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            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-23T09:30:00Z</published>
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                <p>Letztens, da ist es wieder passiert. <abbr title="Nichts">Nix</abbr> Böses ahnend bedudelt mich ein Radio. Doch dann. Das Grauen. Pur. Und ungefiltert. Der ganz offenkundig höchstkompetente Moderator des Hamburger Lokalsenders <a href="http://www.106acht.de/">Alster Radio 106!8</a> sabbelt mir einem Anrufer und der sagt „Moin“. Was macht besagter Moderator? Er meint, daß es ja noch nicht ganz Mittag sei und man deshalb ja noch „Moin“ sagen könne. Arg. Oder wie wir bei Twitter sagen: #epic #fail</p>
<p>Daß vielleicht die eingefleischten Bajuwaren unter uns hie und da Interpretations- und Übersetzungsprobleme mit norddeutschem Vokabular haben, dafür habe ich vollstes Verständnis. Geht mir andersrum ja nicht wesentlich besser. Aber wenn Leute, die — so darf man doch wohl annehmen — im norddeutschen Sprachraum sozialisiert oder eben mit sprachlich nicht vollkommen irrelevanter Multiplikatorrolle beruflich tätig sind und dann so eklantante Fehler machen, dann bin ich sprachlos. Und auch ein bißchen entsetzt. So von wegen Bildungsnotstand, Untergang des Abendlands, allgemeiner Kulturpessimismus und so. Ihr wißt schon… <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<h3>Moin</h3>
<p>Aaaalso, mal gaaaanz langsam zum Mitschreiben: Das Wort „Moin“ ist eine hochentwickelte und sehr aussagekräftige Begrüßungsformel, die zu <em>jeder</em> Tages- und Nachtzeit verwendet werden kann. Ich wiederhole: <em>Zu absolut jeder Tages- und Nachtzeit.</em> Denn die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moin">etymologische Herkunft des Wortes</a> ist nicht „Morgen“, sondern es stammt von „moi“=„gut“ ab und heißt daher so viel wie „einen Guten“ [Morgen|Mittag|Tag|Abend].</p>
<p>Moin ist eben ganz simpel. Kurz. Effizient. Norddeutsch halt. Wie das Land. Wie Plop <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<div style="text-align:center;"><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/E9HGEY-dz00&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/E9HGEY-dz00&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></div>
<h3>Moin-Moin und Moinsen</h3>
<p>Als Erweiterung zu Moin gibt es dann noch das Moin-Moin. Aber Vorsicht: Wer Moin-Moin sagt, gilt gemeinhin als ein wenig zu redselig, mitteilungsbedürftig oder gar aufdringlich. Er fällt dann in die Kategorie Quasselkmors (höflich übersetzt: Laberbacke). Moin-Moin wird daher eigentlich nur verwendet, wenn man ein Gespräch anbahnen oder gar aufdrängen möchte. Eine Sache, die man mit dem Norddeutschen an sich nur sehr diplomatisch angehen sollte.</p>
<p>Außerdem gibt es dann noch Moinsen. Moinsen wird meist verwandt, um eine Gruppe von Leuten anzusprechen oder das Moin zu betonen, ohne eben ein ewig langes Moin-Moin in epischer Breite aufwendig zu formulieren.</p>
<h3>Norddeutsches Dehnungs-C</h3>
<p>Im Zusammenhang mit den großen Mißverständnissen Norddeutschlands möchte ich bei dieser Gelegenheit eine weitere hochwichtige Problematik nicht unerwähnt lassen, weil zu befürchten ist, daß sie langsam zu verschüttetem Wissen wird: Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dehnungs-c#Gegenbeispiel_Dehnungs-c_im_Digraph_-ck-">norddeutsche Dehnungs-C (im ck)</a>. Ähnlich wie das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dehnungs-e#Dehnungs-e">Dehnungs-E</a>, welches in Soest, Coesfeld, Bad Oldesloe etc. Verwendung findet, dehnt ein norddeutsches Dehnungs-C vor einem k den vorangehenden Vokal. Das klassische Beispiel ist Mecklenburg [ˈmeːklənˌbuɐç]. Auch wenn man landläufig MeckPom wie einen McDonalds-Burger ausspricht: Das erste e in Mecklenburg gehört lang. Wie auch in Bleckede oder Lübeck. Kein Witz. Oder ursprünglich auch Barmbeck, welches (wie viele andere Ortsnamen) extra deswegen in Barmbek umbenannt wurde. So hat auch Thomas Mann zwecks Verständnis den Namen Buddenbrock sicherheitshalber in Buddenbrook geändert, um alle Fehlaussprachen auszuschließen.</p>
<p>Zur weiteren Lektüre hinsichtlich dieser Thematiken empfehle ich:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,616380,00.html">Zwiebelfisch: Nu man bloß nich in&#8217; Tüdel geraten!</a> (von Bastian Sick, dessen i ebenfalls lang ausgesprochen wird)</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,363955,00.html">Zwiebelfisch: Wie lang und breit ist Mecklenburg?</a></li>
<li><a href="http://phonetik.blogger.de/stories/925777/">Das Phonetik-Blog</a></li>
</ul>
<p>Außerdem interessant für den norddeutschen Sprachraum insb. mit Blick auf das Plattdeutsche:</p>
<ul>
<li><a href="http://blog.stecki.de/archives/200-De-Platt-App,-een-passlich-Ding.html">De Platt-App, een paßlich Ding</a></li>
<li><a href="http://www.ndr.de/kultur/plattdeutsch/woerterbuch/index.html">NDR-Wörterbuch mwN</a></li>
<li><a href="http://www.plattdeutsches-woerterbuch.de/">Plattdeutsches Wörterbuch der Neustädter Schützengilde</a></li>
<li><a href="http://www.plattnet.de/">Plattnet.de</a></li>
</ul>
<p>Eine kleine Bitte habe ich noch: Wenn ihr — insb. in Radio oder Fernsehen — ein fehlausgesprochenes Dehnungs-C oder ein fehlinterpretiertes Moin etc. hört: Bitte schickt den Verantwortlichen eine Mail, twittert das usw.; nicht, um oberlehrerhaft Schlaubischlumpf zu spielen, sondern um die Schön- und Eigenheiten des Norddeutschen zu erhalten! Danke!</p>

 
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Aber wenn Leute, die — so darf man doch wohl annehmen — im norddeutschen Sprachraum sozialisiert oder eben mit sprachlich nicht vollkommen irrelevanter Multiplikatorrolle beruflich tätig sind und dann so eklantante Fehler machen, dann bin ich sprachlos. Und auch ein bißchen entsetzt. So von wegen Bildungsnotstand, Untergang des Abendlands, allgemeiner Kulturpessimismus und so. Ihr wißt schon… <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png\" alt=\":-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /></p>  <h3>Moin</h3>  <p>Aaaalso, mal gaaaanz langsam zum Mitschreiben: Das Wort „Moin“ ist eine hochentwickelte und sehr aussagekräftige Begrüßungsformel, die zu <em>jeder</em> Tages- und Nachtzeit verwendet werden kann. Ich wiederhole: <em>Zu absolut jeder Tages- und Nachtzeit.</em> Denn die <a href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Moin\">etymologische Herkunft des Wortes</a> ist nicht „Morgen“, sondern es stammt von „moi“=„gut“ ab und heißt daher so viel wie „einen Guten“ [Morgen|Mittag|Tag|Abend].</p>  <p>Moin ist eben ganz simpel. Kurz. Effizient. Norddeutsch halt. Wie das Land. Wie Plop <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png\" alt=\";-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /></p>  <div style=\"text-align:center;\"><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http://www.youtube.com/v/E9HGEY-dz00&amp;hl=de_DE&amp;fs=1\"></param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"></param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"></param><embed src=\"http://www.youtube.com/v/E9HGEY-dz00&amp;hl=de_DE&amp;fs=1\" type=\"application/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"480\" height=\"385\"></embed></object></div>  <h3>Moin-Moin und Moinsen</h3>  <p>Als Erweiterung zu Moin gibt es dann noch das Moin-Moin. Aber Vorsicht: Wer Moin-Moin sagt, gilt gemeinhin als ein wenig zu redselig, mitteilungsbedürftig oder gar aufdringlich. Er fällt dann in die Kategorie Quasselkmors (höflich übersetzt: Laberbacke). Moin-Moin wird daher eigentlich nur verwendet, wenn man ein Gespräch anbahnen oder gar aufdrängen möchte. Eine Sache, die man mit dem Norddeutschen an sich nur sehr diplomatisch angehen sollte.</p>  <p>Außerdem gibt es dann noch Moinsen. Moinsen wird meist verwandt, um eine Gruppe von Leuten anzusprechen oder das Moin zu betonen, ohne eben ein ewig langes Moin-Moin in epischer Breite aufwendig zu formulieren.</p>  <h3>Norddeutsches Dehnungs-C</h3>  <p>Im Zusammenhang mit den großen Mißverständnissen Norddeutschlands möchte ich bei dieser Gelegenheit eine weitere hochwichtige Problematik nicht unerwähnt lassen, weil zu befürchten ist, daß sie langsam zu verschüttetem Wissen wird: Das <a href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Dehnungs-c#Gegenbeispiel_Dehnungs-c_im_Digraph_-ck-\">norddeutsche Dehnungs-C (im ck)</a>. Ähnlich wie das <a href=\"http://de.wikipedia.org/wiki/Dehnungs-e#Dehnungs-e\">Dehnungs-E</a>, welches in Soest, Coesfeld, Bad Oldesloe etc. Verwendung findet, dehnt ein norddeutsches Dehnungs-C vor einem k den vorangehenden Vokal. Das klassische Beispiel ist Mecklenburg [ˈmeːklənˌbuɐç]. Auch wenn man landläufig MeckPom wie einen McDonalds-Burger ausspricht: Das erste e in Mecklenburg gehört lang. Wie auch in Bleckede oder Lübeck. Kein Witz. Oder ursprünglich auch Barmbeck, welches (wie viele andere Ortsnamen) extra deswegen in Barmbek umbenannt wurde. So hat auch Thomas Mann zwecks Verständnis den Namen Buddenbrock sicherheitshalber in Buddenbrook geändert, um alle Fehlaussprachen auszuschließen.</p>  <p>Zur weiteren Lektüre hinsichtlich dieser Thematiken empfehle ich:</p>  <ul>  <li><a href=\"http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,616380,00.html\">Zwiebelfisch: Nu man bloß nich in&#8217; Tüdel geraten!</a> (von Bastian Sick, dessen i ebenfalls lang ausgesprochen wird)</li>  <li><a href=\"http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,363955,00.html\">Zwiebelfisch: Wie lang und breit ist Mecklenburg?</a></li>  <li><a href=\"http://phonetik.blogger.de/stories/925777/\">Das Phonetik-Blog</a></li>  </ul>  <p>Außerdem interessant für den norddeutschen Sprachraum insb. mit Blick auf das Plattdeutsche:</p>  <ul>  <li><a href=\"http://blog.stecki.de/archives/200-De-Platt-App,-een-passlich-Ding.html\">De Platt-App, een paßlich Ding</a></li>  <li><a href=\"http://www.ndr.de/kultur/plattdeutsch/woerterbuch/index.html\">NDR-Wörterbuch mwN</a></li>  <li><a href=\"http://www.plattdeutsches-woerterbuch.de/\">Plattdeutsches Wörterbuch der Neustädter Schützengilde</a></li>  <li><a href=\"http://www.plattnet.de/\">Plattnet.de</a></li>  </ul>  <p>Eine kleine Bitte habe ich noch: Wenn ihr — insb. in Radio oder Fernsehen — ein fehlausgesprochenes Dehnungs-C oder ein fehlinterpretiertes Moin etc. hört: Bitte schickt den Verantwortlichen eine Mail, twittert das usw.; nicht, um oberlehrerhaft Schlaubischlumpf zu spielen, sondern um die Schön- und Eigenheiten des Norddeutschen zu erhalten! 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            <name>Malte Steckmeister</name>
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                <p>Der Bundesrat hat nun unter der Überschrift <a href="http://www.bundesrat.de/cln_171/nn_1902976/DE/presse/pm/2010/113-2010.html?__nnn=true">Bundesrat will Datenschutz ausweiten</a> einen <a href="http://www.bundesrat.de/cln_171/nn_1759312/SharedDocs/Beratungsvorgaenge/2010/0201-300/0259-10.html">Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes</a> (die sog. <i>Lex Google</i>) auf den Weg gebracht.</p>
<p>Ich hatte mich zu der Thematik ja bereits öfter ausgelassen &mdash; und eigentlich alles gesagt. Um mich nicht zu wiederholen und zur Vertiefung bzw. eine etwas weitsichtigere Perspektive auf die Thematik empfehle ich daher einen kurzen Umweg über folgende Beiträge:</p>
<ul>
<li><a href="http://blog.stecki.de/permalink/Google-Streetview-Mein-Gastbeitrag-Pro-in-den-Luebecker-Nachrichten.html">Google Streetview — Mein Gastbeitrag Pro in den Lübecker Nachrichten</a></li>
<li><a href="http://blog.stecki.de/archives/205-Laecherliche-Lex-Google-OpenLiveStreetView3D-wird-kommen.html">Lächerliche Lex Google: OpenLiveStreetView3D wird kommen</a></li>
<li><a href="http://blog.stecki.de/archives/207-Lasst-uns-ueber-die-wirklichen-Probleme-reden.html">Laßt uns über die wirklichen Probleme reden…</a></li>
<li><a href="http://blog.stecki.de/archives/212-Gesichtserkennung-Normen-vs.-normative-Kraft-des-Faktischen.html">Gesichtserkennung: Normen vs. normative Kraft des Faktischen</a></li>
</ul>
<p>Auch empfehle ich einen Blick in das sehr lesenswerte Interview mit Jens Best: <a href="http://www.telemedicus.info/article/1807-Jens-Best-Datennutzung-im-oeffentlichen-Raum-beschuetzen.html#extended">Datennutzung im öffentlichen Raum beschützen</a>.</p>
<p>Ich will mich also nicht wiederholen, aber bei Lektüre des Gesetzentwurfs und der Hintergrundinformationen dazu weise ich noch einmal auf folgende Problematiken/Problemstellungen hin, die in der Diskussion durch die Justizminister bislang nicht erfaßt/thematisiert oder deutlich gemacht wurden:</p>
<p>Der Entwurf bezieht sich auf <i>&#8220;die systematische und georeferenzierte Übermittlung digital gespeicherter foto-grafischer oder filmischer Straßenansichten, insbesondere ihre Bereitstellung im Internet&#8221;</i>. Ganz offenkundig hat man also (das ist ja auch kein Geheimnis) damit Google StreetView im Blick. Nur: Damit wiederholt und manifestiert man den zentralen Denk- und Webfehler im Datenschutzrecht. Denn man hat bei seinen Regelungen Unternehmen im Blick, die zentral Daten erfassen, bearbeiten und einstellen. Man hat immer noch nicht begriffen, daß <b>jedermann</b> in der Lage ist, solche Daten zu erzeugen &mdash; und zwar systematisch wie eben auch nur erratisch-individuell. Sprich: Wie genau will die Politik agieren, wenn jetzt eben eine große Zahl von Einzelpersonen im Schwarm völlig unsystematisch Bilder erfaßt und diese georeferenziert ins Netz stellt (kleiner Wink: Das gibt es schon und heißt dann z.B. <a href="http://flickr.com">Flickr</a>, <a href="http://panoramio.com">Panoramio</a> (welches interessanterweise ja bereits der Google-Ersatz-StreetView-Layer für Deutschland ist) oder <a href="http://locr.com">Locr</a> usw.)? Und wenn diese Daten dann durch andere Dienste aggregiert, selektiert und als Straßenpanorama dargestellt werden (das gibt es letztlich auch schon und heißt z.B. <a href="http://photosynth.net">Photosynth</a>)? Und da es das schon gibt: Warum dürfen dort Bilder erscheinen, auf denen Personen, Fahrzeuge und Häuser (!) nicht anonymisiert sind oder deren Aufnahme eine Woche vorher in der Lokalzeitung bekanntgemacht wurde? Und was soll passieren, wenn dieses Crowdsourcing eine OpenLiveStreetView3D-Ansicht zeigt?</p>
<p>Welcher substantielle/materielle Unterschied soll hier bestehen, der das eine zur regulierungsbedürftigen systematischen Datenerfassung macht, während das andere (hoffentlich) unter die Panoramafreiheit fällt, nach der jedermann Bilder im öffentlichen Raum tätigen kann?</p>
<p>Konsequent und logisch wäre es, nun alle Aufnahmen im öffentlichen Raum diesen Regelungen zu unterwerfen, weil es im Internetzeitalter nicht mehr trennbar ist, wer welche Aufnahme mit welchem Zweck erzeugt und ob das systematisch gemachte Aufnahmen sind oder nicht.</p>
