerbrochen. Monatelang. Immer wieder. Gegrübelt. Gegoogelt. Und währenddessen immer auf’s Neue leise und manchmal auch lauter geflucht, wenn beim Sockenzusammenlegen auf beängstigende Weise ein Exemplar, die berüchtigte Solitär-Socke, übrig blieb.
Relativ sicher meine ich ausschließen zu können, daß die Socken durch das Abwasserrohr die Waschmaschine verlassen. Denn da dürften doch Flusenfilter usw. im Weg sein. Auch glaube ich eigentlich nicht, daß der Schleudergang zur Dematerialisierung durch brutalstmögliche Zermürbung des Stoffes ausreicht.
Was also ist die Ursache?
Ich möchte nicht mehr im Nebel stochern, daher bitte ich um eure Hilfe und crowdsource daher diese Frage: Kennt ihr das Problem auch und was sind eurer Ansicht nach mögliche Ursachen (mit Eintrittswahrscheinlichkeiten) für das Solitär-Socken-Syndrom?
Für hilf- und aufschlußreiche Kommentare wäre ich überaus dankbar!
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Je m’accuse: Ich bin ein Quartalsblogger
Montag, 8. März 2010
Me culpa, Schande über mein glücklicherweise (noch) nicht kahles Haupt: Aller guten Vorsätze zum Trotz will es mir leider chronisch nicht gelingen, dieses Blogprojekt mit regelmäßigen Beiträgen zu beglücken. Das ist absolut unverantwortlich und vollkommen inakzeptabel.
Dabei mangelt es nicht an Inspiration (1.845 RSS-Subskriptionen sorgen für solide Serendipität) und auch nicht an vielen guten Ideen (welche ich mir mit unterschiedlicher Intensität an Stichworten und Hintergrundinformationen in meinem persönlichen Wiki notiere), sondern schlicht und ergreifend an Zeit. Denn ein hochintellektuelles Werk wie ein Blogbeitrag erfordert für seine Erschaffung absolute kontemplative Ruhe. Naja, ganz so hochtrabend ist es zwar nicht — aber es lauern auf und um meinen Bildschirm zu viele interruptive Elemente. Vielleicht sollte ich mich in einen Zen-Blogging-Modus begeben oder meinen Ommwriter als Blogging-Frontend verwenden…
Vielleicht liegt es unterbewußt auch daran, daß mich Technik und vor allem Optik meines Blogges dermaßen stören, daß ich dadurch Writers-Block bekomme. Schon vor längerem habe ich im Hintergrund die Arbeit an einem neuen Aussehen (minimalistischer, typographisch korrekter, ergnomischer, besser lesbar) begonnen — aber wie das mit Nebenbei-Freizeit-Projekten so ist, hat diese leider eine zu niedrige Priorität, um kurzfristig vollendet zu werden. Daher bitte ich um Nachsicht, wie das hier alles aussieht.
Wie dem auch sei: Ich gelobe Besserung. Wirklich. Versprochen. Es wird nicht leicht. Und es wird sicher Rückschläge in Form längerer Blogpausen geben. Aber der Wille ist da. Und wo ein Wille, ist auch ein Gebüsch Weg.
Wer an meinen hochgeistigen Ergüssen interessiert ist, dem sei aber natürlich mein opulent praktiziertes µblogging empfohlen, primär bei Twitter, aber auch via Facebook und Friendfeed.
Bis bald in diesem Blog!
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Warum ich nicht mehr zum Bloggen komme…
Dienstag, 12. Mai 2009
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Use me better spyglass
Freitag, 19. September 2008
Nicht vergessen: Heute ist Talk-Like-a-Pirate-Day...selbst Google macht mit!

Siehe auch die offizielle Meldung Google in one more language und natürlich die ganz hochoffzielle Seite Talklikeapirate.com.
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
In was für einem Land leben wir eigentlich?
Dienstag, 16. September 2008
Schöner deutscher Rechtsstaat: Für zwei Jahre Mietschulden von monatlich 900 € und einem Gesamtschaden inkl. Strom-, Wasser-, Anwalts- und Renovierungskosten von 45.000 € bekommt laut Bild nach einem Urteil des Amtsgerichts Barmbek die offenbar hoffnungslos asozialesozialschädliche Mietbetrügerin noch eine “Prämie” von 5.000 €, damit sie endlich auszieht.