<p>Sorry, aber Politik &amp; Datenschützer sind hier auf dem völlig falschen Dampfer. Sie überdehnen die Definition von personenbezogen Daten, schränken eine der selbstverständlichsten Freiheiten der modernen Demokratie ein, ohne überhaupt zu begreifen, was das bedeutet. Sie erliegen ihrer eigenen Uninformiertheit und Agitation. Und fühlen sich dabei vermutlich noch als Retter des Datenschutzes. Mein Status: Brutalstmögliches Fremdschämen!</p> 


 





 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-07-11T13:42:54Z</published>
        <updated>2010-07-23T09:56:45Z</updated>
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                <p>Vom 9. bis 10. Juli traf sich die <a href="http://www.junge-union.de">Junge Union Deutschlands</a> (<abbr title="Junge Union">JU</abbr>) zu einem <a href="http://www.junge-union.de/content/junge-union/struktur/deutschlandrat">Deutschlandrat</a>. Dieses Gremium tagt ca. drei Mal im Jahr und ist nach dem <a href="http://www.junge-union.de/content/junge-union/struktur/deutschlandtag">Deutschlandtag</a> das zweithöchste Organ der JU. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war die Beratung des Leitantrages „Freiheit und Verantwortung — Plädoyer für eine moderne Netzpolitik“ (Link dazu folgt, sobald der Beschluß online vorliegt).</p>
<p>Da ich früher einmal als <a href="http://www.junge-union.de/content/junge-union/geschichte/42/236">Mitglied des JU Bundesvorstandes</a> u.a. für Netz-/Medienpolitik inhaltlich zuständig, davor viele Jahre Webmaster von www.junge-union.de war und heute im Kreis der Netzaktiven in der Union aktiv bin, durfte ich dankenswerterweise (auch wenn ich vor zwei Jahren altersbedingt aus der JU ausgeschieden bin) zusammen mit anderen Vertretern aus den Reihen der Netzaktiven mitdiskutieren.</p>
<p>Sobald der Beschluß online verfügbar ist (Änderungsanträge usw. müssen redaktionell eingebaut werden), werde ich ihn in diesem Blog besprechen und dann auch noch etwas ausführlicher von der Veranstaltung berichten. Für&#8217;s erste muß — nach einem hitzebedingt anstrengenden Tag und langem WM-Finalspiel — die Einschätzung reichen, daß die JU sich insg. deutlich progressiver und positiver zum Netz positioniert als die Mutterparteien CDU und CSU. An einigen Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Mut oder pointiertere Positionen vorstellen können. Aber aus meiner Sicht kann das Papier für die Meinungsbildung innerhalb der Union richtungsweisend sein, wenn die JU es schafft, dies als Fundament für entsprechende Überzeugungsarbeit zu verwenden. Das Papier stellt die Chancen, die das Internet für eine freiheitliche Gesellschaft birgt, deutlich in den Vordergrund, bekennt sich zur Aufgabe, technische und soziale digitale Spaltung zu verhindern, plädiert für Medienkompetenz statt Überregulierung und lehnt beispielsweise das geplante Leistungsschutzrecht glasklar ab.</p>
<p>Alles in allem also ähnlich wie die <a href="http://blog.stecki.de/archives/203-Material-zu-Perspektiven-Deutscher-Netzpolitik.html">Positionierung des Bundesinnenministers de Maizière in seiner Grundsatzrede</a> ein sachlich-konstruktiver Beitrag, der hoffen läßt.</p>
<hr />
<p>Am Rande des Deutschlandrates hat Frederic Schneider (<a href="http://twitter.com/frederics">@frederics</a>) ein paar kleine Interviews mit der stv. JU-Bundesvorsitzenden Dorothee Bär MdB, dem medienpolitischen Sprecher und Schatzmeister der JU Daniel Walther und auch mir geführt. Einen Zusammenschnitt daraus findet ihr in folgendem Podcast:</p>
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                <p>Am vergangenen Wochenende war ich auf dem Deutschlandrat der Jungen Union (JU) — <a href="http://blog.stecki.de/archives/217-JU-beschliesst-Plaedoyer-fuer-eine-moderne-Netzpolitik.html">siehe meinen Kurzbericht</a>. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Beratung des Leitantrages „Freiheit und Verantwortung — Plädoyer für eine moderne Netzpolitik“ (siehe den vorhin veröffentlichen <a href="http://www.junge-union.de/content/politik/beschluesse/0/192/">Beschluß</a> und die <a href="http://www.junge-union.de/content/presse/mitteilungen/1096">News-Meldung</a> dazu).</p>
<p>Zunächst gab es eine allgemeine Diskussion zu den gesellschaftlichen und politischen Implikationen der Entwicklungen im Internet. Es diskutierten Dr. Alexander Görlach von The European, der über Skype hinzugeschaltete Medienpsychologe Prof. Dr. Jo Groebel (Direktor des Deutschen Digital-Institus Berlin), Dr. Stefan Hennewig (Leiter Bereich Internes Management im Konrad-Adenauer-Haus) unter der Moderation durch die stellvertretende JU-Bundesvorsitzende Dorothee Bär insbesondere über die durch soziale Netzwerke entstehenden Effekte und Herausforderungen und deren Bedeutung für die politische Arbeit.</p>
<p>Aus meiner Sicht wurden hier viele Selbstverständlichkeiten diskutiert — aber vermutlich bin ich zu sehr in den Untiefen von Social Media aktiv <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> Für viele Zuhörer dürften jedenfalls die Ausführungen von Jo Groebel hinsichtlich Authentizität, Mehrwert und Personalisierung gewesen sein und die Aufforderung, den „Multilog“ selbst zu praktizieren. Auch der Aufruf von Alexander Görlach, das Netz bejahend zu umarmen, um dort geistige Führerschaft übernehmen zu können war interessant, wie auch der Hinweis, daß Netzkenntnisse essentiell seien und die Netzgemeinde zu recht von der Politik fordert, daß diese wirklich das Netz versteht und worum es bei den Debatten geht. Man darf hoffen, daß die Angesprochenen sich dies zu Herzen nehmen.</p>
<p>Danach ging es in die Diskussion des Papiers. Etwas schade fand ich, daß es dazu keine Generaldebatte gab. Stattdessen stieg man direkt in die einzelnen Kapitel ein. Dadurch war es leider kaum möglich, ein paar Grundlegende Aspekte in die Diskussion einzubringen, die vielleicht auch bei denjenigen unter den Delegierten, die keine spezielle Netzkenntnisse haben und sich weniger mit der abstrakten Entwicklungsperspektive beschäftigen ein paar Aha-Effekte erzeugt hätten. Vermutlich war es aber auch aufgrund der ambitionierten Zeitplanung nicht anders möglich. Dennoch hätte ich mir gewünscht, daß als Nebeneffekt der Debatte auch allgemeine Fortbildung und Aufklärung entsanden wäre (so wie dies ja beispielsweise ein erwünschter Nebeneffekt der Enquête-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestages ist).</p>
<p>Der unter der Ägide von Henrik Bröckelmann (<a href="http://twitter.com/HenrikMSL">@HenrikMSL</a>) entstandene Antrag stellt besonders auf die Chancen des Netzes ab, ohne sich den Herausforderungen und Problemen zu verschließen. Dabei wird auch nicht mit der berechtigten Kritik an den Mutterparteien gespart, daß diese primär die Risiken im Auge habe und dadurch in der öffentlichen Wahrnehmung nicht gerade für eine moderne Netzpolitik stünde. Gelobt wird, daß die Internet-Enquête auf Initiative der Union zustande kam und die Bundesregierung offenbar auf dem Weg der Besserung ist (siehe die E-Konsultationen der BMI und die Entwicklung einer Strategie zur digitalen Zukunft). Die JU bekennt sich zum Primat von Freiheit und Verantwortung im Netz und will, daß der Staat so wenig wie möglich eingreifen soll (und wenn, dann primär international, transparent und demokratisch legitimiert).</p>
<blockquote>Das Internet ist das freiheitlichste Kommunikations- und Informationsmedium der Welt. Zur Freiheit gehört aber auch immer die Verantwortung für sich und für andere. Eine moderne Netzpolitik muss daher Freiheit mit Verantwortung verbinden. Der Staat sollte dabei grundsätzlich so wenig wie möglich eingreifen, zumal seine Befugnisse im World Wide Web an Grenzen stoßen. Soweit internationale Einrichtungen mit netzweiten Regulierungsbefugnissen notwendig sind, muss deren Arbeit transparent und demokratisch legitimiert sein.</blockquote>
<p>Ein Schwerpunkt soll dabei die Verhinderung von digitaler Spaltung, sowohl technisch als auch sozial sein. Mit Blick auf die Breitbandstrategie wies ich unter Hinweis auf die Bandbreitenentwicklungen in anderen Ländern nachdrücklich darauf hin, daß wir aufpassen müssen, nicht ins Hintertreffen zu kommen und den Anschluß zu verlieren. Insbesondere muß aus sich aus meiner Sicht ein klar dynamisierter Bandbreitenbegriff durchsetzen, quasi ein Bandbreiteninflationsausgleich. Denn bisher scheint doch die Attitüde vorzuherrschen, daß mit 1 Mbit alles gut wäre, statt zu begreifen, daß ganz andere Bandbreiten heute als Basisinfrastruktur erforderlich sind. Gerade da die allgemeine Diskussion sich gewissermaßen zu einem Grundrecht auf Netzzugang entwickelt (was ich sehr begrüße), muß eben klar sein, daß dieser mit einer angemessene Geschwindigkeit verfügbar ist. Dem Staat muß klar werden, daß ein solcher Zugang immer mehr zum entscheidenen Zukunftsparameter werden wird. Ich will nicht gleich so weit gehen zu fordern, daß der Staat den Zugang selbst zur Verfügung stellt (wie z. B. unsere Straßen), aber wir müssen uns schon Gedanken machen, wie wir hier weitere, nachhaltige und vor allem stetige Verbesserungen ermöglichen.</p>
<blockquote>Die Politik muss zusammen mit der Wirtschaft dafür sorgen, dass Unternehmen und privaten Nutzern sowohl in Ballungsräumen als auch im ländlichen Raum eine moderne Netzinfrastruktur zur Verfügung steht.</blockquote>
<p>Was die Maßnahmen gegen soziale digitale Spaltung angeht, schlug ich vor, daß die JU hier auch mit gutem Beispiel selbst vorangehen solle, indem sie ihre flächendeckende Organisation vor Ort nutzt, um z. B. Internetkurse für Senioren u.ä. anzubieten. Ich freue mich, daß die JU diese „Selbstverpflichtung“ beschlossen hat <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<p>Ein größerer Diskussionspunkt war die Forderung nach einem eigenen Schulfach „Medienkunde“ um die Medienkompetenz zu verbessern. Mir ist es offengestanden fast egal, ob hier ein Schulfach eingerichtet wird, die Thematik im Informatikunterricht eingebettet (sofern dieser nicht angeboten wird, müßte dieser dann aber gegeben werden) oder interdisziplinär in die Lehrpläne integriert wird. Vermutlich wäre die Vermittlung entsprechender Kompetenzen in einem eigenen Fach besser gewährleistet. Im Ergebnis wurde ein entsprechender Modellversuch beschlossen. Klassicher Politik-Kompromiß sozusagen…</p>
<p>Sehr positiv finde ich, daß die JU sich in dem Beschluß erneut klar gegen ein Leistungsschutzrecht für Verlage ausspricht und damit einen Beschluß des Deutschlandtages 2009 untermauert. Allerdings erlaubte ich mir, hier deutlich zu kritisieren, daß die JU sich bisher trotz des Deutschlandtagsbeschlusses nicht geäußert hat und einzufordern, daß die JU diese Beschlußlage auch angesichts der aktuellen Diskussionen durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit in die politische Diskussion einbringen müsse. JU-Bundesvorsitzender Philipp Mißfelder sagte dies zu. Ich warte also gespannt auf Aktivität in diesem Bereich.</p>
<blockquote>Wir sprechen uns gegen die Einführung eines speziellen Urheber-und Leistungsschutzrechts für Verlage aus. Anstatt nach neuen urheberrechtliche Spezialregeln im Onlinebereich zu rufen, fordern wir die Verlage dazu auf, sich dem Wettbewerb im Internet zu stellen und sich der Entwicklung neuer, innovativer Geschäfts- und Vermarktungsmodelle zu widmen.</blockquote>
<p>Ebenfalls freue ich mich, daß die JU sich sachlich pro Google StreetView äußert. Ein wohltuender Kontrapunkt zur teils populistischen Panikmache aus den Mutterparteien.</p>
<p>Im Bereich E-Government meldete ich mich zu Wort, da aus meiner Sicht die Thematik OpenData fehlte. Dies stieß allerdings auf den Widerstand von Dorothee Bär, die hier große Risiken sah, wenn die Politik nicht die Interpretationshoheit hätte (offengestanden zeigt diese Haltung, daß die mit modernen Medien zwingend einhergehenden Kontrollverluste noch nicht ganz internalisiert sind; mal ganz abgesehen davon, daß die Haltung konträr zur Ausrichtung auf Chancen neuer Medien ist). Aus meiner Sicht ist das Argument invalide, aber da offenbar im Raum sonst kaum jemand wußte, worüber gerade diskutiert wird, beließ ich es dabei. Nichtsdestotrotz denke ich schon, daß die JU gut daran täte, auch in dieser Thematik tätig zu werden, da sie große Chancen für Transparenz und Partizipation — und vielleicht auch neue Geschäftsmodelle — bietet. Wer weiß: Eventuell möchte ja jemand einen entsprechenden Antrag zum Deutschlandtag einbringen <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" />
Insgesamt hätte ich mir mehr und etwas tiefschürfendere Auseinandersetzung mit den Themen gewünscht. Auch hatte ich noch einige Punkte auf der Liste, die ich gern eingebracht hätte (statt Diskussion um Internetminister die Forderung nach gleichrangiger Behandlung der Thematiken im Bundestag; insbesondere aber meine Lieblingsthematik: Revision des Datenschutzrechts vor dem Hintergrund schwarmbasierter Aggregations- und Auswertungsmöglichkeiten usw.). Aber dazu war weder zeitlich Raum noch genügend Internetexperten anwesend.</p>
<p>Man muß davon ausgehen, daß der Beschluß insgesamt als sehr zaghaft empfunden wird (so z. B. die erste Reaktion von <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/junge-union-macht-jetzt-auch-netzpolitik/">netzpolitik.org: Junge Union macht jetzt auch Netzpolitik</a>). Allerdings läßt dies außer Acht, daß den Netzaffinen in der Union daran gelegen ist, die Mutterparteien lieber langsam aber nachhaltig umzusteuern, statt durch zu ambitionierte Zielvorstellungen der Sache einen Bärendienst zu erweisen. Daher ist der Beschluß meines Erachtens eine sehr gute Grundlage und eine wichtige Weichenstellung für die netzpolitische Debatte innerhalb der Union aber auch darüber hinaus. Luft nach oben ist bei so komplexen Materien ohnehin immer. Ich hoffe, daß die JU auf diesem Fundament aufbaut, einige der Themenbereiche noch intensiver aufarbeitet und damit Schritt für Schritt die Union auf einen zukunftsweisenderen Weg bringt. Ich freue mich, daß ich Anregungen in die Debatte einbringen konnte und werde mich — so man mich läßt <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> — mit vielen netzpolitisch Gleichgesinnten in der Union weiter in die Diskussion einbringen.</p> 
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Es diskutierten Dr. Alexander Görlach von The European, der über Skype hinzugeschaltete Medienpsychologe Prof. Dr. Jo Groebel (Direktor des Deutschen Digital-Institus Berlin), Dr. Stefan Hennewig (Leiter Bereich Internes Management im Konrad-Adenauer-Haus) unter der Moderation durch die stellvertretende JU-Bundesvorsitzende Dorothee Bär insbesondere über die durch soziale Netzwerke entstehenden Effekte und Herausforderungen und deren Bedeutung für die politische Arbeit.</p>  <p>Aus meiner Sicht wurden hier viele Selbstverständlichkeiten diskutiert — aber vermutlich bin ich zu sehr in den Untiefen von Social Media aktiv <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png\" alt=\":-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /> Für viele Zuhörer dürften jedenfalls die Ausführungen von Jo Groebel hinsichtlich Authentizität, Mehrwert und Personalisierung gewesen sein und die Aufforderung, den „Multilog“ selbst zu praktizieren. Auch der Aufruf von Alexander Görlach, das Netz bejahend zu umarmen, um dort geistige Führerschaft übernehmen zu können war interessant, wie auch der Hinweis, daß Netzkenntnisse essentiell seien und die Netzgemeinde zu recht von der Politik fordert, daß diese wirklich das Netz versteht und worum es bei den Debatten geht. Man darf hoffen, daß die Angesprochenen sich dies zu Herzen nehmen.</p>  <p>Danach ging es in die Diskussion des Papiers. Etwas schade fand ich, daß es dazu keine Generaldebatte gab. Stattdessen stieg man direkt in die einzelnen Kapitel ein. Dadurch war es leider kaum möglich, ein paar Grundlegende Aspekte in die Diskussion einzubringen, die vielleicht auch bei denjenigen unter den Delegierten, die keine spezielle Netzkenntnisse haben und sich weniger mit der abstrakten Entwicklungsperspektive beschäftigen ein paar Aha-Effekte erzeugt hätten. Vermutlich war es aber auch aufgrund der ambitionierten Zeitplanung nicht anders möglich. Dennoch hätte ich mir gewünscht, daß als Nebeneffekt der Debatte auch allgemeine Fortbildung und Aufklärung entsanden wäre (so wie dies ja beispielsweise ein erwünschter Nebeneffekt der Enquête-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestages ist).</p>  <p>Der unter der Ägide von Henrik Bröckelmann (<a href=\"http://twitter.com/HenrikMSL\">@HenrikMSL</a>) entstandene Antrag stellt besonders auf die Chancen des Netzes ab, ohne sich den Herausforderungen und Problemen zu verschließen. Dabei wird auch nicht mit der berechtigten Kritik an den Mutterparteien gespart, daß diese primär die Risiken im Auge habe und dadurch in der öffentlichen Wahrnehmung nicht gerade für eine moderne Netzpolitik stünde. Gelobt wird, daß die Internet-Enquête auf Initiative der Union zustande kam und die Bundesregierung offenbar auf dem Weg der Besserung ist (siehe die E-Konsultationen der BMI und die Entwicklung einer Strategie zur digitalen Zukunft). Die JU bekennt sich zum Primat von Freiheit und Verantwortung im Netz und will, daß der Staat so wenig wie möglich eingreifen soll (und wenn, dann primär international, transparent und demokratisch legitimiert).</p>  <blockquote>Das Internet ist das freiheitlichste Kommunikations- und Informationsmedium der Welt. Zur Freiheit gehört aber auch immer die Verantwortung für sich und für andere. Eine moderne Netzpolitik muss daher Freiheit mit Verantwortung verbinden. Der Staat sollte dabei grundsätzlich so wenig wie möglich eingreifen, zumal seine Befugnisse im World Wide Web an Grenzen stoßen. Soweit internationale Einrichtungen mit netzweiten Regulierungsbefugnissen notwendig sind, muss deren Arbeit transparent und demokratisch legitimiert sein.</blockquote>  <p>Ein Schwerpunkt soll dabei die Verhinderung von digitaler Spaltung, sowohl technisch als auch sozial sein. Mit Blick auf die Breitbandstrategie wies ich unter Hinweis auf die Bandbreitenentwicklungen in anderen Ländern nachdrücklich darauf hin, daß wir aufpassen müssen, nicht ins Hintertreffen zu kommen und den Anschluß zu verlieren. Insbesondere muß aus sich aus meiner Sicht ein klar dynamisierter Bandbreitenbegriff durchsetzen, quasi ein Bandbreiteninflationsausgleich. Denn bisher scheint doch die Attitüde vorzuherrschen, daß mit 1 Mbit alles gut wäre, statt zu begreifen, daß ganz andere Bandbreiten heute als Basisinfrastruktur erforderlich sind. Gerade da die allgemeine Diskussion sich gewissermaßen zu einem Grundrecht auf Netzzugang entwickelt (was ich sehr begrüße), muß eben klar sein, daß dieser mit einer angemessene Geschwindigkeit verfügbar ist. Dem Staat muß klar werden, daß ein solcher Zugang immer mehr zum entscheidenen Zukunftsparameter werden wird. Ich will nicht gleich so weit gehen zu fordern, daß der Staat den Zugang selbst zur Verfügung stellt (wie z. B. unsere Straßen), aber wir müssen uns schon Gedanken machen, wie wir hier weitere, nachhaltige und vor allem stetige Verbesserungen ermöglichen.</p>  <blockquote>Die Politik muss zusammen mit der Wirtschaft dafür sorgen, dass Unternehmen und privaten Nutzern sowohl in Ballungsräumen als auch im ländlichen Raum eine moderne Netzinfrastruktur zur Verfügung steht.</blockquote>  <p>Was die Maßnahmen gegen soziale digitale Spaltung angeht, schlug ich vor, daß die JU hier auch mit gutem Beispiel selbst vorangehen solle, indem sie ihre flächendeckende Organisation vor Ort nutzt, um z. B. Internetkurse für Senioren u.ä. anzubieten. Ich freue mich, daß die JU diese „Selbstverpflichtung“ beschlossen hat <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png\" alt=\";-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /></p>  <p>Ein größerer Diskussionspunkt war die Forderung nach einem eigenen Schulfach „Medienkunde“ um die Medienkompetenz zu verbessern. Mir ist es offengestanden fast egal, ob hier ein Schulfach eingerichtet wird, die Thematik im Informatikunterricht eingebettet (sofern dieser nicht angeboten wird, müßte dieser dann aber gegeben werden) oder interdisziplinär in die Lehrpläne integriert wird. Vermutlich wäre die Vermittlung entsprechender Kompetenzen in einem eigenen Fach besser gewährleistet. Im Ergebnis wurde ein entsprechender Modellversuch beschlossen. Klassicher Politik-Kompromiß sozusagen…</p>  <p>Sehr positiv finde ich, daß die JU sich in dem Beschluß erneut klar gegen ein Leistungsschutzrecht für Verlage ausspricht und damit einen Beschluß des Deutschlandtages 2009 untermauert. Allerdings erlaubte ich mir, hier deutlich zu kritisieren, daß die JU sich bisher trotz des Deutschlandtagsbeschlusses nicht geäußert hat und einzufordern, daß die JU diese Beschlußlage auch angesichts der aktuellen Diskussionen durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit in die politische Diskussion einbringen müsse. JU-Bundesvorsitzender Philipp Mißfelder sagte dies zu. Ich warte also gespannt auf Aktivität in diesem Bereich.</p>  <blockquote>Wir sprechen uns gegen die Einführung eines speziellen Urheber-und Leistungsschutzrechts für Verlage aus. 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Auch hatte ich noch einige Punkte auf der Liste, die ich gern eingebracht hätte (statt Diskussion um Internetminister die Forderung nach gleichrangiger Behandlung der Thematiken im Bundestag; insbesondere aber meine Lieblingsthematik: Revision des Datenschutzrechts vor dem Hintergrund schwarmbasierter Aggregations- und Auswertungsmöglichkeiten usw.). Aber dazu war weder zeitlich Raum noch genügend Internetexperten anwesend.</p>  <p>Man muß davon ausgehen, daß der Beschluß insgesamt als sehr zaghaft empfunden wird (so z. B. die erste Reaktion von <a href=\"http://www.netzpolitik.org/2010/junge-union-macht-jetzt-auch-netzpolitik/\">netzpolitik.org: Junge Union macht jetzt auch Netzpolitik</a>). Allerdings läßt dies außer Acht, daß den Netzaffinen in der Union daran gelegen ist, die Mutterparteien lieber langsam aber nachhaltig umzusteuern, statt durch zu ambitionierte Zielvorstellungen der Sache einen Bärendienst zu erweisen. Daher ist der Beschluß meines Erachtens eine sehr gute Grundlage und eine wichtige Weichenstellung für die netzpolitische Debatte innerhalb der Union aber auch darüber hinaus. Luft nach oben ist bei so komplexen Materien ohnehin immer. Ich hoffe, daß die JU auf diesem Fundament aufbaut, einige der Themenbereiche noch intensiver aufarbeitet und damit Schritt für Schritt die Union auf einen zukunftsweisenderen Weg bringt. Ich freue mich, daß ich Anregungen in die Debatte einbringen konnte und werde mich — so man mich läßt <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png\" alt=\";-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /> — mit vielen netzpolitisch Gleichgesinnten in der Union weiter in die Diskussion einbringen.</p> ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-15T13:49:46Z</published>
        <updated>2010-07-23T09:56:25Z</updated>
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                <p>Ich habe mir überlegt, gelegentlich ein paar (gar nicht zwingend brandaktuelle) Dinge zu posten, die vielleicht in die Kategorie Inspiration/Serendipität fallen. Ein schönes Fundstück, das schon seit Jahren großformatig ausgedruckt an meiner Bürowand hängt, ist <a href="http://blog.whatfettle.com/2007/10/31/the_web_is_agreement/">&#8220;The Web is Agreement&#8221;</a> von <a href="http://blog.whatfettle.com/">Paul Downey</a>. Wenn man es in Ruhe betrachtet, wird es zum Quell freier Assoziationsströme. Bei jedem Betrachten eröffnen sich neue Perspektiven. Schaut selbst (unbedingt auch die <a href="http://www.flickr.com/photos/psd/1805709102/">flickr-Version mit Tag-Map</a> anschauen; weitere Links dazu auf <a href="http://thewebisagreement.com/">thewebisagreement.com</a>; Material ist <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">CC</a>):</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://www.flickr.com/photos/psd/1805709102/"><img width="365" height="500"  src="http://blog.stecki.de/uploads/the-web-is-agreement.jpg"  alt="" /></a></p> 
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        <author>
            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-16T08:27:19Z</published>
        <updated>2010-07-23T09:56:12Z</updated>
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        <title type="html">Zur Breitband-Bedarfsanalyse des Amtes Bargteheide-Land</title>
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                <p>Soeben erfuhr ich bei der Lektüre der Stormarn-Beilage des Hamburger Abendblatts: <a href="http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article1569441/Bargteheide-Land-will-wissen-wie-langsam-das-Internet-wirklich-ist.html">Bargteheide-Land will wissen, wie langsam das Internet wirklich ist — Amt hat E.on Hanse beauftragt, eine Analyse zu erstellen</a> (<a href="http://ff2.me/bfz">Paywall durch First-Click-Free via Googe-Suche umgehen</a>).</p>
<blockqoute cite="http://www.abendblatt.de/region/stormarn/article1569441/Bargteheide-Land-will-wissen-wie-langsam-das-Internet-wirklich-ist.html">Das Amt reagiert nun auf die Unzufriedenheit der Bürger und die vielen Anfragen nach einer besseren Internetversorgung. Die Verwaltung hat den Strom- und Erdgasversorger E.on Hanse mit der Erstellung einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Das Unternehmen wird prüfen, wie noch bestehende Lücken bei der Internetversorgung im gesamten Amtsgebiet geschlossen werden können.</blockquote>
<p>Dazu gibt es zum einen folgenden <a href="http://www.bargteheide-land.eu/wwwpub/files/breitband/umfrage_bedarfsanalyse_internet.pdf">Fragebogen</a>, den Bürger/Unternehmen bis zum 27.08.2010 absenden können; ferner sollen die Bürgermeister Auskunft hinsichtlich gemeindespezifischer Bandbreiten-Anforderungen (beispielsweise bzgl. Gewerbegebieten) geben und es werden 30 Internet-Diensleister befragt.</p>
<iframe src="http://docs.google.com/viewer?url=http%3A%2F%2Fblog.stecki.de%2Fuploads%2Fumfrage_bedarfsanalyse_internet.pdf&embedded=true" width="400" height="560" style="border: none;"></iframe>
<p>Ich möchte festhalten, daß ich in der Tat mit Blick auf technische digitale Spaltung zwischen Stadt und Land grundsätzlichen Optimierungsbedarf hinsichtlichtlich der Breitbandversorgung sehe und daher alle Maßnahmen, die zur Verbesserung der Situation geeignet sind, begrüße und unterstütze.</p>
<p>Etwas schade finde ich, daß ausgerechnet der Fragebogen qualitativ nicht das hergibt, was er könnte und meines Erachtens müßte. Folgende Aspekte fehlen aus meiner Sicht:</p>
<ul>
<li>Es fehlt die wichtige Frage, welchen Upstream-Bandbreite man hat und welchen man erwünscht/benötigt (Upstream ist zB für Webentwickler/Medienkleingewerbe kampfentscheidend, nicht Downstream).</li>
<li>Es fehlt die Frage, ob man eine feste IP braucht (ausgerechnet die teilweise ja vorhandenen schnellen Anbieter wie KabelDeutschland bieten das nicht; feste IPs sind aber für Unternehmen sehr wichtig).</li>
<li>Es wird zwar gefragt, welche Downstream-Bandbreite man hat; aber gerade bei Kabel-Kunden ist es so, daß aufgrund der technischen Rahmenbedingungen die nominelle Bandbreite und die reale teils stark voneinander abweichen (ich habe z.B. nominell 32 MBit/s Downstream und 2 MBit/s Upstream; aber der Anschluß erreicht faktisch aufgrund Bandbreitenteilung mit anderen nur ca. 8-1 down); würde ich also meine nominelle Bandbreite &#8220;&gt;16&#8221; ankreuzen, entspräche das nicht meiner faktischen Bandbreite.</li>
</ul>
<p>Unabhängig davon hoffe ich, daß der Bedarf nicht nur auf konkreten Fragebogenantworten basierend berechnet wird, da ich mir nicht sicher bin, ob alle Umfrageteilnehmer wirklich abschätzen können, wie sich die Bandbreitenerfordernisse in Zukunft entwickeln werden (siehe auch meine <a href="">Ausführungen zu Breitband im Bericht vom JU-Deutschlandrat</a>) bzw. wissen, was in unmittelbarer Nähe in Bargteheide bereits für Bandbreiten verfügbar sind oder werden usw.</p>


<p>Mich würden nun zum einen Infos von „Lesern auf dem Land“ <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> interessieren, wie vor Ort mit der Thematik umgegangen wird 
, zum anderen natürlich gern allgemeine Rückmeldungen zur Thematik. Ich bin gespannt.</p>
 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-07-17T13:55:10Z</published>
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                <p>Vor kurzem hatte ich folgenden Blog-Eintrag geschrieben: <a href="http://blog.stecki.de/archives/208-Was-fehlt-Qualitativ-ausdifferenziertes-Soziales-Meta-Netzwerk.html">Was fehlt: Qualitativ ausdifferenziertes Soziales Meta-Netzwerk</a>. Dank <a href="https://twitter.com/jensbest/status/18607893236">eines Tweets von Jens Best</a> wurde ich aufmerksam auf die Story <a herf="http://www.googlewatchblog.de/2010/07/10/google-me-mitarbeiter-enthuellt-erste-details/">Google Me: Mitarbeiter enthüllt erste Details</a>, in der auch die unten angezeigte ausführliche und sehr lesenswerte Präsentation <a href="http://www.slideshare.net/padday/the-real-life-social-network-v2">The Real Life Social Network v2</a> des Google-User-Experience-Researchers <a href="http://twitter.com/padday">Paul Adams</a> eingebettet war.</p>
<p>Die Präsentation ist sowohl für Profis als auch Neulinge im Bereich Sozialer Netzwerke m.E. Pflichtlektüre; sie geht auf Schwachstellen und Erfordernisse hinsichtlich  einer zeitgemäßeren Online-Repräsentation von persönlichen Netzwerkstrukturen ein und deutet an, wo die Fahrt hingehen könnte — auch wenn ich nach wie vor einige Aspekte zu wenig berücksichtigt finde (angefangen bei der Erforderlichkeit einer simplen Grundeinstellung, damit beispielsweise neu hinzugefügte Kontakte nicht per Default potentiell kompromittierende (möglicherweise Jahre) alte Einträge einsehen können bis hin zu halb- oder gar vollautomatischer Metrik hinsichtlich der Intensität und des Types einer Verbindung).</p>