“Herausgerissene Heizkörper lehnen an der Wand, dicke graue Kabel schwingen vom Stromkasten durch drei Zimmer. Türen fehlen ebenso wie Marmorplatten im Bad. … Hausbesitzer Ramazan Y. stimmte dem Vergleich zähneknirschend zu. So absurd er auch ist: Eigentlich wollte der Mann ja seine Mietausfälle einklagen, jetzt zahlt er noch mehr drauf. … Trotzdem ist Ramazan Y. heilfroh: Wenigstens ist die Frau weg. … In ihrem Auto brauste Petra B. am Montag davon. Keine Miete bezahlt, dafür sogar noch Geld bekommen – für sie ein perfekter Tag.”
Leider ist sowas kein Einzelfall. Dreistes und kriminelles Mietnomadentum hat in den vergangen Jahren extrem zugenommen. Viele Vermieter bleiben auf enormen Schäden und Kosten sitzen. Wer die Mieteinnahmen zur Alterssicherung oder Lebensunterhalt braucht und aufgrund der Ausfälle nicht mehr über die Runden kommt, wird zum Sozialfall und muß daher bevor er vom Staat ‐ der ihn bei der Durchsetzung seiner berechtigten Forderungen völlig allein läßt (Gerichtsvollzieher senden häufig Standardschreiben zurück nach dem Motto: “Von weiteren Sachstandanfragen bitten wir abzusehen”) — Unterstützung bekommt obendrein auch noch sein Eigentum veräußern (was meist wg. der Schäden unter Wert passiert). Die Täter dürfen sich dank Datenschutz, einseitig mieterfreundlicher Rechtsprechung und Überlastung der Justiz sicher fühlen; letztlich kann man das nur noch ohnmächtig als Strafvereitelung im Amt einstufen und sich überlegen, wohin man auswandert.
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |
Speculatio praecox - konsumkritische Betrachtungen eines Weihnachtsmanngläubigen
Montag, 15. September 2008
Ja ist denn schon wieder Weihnachten? Ganz ehrlich: Ich kann es nicht mehr ertragen. Da stehen jetzt schon kurz nach den Sommerferien die Supermärkte voller Weihnachtssachen. Einfach pervers. Egal wo man hinschaut — palettenweise Lebkuchen, Pfeffernüsse, Dominosteine und Spekulatius. Dabei wurde noch nichtmal anständig abgegrillt und angepunscht. Tss.
Man muß es heutzutage ja fast schon als faule Transusigkeit einstufen, daß noch niemand bei sich zuhause Christbaumschmuck aufgehängt hat und auch die Gemeinden ihre Haupteinkaufsstraßen abends noch nicht im Lichterglanz erstrahlen lassen.
Ich muß dabei immer an die “Weihnachtsbeleuchtung” von Stenkelfeld denken (Transkript):
Ich kann jedenfalls mit diesem vorzeitigen Weihnachtswahnsinn nicht viel anfangen. Kaufen die Leute wirklich im Spätsommer schon Schokoladenweihnachtsmänner? Verdirbt man sich damit nicht völlig die Vorfreude auf die Adventszeit? Führt es nicht in doppeltem Wortsinne zur Übersättigung?
Offengestanden fühle ich mich durch den total verfrühten Weihnachtstrubel ernsthaft belästigt und kann mich nur schwer damit abzufinden, Blätterkrokant neben der Truhe mit Grillfleisch zu sichten. Ich jedenfalls habe kein ernstzunehmendes Problem damit, auf Nikolaus und Weihnachtsmann zu warten.
Wie geht es Euch? Seid Ihr schon saturiert und diesem Grauen gegenüber abgestumpft? Oder nervt es Euch auch? Wir können es ändern: Wie an anderer Stelle auch appeliere ich hier an den mündigen, kritischen Konsumenten. Wir selbst haben es in der Hand. Wenn wir alle zusammenhalten und es schaffen, vor Ende November keine Weihnachtsartikel zu kaufen, wird der Handel dies spüren und zukünftig den Beginn der Weihnachtszeit wieder ein wenig später ins Jahr schieben, statt quasi kurz nach Ostern damit zu beginnen.
Ich rufe Euch alle auf: Macht mit bei der kritischen Konsumkeuschheit bis zum 1. Dezember!
| Dieser Text ist mir eine kleine Burgerbeteiligung fü McSteck wert: |


Kommentare