<p>Da mich das Thema jedenfalls fasziniert, habe ich mir sicherheitshalber sofort auch das im August erscheinende Buch von Paul Adams <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0321719646?ie=UTF8&ref_=sr_1_6&s=books-intl-de&qid=1279215121&sr=1-6&linkCode=shr&camp=3206&creative=21426&tag=stecki">Social Circles: How Offline Relationships Influence Online Behavior and What It Means for Design and Marketing (Voices That Matter)</a> vorbestellt… <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<p>Als kleine Ergänzung empfehle ich von <a href="http://twitter.com/philipbanse">Philip Banse</a> in der heutigen Breitband-Sendung <a href="http://breitband.dradio.de/facebook-killer/">„Facebook-Killer? Spekulationen um Googles Social Network“</a> den <a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/07/17/drk_20100717_1442_991aa7de.mp3">Podcast „Besprechung: Google Me“</a>. Man darf — unabhängig von der Frage, ob/was Google in diesem Segment plant und umsetzen wird — auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein. Nach meiner Einschätzung droht Facebook mittelfristig (wenn es nicht die Kurve kriegt) am eigenen Erfolg zu scheitern, da die Wehklagen über schwierige Bedienbarkeit und intransparente Einstellungen zum Persönlichkeitsschutz zunenehmen, während gleichzeitig die Anforderungen an individuell präziserer Sichtbarkeitssteuerung von Daten angesichts stark steigender Nutzerzahlen immer komplexer und dringlicher werden und Facebook dieses Problem meines Erachtens nicht hinreichend ernst nimmt bzw. es nicht konsequent und schnell genug angeht. Schau’n mer mal…</p>
<div style="width:477px" id="__ss_4656436"><strong style="display:block;margin:12px 0 4px"><a href="http://www.slideshare.net/padday/the-real-life-social-network-v2" title="The Real Life Social Network v2">The Real Life Social Network v2</a></strong><object id="__sse4656436" width="477" height="510"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/doc_player.swf?doc=vtm2010-100701010846-phpapp01&rel=0&stripped_title=the-real-life-social-network-v2" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse4656436" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/doc_player.swf?doc=vtm2010-100701010846-phpapp01&rel=0&stripped_title=the-real-life-social-network-v2" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="477" height="510"></embed></object><div style="padding:5px 0 12px">View more <a href="http://www.slideshare.net/">documents</a> from <a href="http://www.slideshare.net/padday">Paul Adams</a>.</div></div> 
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var flattr_dsc = '<p>Vor kurzem hatte ich folgenden Blog-Eintrag geschrieben: <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/208-Was-fehlt-Qualitativ-ausdifferenziertes-Soziales-Meta-Netzwerk.html\">Was fehlt: Qualitativ ausdifferenziertes Soziales Meta-Netzwerk</a>. Dank <a href=\"https://twitter.com/jensbest/status/18607893236\">eines Tweets von Jens Best</a> wurde ich aufmerksam auf die Story <a herf=\"http://www.googlewatchblog.de/2010/07/10/google-me-mitarbeiter-enthuellt-erste-details/\">Google Me: Mitarbeiter enthüllt erste Details</a>, in der auch die unten angezeigte ausführliche und sehr lesenswerte Präsentation <a href=\"http://www.slideshare.net/padday/the-real-life-social-network-v2\">The Real Life Social Network v2</a> des Google-User-Experience-Researchers <a href=\"http://twitter.com/padday\">Paul Adams</a> eingebettet war.</p>  <p>Die Präsentation ist sowohl für Profis als auch Neulinge im Bereich Sozialer Netzwerke m.E. Pflichtlektüre; sie geht auf Schwachstellen und Erfordernisse hinsichtlich  einer zeitgemäßeren Online-Repräsentation von persönlichen Netzwerkstrukturen ein und deutet an, wo die Fahrt hingehen könnte — auch wenn ich nach wie vor einige Aspekte zu wenig berücksichtigt finde (angefangen bei der Erforderlichkeit einer simplen Grundeinstellung, damit beispielsweise neu hinzugefügte Kontakte nicht per Default potentiell kompromittierende (möglicherweise Jahre) alte Einträge einsehen können bis hin zu halb- oder gar vollautomatischer Metrik hinsichtlich der Intensität und des Types einer Verbindung).</p>  <p>Da mich das Thema jedenfalls fasziniert, habe ich mir sicherheitshalber sofort auch das im August erscheinende Buch von Paul Adams <a href=\"http://www.amazon.de/gp/product/0321719646?ie=UTF8&ref_=sr_1_6&s=books-intl-de&qid=1279215121&sr=1-6&linkCode=shr&camp=3206&creative=21426&tag=stecki\">Social Circles: How Offline Relationships Influence Online Behavior and What It Means for Design and Marketing (Voices That Matter)</a> vorbestellt… <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png\" alt=\":-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /></p>  <p>Als kleine Ergänzung empfehle ich von <a href=\"http://twitter.com/philipbanse\">Philip Banse</a> in der heutigen Breitband-Sendung <a href=\"http://breitband.dradio.de/facebook-killer/\">„Facebook-Killer? Spekulationen um Googles Social Network“</a> den <a href=\"http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/07/17/drk_20100717_1442_991aa7de.mp3\">Podcast „Besprechung: Google Me“</a>. Man darf — unabhängig von der Frage, ob/was Google in diesem Segment plant und umsetzen wird — auf die weiteren Entwicklungen gespannt sein. Nach meiner Einschätzung droht Facebook mittelfristig (wenn es nicht die Kurve kriegt) am eigenen Erfolg zu scheitern, da die Wehklagen über schwierige Bedienbarkeit und intransparente Einstellungen zum Persönlichkeitsschutz zunenehmen, während gleichzeitig die Anforderungen an individuell präziserer Sichtbarkeitssteuerung von Daten angesichts stark steigender Nutzerzahlen immer komplexer und dringlicher werden und Facebook dieses Problem meines Erachtens nicht hinreichend ernst nimmt bzw. es nicht konsequent und schnell genug angeht. Schau’n mer mal…</p>  <div style=\"width:477px\" id=\"__ss_4656436\"><strong style=\"display:block;margin:12px 0 4px\"><a href=\"http://www.slideshare.net/padday/the-real-life-social-network-v2\" title=\"The Real Life Social Network v2\">The Real Life Social Network v2</a></strong><object id=\"__sse4656436\" width=\"477\" height=\"510\"><param name=\"movie\" value=\"http://static.slidesharecdn.com/swf/doc_player.swf?doc=vtm2010-100701010846-phpapp01&rel=0&stripped_title=the-real-life-social-network-v2\" /><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"/><param name=\"allowScriptAccess\" value=\"always\"/><embed name=\"__sse4656436\" src=\"http://static.slidesharecdn.com/swf/doc_player.swf?doc=vtm2010-100701010846-phpapp01&rel=0&stripped_title=the-real-life-social-network-v2\" type=\"application/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"477\" height=\"510\"></embed></object><div style=\"padding:5px 0 12px\">View more <a href=\"http://www.slideshare.net/\">documents</a> from <a href=\"http://www.slideshare.net/padday\">Paul Adams</a>.</div></div> ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-07-08T06:00:00Z</published>
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                <p><a href="http://www.petertauber.de">Peter Tauber</a> (Bundestagsabgeordneter der CDU und Mitglied der <a href="http://www.internetenquete.de">Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft</a>) hat beim <a href="">http://www.massenpublikum.de</a> einen sehr lesenswerten Gast-Beitrag verfaßt: <a href="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1525">„Demokratie 2.0 — Deine Meinung zählt“</a> (crossgepostet im <a href="http://petertauber.wordpress.com/2010/07/12/demokratie-2-0-%E2%80%93-deine-meinung-zahlt/">Blog von Peter Tauber</a>). Hier nur ein paar Auszüge:</p>
<blockquote cite="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1525">“Die Frage in einem solchen Fall ist:  Ist das nicht einfach noch eine zusätzliche Belastung für mich als Abgeordneten? Habe ich die Zeit, mich solchen Diskussionen noch zu stellen? Ich bin der Meinung: Diese Zeit muss man sich nehmen! Das ist eine der zentralen Aufgaben eines Abgeordneten. Ziel einer solchen Debatte muss dabei nicht zwangsläufig sein, dass man sich die Meinung derjenigen  zu eigen macht, die da etwas posten. Die eingefangenen Meinungen sind nicht repräsentativ, manchmal polemisch und unsachlich. Aber es sind die Meinungen der Menschen, die sich Zeit für Politik nehmen. Darüber sollte sich ein Politiker erst einmal „tierisch“ freuen. Mir ging es am Ende dieser Debatte vor allem um eins: Ich wollte für alle, die es interessiert, transparent nachvollziehbar veranschaulichen, wie ich zu meiner Meinung und meinem Abstimmungsverhalten gekommen bin. Und ich behaupte, dass dies der entscheidende Punkt ist, der die Debattenteilnehmer interessiert.“</blockquote>
<p>Diese Sichtweise spricht mir aus dem Herzen: Niemand hat etwas davon, wenn nach dem Mund geredet (bzw. Politik nach demoskopischem Orakel und vermuteten Mehrheiten ausgerichtet wird). Entscheidend ist, daß man transparent macht, mit bestem Wissen und Gewissen sachkundig abgewogen zu haben und seine Entscheidungskriterien und Prioritäten erklärt. Das ist wahrhaftige Politik, die glaubwürdig ist und auch Menschen mit konträren Meinungen Respekt abnötigt.</p>
<blockquote cite="http://www.massenpublikum.de/blog/?p=1525">„Ganz besonders oft hat man als Bundestagsabgeordneter Besuch von Schulklassen aus dem eigenen Wahlkreis. Anders als bei Gruppen von erwachsenen Besuchern fragen die Schülerinnen und Schüler offen und direkt. Sie sagen, wenn sie etwas nicht verstehen und nehmen kein Blatt vor den Mund. Ich denke dann immer, dass es eine tolle Sache wäre, wenn man den erkennbaren Enthusiasmus junger Leute für Demokratie und Politik wachhalten könnte. Schließlich braucht unser Land Menschen, die sich in erster Linie für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung begeistern und dann in zweiter Linie erkennen, dass es eben Menschen braucht, die in einer Demokratie  Verantwortung als Politiker (zumindest zeitweise) übernehmen. Je schlechter man über Politiker redet, je weniger man bereit ist, sich einzubringen, desto schlechter wird aus meiner Sicht auch die Qualität der Politiker.“</blockquote>
<p>Diesen Blogbeitrag sollten sich einige Politik mal als Startseite bookmarken, äh, ich meine ausdrucken und an die Bürotür tackern lassen!</p>


<hr />
<p>Ich will ja nicht zu Schneckenpostsubventionen aufrufen, aber vielleicht sollte man den Blogbeitrag seinem MdB im Rahmen des Servicegedanken ausdrucken und kohlenstoffmäßig mailen? <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-07-06T18:47:21Z</published>
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        <title type="html">Gesichtserkennung: Normen vs. normative Kraft des Faktischen</title>
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                <p>Unter der Überschrift <a href="http://www.johanvonhuelsen.de/blog/wordpress/2010/07/06/gesichtserkennung-machen-was-machbar-ist/">„Gesichtserkennung: Machen, was machbar ist?“</a> fragt <a href="http://twitter.com/Johanstormarn" title="Johan von Hülsen">@Johanstormarn</a>:</p>
<blockquote cite="http://www.johanvonhuelsen.de/blog/wordpress/2010/07/06/gesichtserkennung-machen-was-machbar-ist/">„Datenschutz ist ein wichtiges Thema, aber es ist absehbar, dass die Macht des Möglichen den Datenschutz in der heutigen Form außer Kraft setzen wird. Wenn also die normative Kraft des Faktischen zuschlagen wird, warum dann nicht heute schon den Nutzen nutzen?“</blockquote>
<p>Dieselbe Frage habe ich mir auch schon gestellt (siehe in diesem Zusammenhang <a href="http://blog.stecki.de/archives/205-Laecherliche-Lex-Google-OpenLiveStreetView3D-wird-kommen.html">Lächerliche Lex Google: OpenLiveStreetView3D wird kommen</a> und <a href="http://blog.stecki.de/archives/207-Lasst-uns-ueber-die-wirklichen-Probleme-reden.html">Laßt uns über die wirklichen Probleme reden…</a>).</p>
<p>Hinsichtlich der Frage, warum Google zwar (selbstverständlich) technisch über hochwertige Bilderkennungstechnologie verfügt, diese Endnutzern auch via Picasa verfügbar macht, sie aber bei Diensten wie Google Goggles bewußt unter Hinweis auf Datenschutzproblematiken nicht aktiviert, vermute ich, daß insb. Google nach den Erfahrungen mit zunehmender Problematisierung seiner (All)macht (Krake, Analytics, StreetView, unameit) neue Funktionalitäten vermutlich nicht mehr ganz so blauäugig-naiv-technobegeistert aktiviert, weil es weiter am “don’t be evil”-Slogan zehren würde. Sprich: Google verzichtet derzeit schlicht darauf, sich noch intensiver ins Visier von Datenschützern und Politik zu befördern.</p>
<p>Aber natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Google Gesichtserkennung im großen Stil implementieren wird. Ohnehin sollte man klar und deutlich sagen: Professionelle Gesichtserkennung ist jetzt ja schon für <i>jeden</i> machbar. Zum einen kann man mit Picasa sein eigenes Bildarchiv in kürzester Zeit scannen lassen; zum anderen wird aber niemand davon abgehalten, beispielsweise gezielt Websites, Feeds oder seinen Social Graph (bzw. darüber zugängliche Alben) automatisiert auszulesen und erkennen zu lassen — entweder durch Nutzung einer lokalen Picasa-Software quasi als Proxy (was angesichts der simplen Datenhaltung in picasa.ini-Dateien trivial ist) oder durch Nutzung von APIs wie der von <a href="http://developers.face.com/">face.com</a>.</p>
<p>Wir sind also ohnehin auch hier an einem Punkt, wo schon jedem Einzelnen ganz erhebliche technologische (und kostenlose oder zumindest relativ extrem billige) Möglichkeiten zur Verfügung stehen (Möglichkeiten von denen Polizeien, Geheimdienste &amp; Co vor ein paar Jahren noch geträumt haben). Und wenn es ohnehin jeder, also nicht nur Big Player, im großen Stil machen kann, stellt sich eben die Frage, was andere davon noch abhält und warum man sich nicht (fatalistisch?) dem Unausweichlichen ergibt.</p>
<p>Und der nächste Schritt ist ja auch absehbar: Es wird (falls es das nicht sogar schon gibt) sich ein Datenaustauschformat für Gesichts-/Personencharakteristika (denn bei reiner Gesichtserkennung wird es nicht bleiben: Mit mehr verfügbaren Daten (also Bild-/Video-/Tonmaterial sowie Zusatzinformationen (Social Graph, Lebenslauf-Daten aus Profilen, persönliche Routinen (Geo-Infos)) die die statistischen Erkennungswahrscheinlichkeiten verbessern) werden immer mehr Erkennungsmöglichkeiten kommen) etablieren, quasi <b>Personenfingerprinting</b>. In einer kleinen XML- oder JSON-Datei wird dann kompakt die mathematische Kodifizierung der Erkennungsparameter einer Person sein (so wie die biometrischen Merkmale eines Ausweises).</p>
<p>Wir landen also immer wieder bei einer Fragestellung: Wie gehen wir damit um, daß heutzutage Individuen Möglichkeiten haben, die früher weder technisch, noch kapazitativ oder finanziell selbst von Staaten nicht umgesetzt werden konnten? Wie soll ein deutsches Datenschutzrecht, daß primär auf Unternehmen und logischerweise auf nationale Regulierung zugeschnitten ist, auch nur ansatzweise noch wirksam sein können? Wie klar sind sich Politik und Gesellschaft in der Breite dieser Problematik bewußt?</p>
<p>Es mag zwar unbefriedigender <i>Kontrollverlust</i> für alle Beteiligten sein, aber ich <del>fürchte</del>vermute ähnlich wie Johan, daß die normative Kraft des Faktischen den Großteil der Diskussion schnell verobsoletieren wird. Ich sehe kaum ernsthaft umsetzbare Vorschriften, die die sich exponentiell beschleunigende Entwicklung in den Griff bekommen könnten, da der systemimmanente Gesetzeslag und die sich zwangsläufig ergebenden Vollzugsdefizite stetig größer und nicht kleiner werden werden.</p>
<p>Mein Leitmotto in diesem Zusammenhang ist:</p>
<blockquote>„Herr, gib mir Gelassenheit,<br />Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,<br /> den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,<br />und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“</blockquote>
<p>Ich für meinen Teil werde versuchen, zu akzeptieren, daß bestimmte Entwicklungen kommen werden. Und ich werde diese dann nicht sinnlos verzögern wollen, sondern stattdessen die sich daraus ergebenden Chancen nutzen und helfen, die entstehende Risiken zu minimieren. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, diesen Wandel positiv mitzugestalten, der Technophobie keinen Vorschub zu leisten, sich den Herausforderungen mit positiver Grundhaltung zu stellen. Wir werden nicht drumherumkommen!</p>
<hr />
<p>Nachtrag: Siehe auch <a href="http://netzwertig.com/2010/07/06/technischer-fortschritt-heisses-eisen-gesichtserkennung/">Netzwertig: Technischer Fortschritt - heißes Eisen Gesichtserkennung</a>.</p> 
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var flattr_dsc = '<p>Unter der Überschrift <a href=\"http://www.johanvonhuelsen.de/blog/wordpress/2010/07/06/gesichtserkennung-machen-was-machbar-ist/\">„Gesichtserkennung: Machen, was machbar ist?“</a> fragt <a href=\"http://twitter.com/Johanstormarn\" title=\"Johan von Hülsen\">@Johanstormarn</a>:</p>  <blockquote cite=\"http://www.johanvonhuelsen.de/blog/wordpress/2010/07/06/gesichtserkennung-machen-was-machbar-ist/\">„Datenschutz ist ein wichtiges Thema, aber es ist absehbar, dass die Macht des Möglichen den Datenschutz in der heutigen Form außer Kraft setzen wird. Wenn also die normative Kraft des Faktischen zuschlagen wird, warum dann nicht heute schon den Nutzen nutzen?“</blockquote>  <p>Dieselbe Frage habe ich mir auch schon gestellt (siehe in diesem Zusammenhang <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/205-Laecherliche-Lex-Google-OpenLiveStreetView3D-wird-kommen.html\">Lächerliche Lex Google: OpenLiveStreetView3D wird kommen</a> und <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/207-Lasst-uns-ueber-die-wirklichen-Probleme-reden.html\">Laßt uns über die wirklichen Probleme reden…</a>).</p>  <p>Hinsichtlich der Frage, warum Google zwar (selbstverständlich) technisch über hochwertige Bilderkennungstechnologie verfügt, diese Endnutzern auch via Picasa verfügbar macht, sie aber bei Diensten wie Google Goggles bewußt unter Hinweis auf Datenschutzproblematiken nicht aktiviert, vermute ich, daß insb. Google nach den Erfahrungen mit zunehmender Problematisierung seiner (All)macht (Krake, Analytics, StreetView, unameit) neue Funktionalitäten vermutlich nicht mehr ganz so blauäugig-naiv-technobegeistert aktiviert, weil es weiter am “don’t be evil”-Slogan zehren würde. Sprich: Google verzichtet derzeit schlicht darauf, sich noch intensiver ins Visier von Datenschützern und Politik zu befördern.</p>  <p>Aber natürlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis Google Gesichtserkennung im großen Stil implementieren wird. Ohnehin sollte man klar und deutlich sagen: Professionelle Gesichtserkennung ist jetzt ja schon für <i>jeden</i> machbar. Zum einen kann man mit Picasa sein eigenes Bildarchiv in kürzester Zeit scannen lassen; zum anderen wird aber niemand davon abgehalten, beispielsweise gezielt Websites, Feeds oder seinen Social Graph (bzw. darüber zugängliche Alben) automatisiert auszulesen und erkennen zu lassen — entweder durch Nutzung einer lokalen Picasa-Software quasi als Proxy (was angesichts der simplen Datenhaltung in picasa.ini-Dateien trivial ist) oder durch Nutzung von APIs wie der von <a href=\"http://developers.face.com/\">face.com</a>.</p>  <p>Wir sind also ohnehin auch hier an einem Punkt, wo schon jedem Einzelnen ganz erhebliche technologische (und kostenlose oder zumindest relativ extrem billige) Möglichkeiten zur Verfügung stehen (Möglichkeiten von denen Polizeien, Geheimdienste &amp; Co vor ein paar Jahren noch geträumt haben). Und wenn es ohnehin jeder, also nicht nur Big Player, im großen Stil machen kann, stellt sich eben die Frage, was andere davon noch abhält und warum man sich nicht (fatalistisch?) dem Unausweichlichen ergibt.</p>  <p>Und der nächste Schritt ist ja auch absehbar: Es wird (falls es das nicht sogar schon gibt) sich ein Datenaustauschformat für Gesichts-/Personencharakteristika (denn bei reiner Gesichtserkennung wird es nicht bleiben: Mit mehr verfügbaren Daten (also Bild-/Video-/Tonmaterial sowie Zusatzinformationen (Social Graph, Lebenslauf-Daten aus Profilen, persönliche Routinen (Geo-Infos)) die die statistischen Erkennungswahrscheinlichkeiten verbessern) werden immer mehr Erkennungsmöglichkeiten kommen) etablieren, quasi <b>Personenfingerprinting</b>. In einer kleinen XML- oder JSON-Datei wird dann kompakt die mathematische Kodifizierung der Erkennungsparameter einer Person sein (so wie die biometrischen Merkmale eines Ausweises).</p>  <p>Wir landen also immer wieder bei einer Fragestellung: Wie gehen wir damit um, daß heutzutage Individuen Möglichkeiten haben, die früher weder technisch, noch kapazitativ oder finanziell selbst von Staaten nicht umgesetzt werden konnten? Wie soll ein deutsches Datenschutzrecht, daß primär auf Unternehmen und logischerweise auf nationale Regulierung zugeschnitten ist, auch nur ansatzweise noch wirksam sein können? Wie klar sind sich Politik und Gesellschaft in der Breite dieser Problematik bewußt?</p>  <p>Es mag zwar unbefriedigender <i>Kontrollverlust</i> für alle Beteiligten sein, aber ich <del>fürchte</del>vermute ähnlich wie Johan, daß die normative Kraft des Faktischen den Großteil der Diskussion schnell verobsoletieren wird. Ich sehe kaum ernsthaft umsetzbare Vorschriften, die die sich exponentiell beschleunigende Entwicklung in den Griff bekommen könnten, da der systemimmanente Gesetzeslag und die sich zwangsläufig ergebenden Vollzugsdefizite stetig größer und nicht kleiner werden werden.</p>  <p>Mein Leitmotto in diesem Zusammenhang ist:</p>  <blockquote>„Herr, gib mir Gelassenheit,<br />Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,<br /> den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,<br />und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“</blockquote>  <p>Ich für meinen Teil werde versuchen, zu akzeptieren, daß bestimmte Entwicklungen kommen werden. Und ich werde diese dann nicht sinnlos verzögern wollen, sondern stattdessen die sich daraus ergebenden Chancen nutzen und helfen, die entstehende Risiken zu minimieren. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe, diesen Wandel positiv mitzugestalten, der Technophobie keinen Vorschub zu leisten, sich den Herausforderungen mit positiver Grundhaltung zu stellen. Wir werden nicht drumherumkommen!</p>  <hr />  <p>Nachtrag: Siehe auch <a href=\"http://netzwertig.com/2010/07/06/technischer-fortschritt-heisses-eisen-gesichtserkennung/\">Netzwertig: Technischer Fortschritt - heißes Eisen Gesichtserkennung</a>.</p> ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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                <p>Ich muß zugegen: Manchmal — also wirklich nur gaaanz gelegentlich — geht der Geek in mir mit mir durch. Letztens war mir das mal wieder passiert. Daß ich LEGO®-Fan bin, muß ich vermutlich angesichts einiger Blog-Beiträge nicht mehr extra betonen <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> (siehe <a href="http://blog.stecki.de/archives/199-Brick-Bauklotz-Baumeister-Steckilego.html">Brick-Bauklotz-Baumeister Stecki@lego</a>, <a href="http://blog.stecki.de/archives/158-Steckbausteine,-virtuell-reloaded.html">Steckbausteine, virtuell reloaded</a> und <a href="http://blog.stecki.de/archives/155-Oberschlau-Kelloggs-praesentiert-essbare-Lego-Steine.html">Oberschlau: Kelloggs präsentiert essbare Lego-Steine</a>). Als ich dann beim Surfen in den <a href="http://shop.lego.com/ByTheme/Leaf.aspx?cn=245&d=100">LEGO® Exclusives</a> auf das <a href="http://shop.lego.com/Product/?p=10213">Shuttle Adventure</a> (ein Modell des Space Shuttle aus 1.204 Steinen) stieß, war es mal wieder um mich geschehen. Als <a href="http://vip.lego.com">LEO® VIP-Mitglied</a> (hier das <a href="http://twitpic.com/21qsqb">Beweisfoto</a>) hat es dann quasi vollautomatisch <i>klick</i> gemacht, und das Ding war bestellt.</p>
<p style="text-align:center;">
<a title="http://shop.lego.com/Product/AssetPopup.aspx?p=10213&AssetType=49&s_button=moreViews" id="s9yisp85"></a><a class="serendipity_image_link"  href='http://blog.stecki.de/serendipity_admin_image_selector.php?serendipity[step]=showItem&amp;serendipity[image]=85' id="s9yisphref85" onclick="javascript:this.href = this.href + '&amp;serendipity[from]=' + self.location.href;"><img  width="420" height="263"  src="http://cache.lego.com/images/shop/prod/10213-2057-xx-12-1.jpg"  alt="" /></a></p>
<p>Als kleine Driengabe konnte man im Shop eine <a href="http://shop.lego.com/Product/?p=2855028">limitierte kostenlose Promo-Figur “Spaceman Minifigure Magnet”</a> hinzufügen.</p>
<p style="text-align:center">
<a title="http://shop.lego.com/Product/AssetPopup.aspx?p=2855028&AssetType=49&s_button=moreViews" id="s9yisp84"></a><a class="serendipity_image_link"  href='http://blog.stecki.de/serendipity_admin_image_selector.php?serendipity[step]=showItem&amp;serendipity[image]=84' id="s9yisphref84" onclick="javascript:this.href = this.href + '&amp;serendipity[from]=' + self.location.href;"><img width="420" height="263"  src="http://cache.lego.com/images/shop/prod/2855028-0000-xx-12-1.jpg"  alt="" /></a></p>
<p>Daß das Shuttle nicht sofort lieferbar war, war mir klar. Weniger klar war mir, daß die Minifigur offenbar sofort lieferbar war und Lego meinte, diese nun zwingend sofort liefern zu müssen. Da das für mich keine zusätzlichen Lieferkosten bedeutete, war es mir letztlich egal, ob die Lieferung nun zweigeteilt wurde. Denn mir ging es ja ums Shuttle. Was mich aber dann doch überrascht hat, war die Größe des gelieferten Kartons. Schaut selbst:</p>
<p style="text-align:center">
<a class="serendipity_image_link"  href='http://blog.stecki.de/uploads/lego-minifig.jpg' onclick="F1 = window.open('/uploads/lego-minifig.jpg','Zoom','height=613,width=815,top=421,left=880,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><img width="150" height="112"  src="http://blog.stecki.de/uploads/lego-minifig.serendipityThumb.jpg"  alt="" /></a></p>
<p>Diese niedliche, süße, kleine Minifigur kam also in einem Paket satter Größenordnung voller … Luft! Direkt verloren wie im großen dunklen weiten Weltenraum muß sich die Astronauten-Figur in dem Paket vorgekommen sein. Ich habe mal nachgemessen: Das Paket mißt innen ca. 30㎝ &times; 20㎝ &times 8㎝ = 4.800㎤ — wohingegen die Figur selbst nur 3㎝ &times; 1,5㎝ &times; 6㎝ = 27㎤ mißt. Man hätte in dem Karton also (ohne die Figur in Einzelteile zu zerlegen, um den Platz noch besser ausnutzen zu können) rund <b>175 Figuren</b> unterbringen können. Ich kann ja verstehen, daß man nicht für alle Produkte optimale Verpackungsgrößen und Versandmethoden hat; aber das Ding hätte man eigentlich sogar in einen Briefumschlag legen können.</p>
<p>Vielleicht mag es kleinlich sein. Aber irgendwie ärgere ich mich über eine solche Art der Resourcenverschwendung. Denn zum einen ist das Umhertransportieren von im Wesentlichen Luft nicht so fürchterlich effizient. Zum anderen zahlt man die dadurch letztlich entstandenen unnötigen Kosten ja als Kunde mit. Der Gedanke von <a href"http://www.amazon.com/b/ref=amb_link_6227422_3?ie=UTF8&node=13786331&pf_rd_m=ATVPDKIKX0DER&pf_rd_s=right-2&pf_rd_r=1B0C27K54NDXB9FP5CRC&pf_rd_t=101&pf_rd_p=50691182&pf_rd_i=394379011">umweltfreundlichen Verpackungen und Versand</a> ist wohl noch nicht so ganz überall angekommen. Schade.</p>

<p>Naja, was soll’s…ich habe heute per Mail die Versandbestätigung für mein Shuttle bekommen. Mal sehen, ob das per Space-Mail wie eine Raumkapsel am Landefallschirm gesendet wird… <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
 
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var flattr_dsc = '<p>Ich muß zugegen: Manchmal — also wirklich nur gaaanz gelegentlich — geht der Geek in mir mit mir durch. Letztens war mir das mal wieder passiert. Daß ich LEGO®-Fan bin, muß ich vermutlich angesichts einiger Blog-Beiträge nicht mehr extra betonen <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png\" alt=\":-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /> (siehe <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/199-Brick-Bauklotz-Baumeister-Steckilego.html\">Brick-Bauklotz-Baumeister Stecki@lego</a>, <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/158-Steckbausteine,-virtuell-reloaded.html\">Steckbausteine, virtuell reloaded</a> und <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/155-Oberschlau-Kelloggs-praesentiert-essbare-Lego-Steine.html\">Oberschlau: Kelloggs präsentiert essbare Lego-Steine</a>). Als ich dann beim Surfen in den <a href=\"http://shop.lego.com/ByTheme/Leaf.aspx?cn=245&d=100\">LEGO® Exclusives</a> auf das <a href=\"http://shop.lego.com/Product/?p=10213\">Shuttle Adventure</a> (ein Modell des Space Shuttle aus 1.204 Steinen) stieß, war es mal wieder um mich geschehen. Als <a href=\"http://vip.lego.com\">LEO® VIP-Mitglied</a> (hier das <a href=\"http://twitpic.com/21qsqb\">Beweisfoto</a>) hat es dann quasi vollautomatisch <i>klick</i> gemacht, und das Ding war bestellt.</p>  <p style=\"text-align:center;\">  <a title=\"http://shop.lego.com/Product/AssetPopup.aspx?p=10213&AssetType=49&s_button=moreViews\" id=\"s9yisp85\"></a><a class=\"serendipity_image_link\"  href=\'http://blog.stecki.de/serendipity_admin_image_selector.php?serendipity[step]=showItem&amp;serendipity[image]=85\' id=\"s9yisphref85\" onclick=\"javascript:this.href = this.href + \'&amp;serendipity[from]=\' + self.location.href;\"><img  width=\"420\" height=\"263\"  src=\"http://cache.lego.com/images/shop/prod/10213-2057-xx-12-1.jpg\"  alt=\"\" /></a></p>  <p>Als kleine Driengabe konnte man im Shop eine <a href=\"http://shop.lego.com/Product/?p=2855028\">limitierte kostenlose Promo-Figur “Spaceman Minifigure Magnet”</a> hinzufügen.</p>  <p style=\"text-align:center\">  <a title=\"http://shop.lego.com/Product/AssetPopup.aspx?p=2855028&AssetType=49&s_button=moreViews\" id=\"s9yisp84\"></a><a class=\"serendipity_image_link\"  href=\'http://blog.stecki.de/serendipity_admin_image_selector.php?serendipity[step]=showItem&amp;serendipity[image]=84\' id=\"s9yisphref84\" onclick=\"javascript:this.href = this.href + \'&amp;serendipity[from]=\' + self.location.href;\"><img width=\"420\" height=\"263\"  src=\"http://cache.lego.com/images/shop/prod/2855028-0000-xx-12-1.jpg\"  alt=\"\" /></a></p>  <p>Daß das Shuttle nicht sofort lieferbar war, war mir klar. Weniger klar war mir, daß die Minifigur offenbar sofort lieferbar war und Lego meinte, diese nun zwingend sofort liefern zu müssen. Da das für mich keine zusätzlichen Lieferkosten bedeutete, war es mir letztlich egal, ob die Lieferung nun zweigeteilt wurde. Denn mir ging es ja ums Shuttle. Was mich aber dann doch überrascht hat, war die Größe des gelieferten Kartons. Schaut selbst:</p>  <p style=\"text-align:center\">  <a class=\"serendipity_image_link\"  href=\'http://blog.stecki.de/uploads/lego-minifig.jpg\' onclick=\"F1 = window.open(\'/uploads/lego-minifig.jpg\',\'Zoom\',\'height=613,width=815,top=421,left=880,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes\'); return false;\"><img width=\"150\" height=\"112\"  src=\"http://blog.stecki.de/uploads/lego-minifig.serendipityThumb.jpg\"  alt=\"\" /></a></p>  <p>Diese niedliche, süße, kleine Minifigur kam also in einem Paket satter Größenordnung voller … Luft! Direkt verloren wie im großen dunklen weiten Weltenraum muß sich die Astronauten-Figur in dem Paket vorgekommen sein. Ich habe mal nachgemessen: Das Paket mißt innen ca. 30㎝ &times; 20㎝ &times 8㎝ = 4.800㎤ — wohingegen die Figur selbst nur 3㎝ &times; 1,5㎝ &times; 6㎝ = 27㎤ mißt. Man hätte in dem Karton also (ohne die Figur in Einzelteile zu zerlegen, um den Platz noch besser ausnutzen zu können) rund <b>175 Figuren</b> unterbringen können. Ich kann ja verstehen, daß man nicht für alle Produkte optimale Verpackungsgrößen und Versandmethoden hat; aber das Ding hätte man eigentlich sogar in einen Briefumschlag legen können.</p>  <p>Vielleicht mag es kleinlich sein. Aber irgendwie ärgere ich mich über eine solche Art der Resourcenverschwendung. Denn zum einen ist das Umhertransportieren von im Wesentlichen Luft nicht so fürchterlich effizient. Zum anderen zahlt man die dadurch letztlich entstandenen unnötigen Kosten ja als Kunde mit. Der Gedanke von <a href\"http://www.amazon.com/b/ref=amb_link_6227422_3?ie=UTF8&node=13786331&pf_rd_m=ATVPDKIKX0DER&pf_rd_s=right-2&pf_rd_r=1B0C27K54NDXB9FP5CRC&pf_rd_t=101&pf_rd_p=50691182&pf_rd_i=394379011\">umweltfreundlichen Verpackungen und Versand</a> ist wohl noch nicht so ganz überall angekommen. Schade.</p>    <p>Naja, was soll’s…ich habe heute per Mail die Versandbestätigung für mein Shuttle bekommen. Mal sehen, ob das per Space-Mail wie eine Raumkapsel am Landefallschirm gesendet wird… <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png\" alt=\";-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /></p>   ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2008-06-21T10:05:22Z</published>
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        <title type="html">Steckbausteine, virtuell reloaded</title>
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                <p>Beim Thema LEGO® (zur Schreibweise siehe <a href="http://www.kolumnen.de/sick-210605.html" target="_blank">Der antastbare Name</a> von Bastian Sick) werden Kindheitserinnerungen wach. Ich könnte jetzt sentimental in Erinnerungen schwelgen, wie ich als kleines Kind architektonische Höchstleistungen mit den kleinen Klötzchen erbracht habe und stundenlang in den Plastiksteinbergen gewühlt habe.</p>
<p>Da kommt mir die <a href="http://lifehacker.com/396672/lego-digital-designer-builds-your-lego-masterpiece" target="_blank">Nachricht in Lifehacker</a> über die neue Version 2 des <a href="http://ldd.lego.com/" target="_blank">LEGO® Digital Designer</a> gerade recht.</p>
<p>Mit selbigem kann man rein virtuell aus sage und schreibe 763 verschiedenen Steinen seine Modelle bauen. Einfach genial (jedenfalls deutlich besser als die <a href="http://blog.stecki.de/archives/155-Oberschlau-Kelloggs-praesentiert-essbare-Lego-Steine.html">eßbaren Steine von Kelloggs</a>). Ich glaube ich weiß, was ich dieses Wochenende mache(n würde, wenn ich die Zeit dafür hätte).</p><p align="center"><img src="http://www.lifehacker.com/assets/resources/2008/06/lego-designer.png" /></p>
<hr />
<p>Nachtrag vom 8. Juli 2010: Zwischenzeitlich hatte ich genug Zeit gefunden, das Ergebnis findet man unter <a href="http://blog.stecki.de/archives/199-Brick-Bauklotz-Baumeister-Steckilego.html">Brick-Bauklotz-Baumeister Stecki@lego</a>.</p> 
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        <published>2010-06-14T20:37:12Z</published>
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                <p>Es gibt Dinge, da kann <s>man</s>Mann nicht widerstehen. Vor einiger Zeit war ich schon mal auf den <a href="http://ldd.lego.com">Lego Digital Designer</a>&#160;(<abbr title="Lego Digital Designer">LDD</abbr>) gestoßen (siehe <a href="http://blog.stecki.de/archives/158-Steckbausteine,-virtuell-reloaded.html">Steckbausteine, virtuell-reloaded</a>), mit dem man gewissermaßen Lego-CAD machen, also in 3-D direkt am Rechner mit Lego-Steinen <s>spielen</s>konstruieren und dann diese eigene Kreation als Individual-Bausatz bestellen (!) kann. In einer wild durchsurften Nacht bin ich dann erneut auf die Lego-Seite gestolpert (wie so oft weiß ich gar nicht mehr, wie es mich dahin verschlagen hatte). Also schwups die Software zum Experimentieren runtergeladen und losgelegt.</p> 
<p>Lange überlegen, was ich bauen wollte, mußte ich gar nicht. Denn als Kind habe ich mit Begeisterung bevorzugt Häuser/Türme und jede andere Art von Gebäude aus meinen geschätzt paar Tausend Steinchen zusammengesteckt. Also gab ich mir den Auftrag, mein eigenes zuhause lego-technisch nachzuempfinden. Nachdem ich mich ein bisserl in das Programm reingefuchst hatte, insb. geschaut, welcher Maßstab/Größe von Grundplatte sinnvoll wäre (denn aus Kostengründen wollte ich bei diesem ersten Versuch keine teuren Unmengen von Klötzen verbrauchen). Ca. 1,5 h später (etwas Trial &amp; Error, welche Fenstertypen am ehesten passen usw. dauerte nunmal etwas) war mein Design fertig:</p> 
<p align="center"><img width="400" height="365" src="http://blog.stecki.de/uploads/ws07-ldd.png" title="Wiesenstraße 7 im LDD" /></p> 
<p>Anschließend ging alles erstaunlich schnell. Mit einem simplen Klick kann man für den Bausatz automatisch (!) eine <a href="http://ff2.me/ws07/bauanleitung">Bauanleitung</a> erstellen lassen. Und dann wieder mit einem Klick in den Shop wechseln, wo ich nach individueller Gestaltung der Verpackung (!!) die Bestellung aufgab.</p> 
<p>Nach nicht ganz drei Wochen Lieferzeit war es dann heute so weit. Das Paket von Lego war in der Post. Boah, was war ich happy. Natürlich habe ich es sofort ausgepackt (<a href="http://ff2.me/ws07/unboxing">Unboxing-Fotos auf flickr</a>). Alles so, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine tolle Verpackung, schöne Bauteilliste, Plastiktüte mit allen Teilen, dazu farbig gedruckte und gebundene Bauanleitung. Einfach nur Wow:</p> 
<p class="center"> <img width="400" height="319" src="http://blog.stecki.de/uploads/lego-bausatz.png" /></p> 
<p>Hier ein Video vom Zusammenbauen:</p> 
<p class="center"><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/n06Jo1HUxcU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/n06Jo1HUxcU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385" /></object></p> 
<p>Und so sieht das Ergebnis aus (es hat schon seinen Ehrenplatz in einer Vitrine im Wohnzimmer gefunden):</p> 
<p class="center"><img width="400" height="331" src="http://blog.stecki.de/uploads/lego-fertig.png" /> </p> 
<p>Boah, das war ein Spaß! Ich bin mir sicher, daß das nicht mein letzter eigener Lego-Bausatz gewesen sein wird, zumal man auch <a href="http://mindstorms.lego.com/">Lego Mindstorms NXT</a> Bausätze erstellen kann…also Leute: Unbedingt selbst mal ausprobieren (nein, leider kriege ich keine Provision — ich gönne euch schlicht die Freude und den Spaß). Und dann unbedingt hier im Kommentar einen Link auf das Ergebnis hinterlassen, ok? Ich bin gespannt. Viel Vergnügen!</p> 
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var flattr_dsc = '<p>Es gibt Dinge, da kann <s>man</s>Mann nicht widerstehen. Vor einiger Zeit war ich schon mal auf den <a href=\"http://ldd.lego.com\">Lego Digital Designer</a>&#160;(<abbr title=\"Lego Digital Designer\">LDD</abbr>) gestoßen (siehe <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/158-Steckbausteine,-virtuell-reloaded.html\">Steckbausteine, virtuell-reloaded</a>), mit dem man gewissermaßen Lego-CAD machen, also in 3-D direkt am Rechner mit Lego-Steinen <s>spielen</s>konstruieren und dann diese eigene Kreation als Individual-Bausatz bestellen (!) kann. In einer wild durchsurften Nacht bin ich dann erneut auf die Lego-Seite gestolpert (wie so oft weiß ich gar nicht mehr, wie es mich dahin verschlagen hatte). Also schwups die Software zum Experimentieren runtergeladen und losgelegt.</p>   <p>Lange überlegen, was ich bauen wollte, mußte ich gar nicht. Denn als Kind habe ich mit Begeisterung bevorzugt Häuser/Türme und jede andere Art von Gebäude aus meinen geschätzt paar Tausend Steinchen zusammengesteckt. Also gab ich mir den Auftrag, mein eigenes zuhause lego-technisch nachzuempfinden. Nachdem ich mich ein bisserl in das Programm reingefuchst hatte, insb. geschaut, welcher Maßstab/Größe von Grundplatte sinnvoll wäre (denn aus Kostengründen wollte ich bei diesem ersten Versuch keine teuren Unmengen von Klötzen verbrauchen). Ca. 1,5 h später (etwas Trial &amp; Error, welche Fenstertypen am ehesten passen usw. dauerte nunmal etwas) war mein Design fertig:</p>   <p align=\"center\"><img width=\"400\" height=\"365\" src=\"http://blog.stecki.de/uploads/ws07-ldd.png\" title=\"Wiesenstraße 7 im LDD\" /></p>   <p>Anschließend ging alles erstaunlich schnell. Mit einem simplen Klick kann man für den Bausatz automatisch (!) eine <a href=\"http://ff2.me/ws07/bauanleitung\">Bauanleitung</a> erstellen lassen. Und dann wieder mit einem Klick in den Shop wechseln, wo ich nach individueller Gestaltung der Verpackung (!!) die Bestellung aufgab.</p>   <p>Nach nicht ganz drei Wochen Lieferzeit war es dann heute so weit. Das Paket von Lego war in der Post. Boah, was war ich happy. Natürlich habe ich es sofort ausgepackt (<a href=\"http://ff2.me/ws07/unboxing\">Unboxing-Fotos auf flickr</a>). Alles so, wie ich es mir vorgestellt habe. Eine tolle Verpackung, schöne Bauteilliste, Plastiktüte mit allen Teilen, dazu farbig gedruckte und gebundene Bauanleitung. Einfach nur Wow:</p>   <p class=\"center\"> <img width=\"400\" height=\"319\" src=\"http://blog.stecki.de/uploads/lego-bausatz.png\" /></p>   <p>Hier ein Video vom Zusammenbauen:</p>   <p class=\"center\"><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http://www.youtube.com/v/n06Jo1HUxcU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;\" /><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\" /><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\" /><embed src=\"http://www.youtube.com/v/n06Jo1HUxcU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;\" type=\"application/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"480\" height=\"385\" /></object></p>   <p>Und so sieht das Ergebnis aus (es hat schon seinen Ehrenplatz in einer Vitrine im Wohnzimmer gefunden):</p>   <p class=\"center\"><img width=\"400\" height=\"331\" src=\"http://blog.stecki.de/uploads/lego-fertig.png\" /> </p>   <p>Boah, das war ein Spaß! Ich bin mir sicher, daß das nicht mein letzter eigener Lego-Bausatz gewesen sein wird, zumal man auch <a href=\"http://mindstorms.lego.com/\">Lego Mindstorms NXT</a> Bausätze erstellen kann…also Leute: Unbedingt selbst mal ausprobieren (nein, leider kriege ich keine Provision — ich gönne euch schlicht die Freude und den Spaß). Und dann unbedingt hier im Kommentar einen Link auf das Ergebnis hinterlassen, ok? Ich bin gespannt. Viel Vergnügen!</p> ';
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        <link href="http://blog.stecki.de/archives/155-Oberschlau-Kelloggs-praesentiert-essbare-Lego-Steine.html" rel="alternate" title="Oberschlau: Kelloggs präsentiert essbare Lego-Steine" />
        <author>
            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2008-06-19T08:45:08Z</published>
        <updated>2010-07-08T16:08:38Z</updated>
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                <p>Also auf so eine Idee muß man erstmal kommen: <a href="http://www2.kelloggs.com/Product/ProductDetail.aspx?product=8213" target="_blank">Kellogg&#8217;s™ Lego® Fruit Flavored Snacks</a> (<a href="http://simonwillison.net/2008/Jun/19/kelloggs/" target="_blank">via</a>, <a href="http://penny-arcade.com/2008/6/18/#news_22519" target="_blank">via</a>)</p>
<p align="center"><img src="http://www2.kelloggs.com/ServeImage.aspx?BID=23028&MD5=15701b7f80264ed3a681c7876def9351&W=220" /></p>
<p>Da bringen Eltern ihren Kindern also mit viel Mühe bei, möglichst nicht jeden Kleinkram in den Mund zu nehmen und zu verschlucken und dann wird das mal eben locker auf diese fast schon perfide weise konterkariert. Da darf man wirklich auf die juristischen Konsequenzen gespannt sein…</p>

 
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        <author>
            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2006-07-19T09:16:09Z</published>
        <updated>2010-07-08T16:07:55Z</updated>
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        <title type="html">Was gegen Kopfschmerz von Google...</title>
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                <a class="serendipity_image_link" href="http://www.marketingpilgrim.com/2006/07/dr-google-sends-pain-relief.html" target="_blank"><img height="113" src="http://blog.stecki.de/uploads/google-letter-703397.serendipityThumb.jpeg" width="150" align="left" /></a>Nachdem Al Scillitani sich in seinem <a href="http://www.marketingpilgrim.com/">Market Pilgrim</a> darüber beschwert hat, daß die aktuellen Änderungen an Googles Adwords ihm <a href="http://www.marketingpilgrim.com/2006/07/dear-google-youre-giving-me-headache.html" target="_blank">Kopfschmerzen bereiten</a>, hat Adam Lasnik von Google ganz locker postwendend ein <a href="http://www.marketingpilgrim.com/2006/07/dr-google-sends-pain-relief.html" target="_blank">Päckchen Kopfschmerztabletten geschickt</a>... <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/cool.png" alt="8-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> Die Meldung wurde gleich <a href="http://digg.com/tech_news/Google_sends_blogger_aspirin_after_complaining_about_Google_headaches" target="_blank">heftigst gediggt</a>...  
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        <link href="http://blog.stecki.de/archives/213-Notizen-zum-Qualitaetsjournalismus,-Teil-3.html" rel="alternate" title="Notizen zum Qualitätsjournalismus, Teil 3" />
        <author>
            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-06T21:58:37Z</published>
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        <title type="html">Notizen zum Qualitätsjournalismus, Teil 3</title>
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                <p>Gerade habe ich mir mal wieder ein paar Minuten Zeit genommen, um meine geöffneten 2read-Tabs „wegzulesen“. Darunter ein Interview in der Welt mit <a href="http://www.xing.com/profile/Annabella_Weisl">Annabella Weisl</a>, ihres Zeichens “Strategic Partner Manager Google Book Search” mit der — wie ich finde recht niedlichen — Überschrift <a href="http://www.welt.de/kultur/article8274329/Am-Strand-wird-sich-das-Taschenbuch-bewaehren.html">„Am Strand wird sich das Taschenbuch bewähren“</a>.</p>
<p>Das Interview gibt wenig Neues her — im Prinzip wird eigentlich im Wesentlichen erklärt, was Google Books ist und welche Implikationen es für Bibliotheken und Verlage hat. Dabei wird auch auf die bekannte unterschiedliche Zugänglichmachung von gemeinfreien Werken und Büchern aus dem aktuellen Verlagsprogramm eingegangen:</p>
<blockquote cite="http://www.welt.de/kultur/article8274329/Am-Strand-wird-sich-das-Taschenbuch-bewaehren.html">Bei uns ist kein einziges Buch eines urheberrechtlich geschützten Titels ohne die ausdrückliche Genehmigung des Rechteinhabers vollständig einsehbar. Man kann allenfalls hineinschauen, um sich einen Eindruck zu verschaffen.</blockquote>
<p>Offenbar war diese ganze Thematik aber für Jacques Schuster, der das Interview führte, wohl zu neu oder unübersichtlich, so daß er sich folgende, eine bedrohliche Uninformiertheit offenbarende, Frage stellte (die Frau Weisl höflich aber intern sicher kopfschüttelnd beantwortet hat):</p>
<blockquote cite="http://www.welt.de/kultur/article8274329/Am-Strand-wird-sich-das-Taschenbuch-bewaehren.html"><p>WELT ONLINE: Kommen wir noch einmal zum Stand der Digitalisierung. Bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass manche eingescannten Bücher im Grunde unleserlich sind, weil immer wieder Seiten fehlen und man oft den Inhalt des Buches gar nicht mitbekommt.</p>
<p>Annabella Weisl: Wenn Seiten fehlen, dann werden Sie wahrscheinlich in Büchern aus dem Verlagsprogramm geblättert haben. Wir wollen Ihnen aus diesem Bereich nur eine Kostprobe bieten. Sie sollen entscheiden, ob Sie das Buch kaufen wollen oder nicht. Gesamte Inhalte eines Buches zeigen wir nur bei gemeinfreien Büchern.</p></blockquote>
<p>Oder habe ich nur hochdidaktische und geschickt getarnte Maieutik übersehen? Ich glaube nicht…</p>
<p>Es sind dies solche Sachverhalte, die einen an dem vorgeblichen Qualitätsjournalismus zweifeln lassen. Internetkompetenz oder zumindest eine gewisse Recherche und Vertrautmachen mit dem Thema scheinen dort als obsolet eingestuft zu werden (vielleicht weil man meint, daß man sowieso von allem genug Ahnung hat, da man Qualitätsjournalist ist?). Es ist dieselbe Kategorie wie das Reinfallen auf Twitter-Fake-Accounts. Es zeigt, daß man Funktionsweisen und Mechanismen der betrachteten Dienste nicht erfaßt, seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.</p>
<p>Schlimmer: Solche Fehler sind von jedem Wissenden (iSv Menschen, die ihre Internetsphäre verstanden haben) sofort zu entlarven und befördern daher die Annahme oder Extrapolation, daß nämlich der Qualitätsjournalismus (der ja letztlich als Begründung für das <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=146165183077">Leistungsschutzrecht</a> herhalten soll) ein Fall für die rote Liste bedrohter Medienbiotope ist.</p>
<hr />
<p>In lockerer Folge blogge ich hier kurze Notizen zum Qualitätsjournalismus, siehe auch <a href="http://blog.stecki.de/archives/190-Notizen-zum-Qualitaetsjournalismus,-Teil-1.html">Teil 1</a> und <a href="http://blog.stecki.de/archives/191-Das-Boese-hat-einen-Namen-Google-StreetView,-oder-Notizen-zum-Qualitaetsjournalismus,-Teil-2.html">Teil 2</a>.</p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-07-02T08:02:47Z</published>
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                <p>Bereits in meinem Beitrag <a href="http://blog.stecki.de/archives/205-Laecherliche-Lex-Google-OpenLiveStreetView3D-wird-kommen.html">„Lächerliche Lex Google: OpenLiveStreetView3D wird kommen“</a> zeichnete ich ein Szenario auf, wie in nicht all zu ferner Zukunft durch massives Crowdsourcing die Möglichkeit bestehen könnte, ein schwarmbasiertes, georeferenziertes, dreidimensionales Live-Bild der Welt zu erstellen — und dies mit allen Konsequenzen. Denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird das, was wir heute Smartphone nennen, zukünftig zu einem wirklichen digitalen Assistenten und Begleiter; echtes Lifestreaming (ja: mit f) wird möglich.</p>
<p>Bislang war das gelegentliche Einloggen bei Foursquare, Brightkite, Latitude, Gowalle &amp; Co das höchste der Gefühle. Schon jetzt wird klar, daß permanentes GPS-Loggen der nächste Trend wird. Und man darf davon ausgehen, daß die uns ständig begleitenden Mobiltelefone sukzessiv immer mehr Umgebungsdaten loggen und auch manuell oder (halb-)automatisch in entsprechende Dienste hochladen können. Noch wird das beispielsweise nur für sog. HD-Traffic etc. genutzt, aber warum sollten eben nicht auch meteorologische Daten zu einem immer engmaschigeren Sensor-Netz geknüpft werden?</p>
<p>Und als nächster Schritt werden Geeks anfangen, eben nicht mehr nur gelegentlich ihre Position oder Fotos/Videos zu posten, sondern per default ihre Umgebungsdaten — und diese beinhalten dann eben auch Live-Video mit Ton — ins Netz schieben und dort auch archivieren. Schon jetzt sind die technischen Möglichkeiten zur Indizierung dieser Daten gegeben. Gesichts-,Bild- und Spracherkennung mögen zwar noch hie und da unperfekt sein, sind aber auf jeden Fall bereits erschreckend leistungsfähig.</p>
<p>Während deutsche Datenschützer und Politiker sich im Kampfgetümmel von Nachhutgefechten befinden und damit beschäftigt sind, Dinge in den Griff kriegen zu wollen, die teils seit vielen Jahren breit im Markt etabliert sind, steht eine rechtzeitige, die technische Entwicklung begleitende Diskussion von Datenschutz im kommenden Zeitalter durch jedermann jederzeit vollumfänglich einspeis-, archivier- und durchsuchbarer ubiquitärer Live-Daten noch aus — jedenfalls kann ich bei den gesellschaftspolitischen Akteuren außerhalb der Geek-Szene eine solche nicht feststellen.</p>
<p>Insofern mein Appell: Laßt uns endlich über die wirklichen Probleme und Herausforderungen für einen modernen Datenschutz diskutieren. Welche Werte und Normen müssen wir rechtlich bzw. gesellschaftlich etablieren, um in Zukunft wichtige Grundrechte zu gewährleisten, damit man sich und seine Handlungen nicht selbst zensiert. Wie schon David C. Thompson in <a href="http://volokh.com/2010/06/11/the-future-of-privacy-facial-recognition-public-facts-and-300-million-little-brothers/">“The Future of Privacy: Facial Recognition, Public Facts, and 300 Million Little Brothers”</a> deutlich macht: Es kommt nicht das Zeitalter des Big Brothers, sondern das der unzähligen Little Brothers.</p>
<p>Ich bin gespannt auf eure Kommentare, Denkanstöße und gern auch weiterführende Informationen.</p>
 
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var flattr_uid = 'Stecki';
var flattr_tle = 'Laßt uns über die wirklichen Probleme reden…';
var flattr_dsc = '<p>Bereits in meinem Beitrag <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/205-Laecherliche-Lex-Google-OpenLiveStreetView3D-wird-kommen.html\">„Lächerliche Lex Google: OpenLiveStreetView3D wird kommen“</a> zeichnete ich ein Szenario auf, wie in nicht all zu ferner Zukunft durch massives Crowdsourcing die Möglichkeit bestehen könnte, ein schwarmbasiertes, georeferenziertes, dreidimensionales Live-Bild der Welt zu erstellen — und dies mit allen Konsequenzen. Denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird das, was wir heute Smartphone nennen, zukünftig zu einem wirklichen digitalen Assistenten und Begleiter; echtes Lifestreaming (ja: mit f) wird möglich.</p>  <p>Bislang war das gelegentliche Einloggen bei Foursquare, Brightkite, Latitude, Gowalle &amp; Co das höchste der Gefühle. Schon jetzt wird klar, daß permanentes GPS-Loggen der nächste Trend wird. Und man darf davon ausgehen, daß die uns ständig begleitenden Mobiltelefone sukzessiv immer mehr Umgebungsdaten loggen und auch manuell oder (halb-)automatisch in entsprechende Dienste hochladen können. Noch wird das beispielsweise nur für sog. HD-Traffic etc. genutzt, aber warum sollten eben nicht auch meteorologische Daten zu einem immer engmaschigeren Sensor-Netz geknüpft werden?</p>  <p>Und als nächster Schritt werden Geeks anfangen, eben nicht mehr nur gelegentlich ihre Position oder Fotos/Videos zu posten, sondern per default ihre Umgebungsdaten — und diese beinhalten dann eben auch Live-Video mit Ton — ins Netz schieben und dort auch archivieren. Schon jetzt sind die technischen Möglichkeiten zur Indizierung dieser Daten gegeben. Gesichts-,Bild- und Spracherkennung mögen zwar noch hie und da unperfekt sein, sind aber auf jeden Fall bereits erschreckend leistungsfähig.</p>  <p>Während deutsche Datenschützer und Politiker sich im Kampfgetümmel von Nachhutgefechten befinden und damit beschäftigt sind, Dinge in den Griff kriegen zu wollen, die teils seit vielen Jahren breit im Markt etabliert sind, steht eine rechtzeitige, die technische Entwicklung begleitende Diskussion von Datenschutz im kommenden Zeitalter durch jedermann jederzeit vollumfänglich einspeis-, archivier- und durchsuchbarer ubiquitärer Live-Daten noch aus — jedenfalls kann ich bei den gesellschaftspolitischen Akteuren außerhalb der Geek-Szene eine solche nicht feststellen.</p>  <p>Insofern mein Appell: Laßt uns endlich über die wirklichen Probleme und Herausforderungen für einen modernen Datenschutz diskutieren. Welche Werte und Normen müssen wir rechtlich bzw. gesellschaftlich etablieren, um in Zukunft wichtige Grundrechte zu gewährleisten, damit man sich und seine Handlungen nicht selbst zensiert. Wie schon David C. Thompson in <a href=\"http://volokh.com/2010/06/11/the-future-of-privacy-facial-recognition-public-facts-and-300-million-little-brothers/\">“The Future of Privacy: Facial Recognition, Public Facts, and 300 Million Little Brothers”</a> deutlich macht: Es kommt nicht das Zeitalter des Big Brothers, sondern das der unzähligen Little Brothers.</p>  <p>Ich bin gespannt auf eure Kommentare, Denkanstöße und gern auch weiterführende Informationen.</p>   ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-07-05T11:15:06Z</published>
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<p>Als echter <i>McDonaldist</i> bin ich also heute Mittag zum McDo meines Vertrauens gedüst und habe mir das gute Stück geholt, den neuen <b>Nürnburger</b> von Uli Hoeneß und seiner HoWe.</p>
<p>Hier die Fotos meines “Burger-Unboxing”:</p>
<p align="center"><img width="320" height="240"  src="http://blog.stecki.de/uploads/nuernberger1.jpg"  alt="" /></p>
<p align="center"><img width="320" height="240"  src="http://blog.stecki.de/uploads/nuernberger2.jpg"  alt="" /></p>
<p align="center"><img width="320" height="240"  src="http://blog.stecki.de/uploads/nuernberger3.jpg"  alt="" /></p>
<p>Der Nürnburger entpuppt sich als gelungene Kreation. Schon der ungewohnte Duft läßt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Er ist zwar nur ein relativ kleiner (aber dafür feiner) Snack (kostet dafür auch nur 1,79 €), aber verbindet gewissermaßen das Beste beider Welten, nämlich des klassischen Burgers und der traditionellen Grillwurst.</p>
<p>Der Neue scheint mir recht gelungen: Das Ciabatta-Brötchen ist nicht zu dick, die original Nürnberger Rostbratwürstchen waren erstaunlich gut gebräunt (optimal kross, aber eben nicht zu lang zubereitet). Und auch die Röstzwiebeln waren wirklich knackig, was man nicht häufig sagen kann, wenn diese auf Burgern verarbeitet werden. Vermutlich liegt dies aber (und das ist der einzige Wermutstropfen) daran, daß er ein wenig mehr Senf hätte vertragen können, denn mir war er — jedenfalls ohne Erfrischungsgetränk — einen Hauch zu dröge; aber die Grundgesamtheit von 1 (in Worten: einem) getesteten Burger reicht hier ohnehin nicht für eine statistisch belastbare Aussage.</p>
<p>Jedenfalls möchte ich euch unbedingt empfehlen, den Burger zu testen. Aus meiner Sicht hat er das Zeug, ins Standardrepertoire wirklich dauerhaft aufgenommen zu werden, da er eben eine ganz neue Geschmacksrichtung darstellt.</p>
<p>Am Ende bleiben nur drei Fragen:</p>
<ol>
<li>Wird McDonald’s zukünftig auf Oktoberfesten mit einem McWiesn-Tresen präsent sein?</li>
<li>Wird es auch noch einen großkalibrigen Burger mit Leberkäs und Sauerkraut geben?</li>
<li>Und vor allem: Wann kann man dazu eine anständige Maß aus einem amtlichen Bierkrug ordern?</li>
</ol>
<p>In diesem Sinne: An Guaden!</p>
<hr />
<p>Auch <a href="http://twitter.com/acabelt" title="Alexander Abelt">@acabelt</a> hat einen <a href="http://abelt.im/fast-food-nurnberger-von-mcdonalds">Testbericht über den Nürnburger</a> verfaßt und <a href="http://twitter.com/florianehrich" title="Florian Ehrich">@florianehrich</a> schließt sich dem <a href="http://www.timmkroeger.net/2010/07/06/unboxing-nurnburger/">neuen Trend des Burger-Unboxings</a> an.</p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-04T17:32:22Z</published>
        <updated>2010-07-05T11:11:44Z</updated>
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                <p>Seit nunmehr ca. zwei Wochen bin ich ja <a href="http://blog.stecki.de/permalink/Gestatten,-mein-Name-ist-Pad,-STECKiPAD.html">stolzer Besitzer meines STECKiPAD®</a>. Und eigentlich wollte ich schon längst einen Erfahrungsbericht abgeben, aber aus unerfindlichen Gründen mußte ich mir erst <a href="http://blog.stecki.de/archives/206-Eine-Woche-iPhone-4-ein-kleiner-Erfahrungsbericht.html">meine erste Woche mit meinem iPhone</a> von der Seele schreiben.</p>
<p>Wie ist also dieses neue Gadget in der Praxis? Nun, ganz allgemein möchte ich sagen: Klasse. Punkt. Es ist ein völlig neues Nutzungsgefühl, um nicht das Wort „Erweckungserlebnis“ zu strapazieren. Denn offengestanden bin ich davon überzeugt, daß ich — ohne die Sache überhöhen zu wollen — damit Teil einer historischen Zäsur werde, oder (um mich ganz locker und komplett unbescheiden mal selbst zu zitieren):</p>
<blockquote cite="http://blog.stecki.de/permalink/Gestatten,-mein-Name-ist-Pad,-STECKiPAD.html">„Ich bin mir sicher: Heute hatte ich die Zukunft in der Hand!“</blockquote>
<h3>Der Blick für’s große Ganze</h3>
<p>Nun ist die Idee eines Quasi-Screen-Only-Gerätes ja alles andere als neu. Sogenannte Tablet-PCs gab und gibt es in diversen Ausführungen. Nur waren diese bisher aller Miniaturisierung zum Trotz nach wie vor schwer, klobig — und eben richtige Computer mit allen Vor- aber auch allen Nachteilen. Das iPad ist daher ein klarer Einschnitt. Ähnlich konsequent wie 2007 das iPhone reduziert es bewußt die Komplexität seiner Geräteklasse (wenn man „Geräteklasse“ so weit dehnt, daß man es überhaupt zusammen mit Tablet-PCs in einer prinzipiell ähnlichen Kategorie sehen will). Es beschränkt auch bewußt User-Interface, Optionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Und darüber hinaus beschränkt es auch noch (Stichworte Flash, Walled Garden für Apps) die Einsatzmöglichkeiten.</p>
<p>Aber genau <i>weil</i> es das tut, ist es genaugenommen eine Klasse für sich, gewissermaßen der Anfang eines neuen Zeitalters, der Aufbruch in die Ära des (wie ich es mal nennen möchte) <b>Convenience Computers</b>.</p>
<h4>Anwendungslückenfüller</h4>
<p>Das iPad schließt aus meiner Sicht die Lücke zwischen Anwendungsbereichen, wo ein Smartphone aufgrund seiner sehr beschränkten Maße zu klein oder frickelig und unbequem zu handhaben ist oder ein Notebook bzw. selbst ein Netbook aufgrund der Ausmaße zu groß und schwer ist, zu heiß wird bzw. eine (ggf. akustisch und thermisch störende) Belüftung erforderlich macht oder die Klappmechanik des Displays gefährdet bzw. im Weg ist.</p>
<p>Es ist aufgrund seiner Instant-On-Fähigkeit geradezu gemacht für das „mal eben schnell“-Nachschauen in Google/Wiki/IMDB &amp; Co (kleine Anmerkung am Rande: Ich persönlich hätte das Gerät ja deshalb auch anders benannt, denn am Anfang nahm ich an, daß sein Haupteinsatzgebiet darin liegen würde, beim DVD-Schauen Infos zu Filmen und Schauspielern nachzuschlagen; daher wäre der Name iMDB sicher angemessener gewesen <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> ).</p>
<h4>Manko: Mangelnde Multiuserfähigkeit</h4>
<p>Aus meiner Sicht ist Apple mit dem Konzept noch nicht weit genug gegangen. Denn der eigentliche Markt dieser Geräte könnte und sollte IMHO im Bereich des Familien-Internet-Zugangsgerätes liegen. Optimalerweise stelle ich mir das so vor, daß man im Haus zwischen Wohn- und Eßzimmer, Küche und Schlafzimmer zwei bis drei oder gern auch mehr iPads verstreut hat, auf die jedes Familienmitglied bei Bedarf schnell zugreifen kann. Das Gerät würde per Frontkamera (die das iPad derzeit leider nicht hat) erkennen, wer es gerade nutzt und entsprechend diesen User einloggen mit entsprechend individuellen Einstellungen und Mailkonten etc.; bedauerlicherweise ist genau dieser Einsatzbereich derzeit nicht möglich, weil das iPad nicht für Multiuserbetrieb sondern nur als persönlicher Begleiter ausgelegt ist. Dies ist aus meiner Sicht das größte Manko neben der Tatsache, auch keine normale Kamera und klassische Telefonfunktionalität an Bord ist.</p>
<p>Insofern hoffe ich im Interesse der technischen Emanzipation der Massen <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> auf ein baldiges Nachfolgemodell, welches diese Schwachstellen behebt. Dies könnte dann auch helfen, Gelegenheitsnutzer und Senioren mit einem bequemen und vor allem extrem leicht zu bedienenden Wohnzimmer-Allzeitzugriffsgerät auszustatten.</p>
<h3>Meine Erfahrungen im Detail</h3>
<p>Aber genug der abstrakten Worte. Ich persönlich habe das iPad nicht nur als IMDB-Browser gekauft, sondern vor allem als E-Reader zur gemütlichen Lektüre von (multimedialen) Ebooks, Epapers und Feeds/Websites verbunden mit der Möglichkeit, mal eben Kalender/Kontakte/Mails zu checken oder Geo-Apps wie Google Earth bzw. Lokalisierungsdienste zu nutzen (übrigens ist gerade auch mit Blick auf Augmented Reality die fehlende Kamera ein wirkliches Ärgernis).</p>
<p>Seitdem ich mein iPad habe, habe ich viel mehr Zeit lesenderweise auf der Terrasse verbracht (was mir leider einen recht üblen Sonnenbrand beschert hat; böses iPad…). Mein iPhone ist zwar für gelegentliche Lektüre geeignet, auf Dauer aber einfach zu klein. Mein Notebook ist zu wuchtig und wird zu heiß, als daß man es locker auf den Beinen ablegen würde; damit wäre man immer genötigt, aufrecht an einem Tisch zu sitzen — weshalb ich es selten „mal eben“ mit nach draußen genommen haben. Das Handling des iPad dagegen ist absolut klasse — ein völlig neues und schönes Nutzungsgefühl.</p>
<p>Die erste Inbetriebnahme lief vollkommen problemlos, die Apps wurden alle reibungslos synchronisiert (es mußte nur hie und da Zugangsdaten oder kleinere Einstellungen erneut vorgenommen werden). Die Maße hätten gern noch minimal größer ausfallen können (z.B. auf A4-Format), aber man will ja nicht meckern. Das Display jedenfalls ist gut (wenn auch nicht vergleichbar mit dem Retina-Display des iPhone), auch wenn mich verspiegelte Displays generell recht nerven (wobei ich zugeben muß, daß diese naturgemäß genialer aussehen als die matten Konkurrenten).</p>
<p>Sehr praktisch ist der Knopf für die Rotationssperre. Schade, daß diese Einstellung beim iPhone etwas unpraktischer ist (bzw. mit Geräten ohne iOS4 unmöglich). Allerdings fehlt mir doch der Stummschalt-Knopf ein wenig, zumal man eingelogt sein muß, um das Gerät leise zu stellen. Sprich: Wenn einem Nachts einfällt, daß man volle Lautstärke angeschaltet hatte und nicht von Erinnerungen geweckt werden will, muß man erst das Gerät einschalten und den Zahlencode zum Entsperren eingeben (also 5 laute Geräusche erzeugen, sofern man akustisches Tastenfeedback angestellt hat (was ich wiederum aus allgemeinen Ergonomiegründen habe)). Im Zweifel hat man damit andere Mitbewohner dann schon geweckt. Auch wenn das ein kleiner Punkt ist: Hier muß sollte mit einem Software-Update nachgebessert werden, daß man die Lautstärke auch uneingelogt ändern kann.</p>
<p>Apropos Update. Schade ist, daß das iPad noch unter Version 3.2 des OS läuft. Damit fehlen Multitasking und Ordner, die ich beide sehr vermisse. Interessant ist, daß es dennoch Funktionen (oder praktische Bugs?) hat, die es auf dem iPhone mit iOS4 nicht gibt. So kann man beispielsweise häufig benutzte Sonderzeichen und Umlaute auf der Tastatur schneller erreichen, indem man über dem Grundbuchstaben einfach mit dem Finger nach oben wischt. Eine echt praktische Sache.</p>
<p>Im Gegensatz zum iPhone scheint mir die Batterielaufzeit sehr gut zu sein. So konnte ich z. B. zwei komplette WM-Spiele von EyeTV auf meinem iMac mittels EyeTV-App am Pad anschauen und es war da nach noch mehr als genug Power über. Die Verwendung als Garten-Fernseher hatte ich vorher gar nicht im Auge gehabt, aber umso mehr bewährt hat sie sich… <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<p>Schade ist, daß immer noch nicht alle Apps mit dem Format klarkommen. So werden die offiziellen Twitter- und Facebook-Apps nur auf iPhone-Größe dargestellt. Alternativ kann man diese um Faktor 2 zoomen, aber das sieht furchterregend aus, weil die Vergrößerung extrem pixelig wird. Toll aber sind Epaper-Anwendungen. Den Spiegel lese ich nun wesentlich intensiver; auch Welt HD ist klasse gemacht, aber bei weitem noch übertroffen von Wired, welches für nur 2,99 € pro Ausgabe zu lesen ist.</p>
<p>Was mich etwas nervt ist, daß Safari nur neun geöffnete Tabs zuläßt und — schlimmer noch — bei weiteren Anforderungen neuer Tabs über „in neuem Fenster öffnen“ einfach mal sang- und klanglos ein bestehendes Tab überschreibt. Ebenfalls ärgerlich die Macke, Seiten beim Wechsel zwischen Tabs ohne Not zu reloaden, was mich vorhin (unter Beihilfe einer versagenden Autosave-Funktion in dieser Blogsoftware) einen längeren Text gekostet hat… <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/sad.png" alt=":-(" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> Insbesondere diese Macke verhindert effektive Recherche während man in einem Safari-Fenster tippt.</p>
<h3>Zubehör</h3>
<p>Spezielles iPad-Zubehör gibt es kaum. Ich habe mir bisher nur das offizielle Apple iPad-Case zugelegt, mit dem ich mich nicht so recht anfreunden kann. Es ist überteuert und funktionell nicht ausgereift, denn insb. steht es nicht gut hochkant; auch geht der iPad schwer rein und vor allem wieder raus. In Sachen Schutzhülle muß ich mich also noch mal umsehen.</p>
<p>Das Tastatur-Dock mag ich etwas lieber. Denn für längere Texte ermöglicht es eben eine effizientere Texteingabe. Und es kompensiert partiell die mangelnde Standstabilität des Case; allerdings läßt sich das iPad dort nur hochkant stellen, was für viele Anwendungen suboptimal ist und auch ästhetisch fragwürdig. Schlimmer allerdings ist, daß es scheinbar bisher nicht möglich ist, mit den Cursortasten durch Tabs oder Apps zu navigieren. Auch kann man den Cursor nicht nutzen, um vorgeschlagene Autocomplete-Einträge auszuwählen oder im Text einer App oder Website zu scrollen. Hier ist softwaretechnische Nachbesserung wichtig.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Völlig unkritisch habe ich mich dem Gerät nicht hingegeben. Man merkt, daß es nunmal das Erste seiner Art ist und es kleinere Macken hat. Insgesamt ist also wie immer noch Luft nach oben. Aber: Die Nutzung fühlt sich toll an, ist glatt und bequem und erfüllt exakt meine Vorstellungen und Anforderungen. Daher bin ich äußerst zufrieden, die Kaufentscheidung getroffen zu haben und kann das iPad wärmstens weiterempfehlen.</p>

 
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var flattr_dsc = '<p>Seit nunmehr ca. zwei Wochen bin ich ja <a href=\"http://blog.stecki.de/permalink/Gestatten,-mein-Name-ist-Pad,-STECKiPAD.html\">stolzer Besitzer meines STECKiPAD®</a>. Und eigentlich wollte ich schon längst einen Erfahrungsbericht abgeben, aber aus unerfindlichen Gründen mußte ich mir erst <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/206-Eine-Woche-iPhone-4-ein-kleiner-Erfahrungsbericht.html\">meine erste Woche mit meinem iPhone</a> von der Seele schreiben.</p>  <p>Wie ist also dieses neue Gadget in der Praxis? Nun, ganz allgemein möchte ich sagen: Klasse. Punkt. Es ist ein völlig neues Nutzungsgefühl, um nicht das Wort „Erweckungserlebnis“ zu strapazieren. Denn offengestanden bin ich davon überzeugt, daß ich — ohne die Sache überhöhen zu wollen — damit Teil einer historischen Zäsur werde, oder (um mich ganz locker und komplett unbescheiden mal selbst zu zitieren):</p>  <blockquote cite=\"http://blog.stecki.de/permalink/Gestatten,-mein-Name-ist-Pad,-STECKiPAD.html\">„Ich bin mir sicher: Heute hatte ich die Zukunft in der Hand!“</blockquote>  <h3>Der Blick für’s große Ganze</h3>  <p>Nun ist die Idee eines Quasi-Screen-Only-Gerätes ja alles andere als neu. Sogenannte Tablet-PCs gab und gibt es in diversen Ausführungen. Nur waren diese bisher aller Miniaturisierung zum Trotz nach wie vor schwer, klobig — und eben richtige Computer mit allen Vor- aber auch allen Nachteilen. Das iPad ist daher ein klarer Einschnitt. Ähnlich konsequent wie 2007 das iPhone reduziert es bewußt die Komplexität seiner Geräteklasse (wenn man „Geräteklasse“ so weit dehnt, daß man es überhaupt zusammen mit Tablet-PCs in einer prinzipiell ähnlichen Kategorie sehen will). Es beschränkt auch bewußt User-Interface, Optionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Und darüber hinaus beschränkt es auch noch (Stichworte Flash, Walled Garden für Apps) die Einsatzmöglichkeiten.</p>  <p>Aber genau <i>weil</i> es das tut, ist es genaugenommen eine Klasse für sich, gewissermaßen der Anfang eines neuen Zeitalters, der Aufbruch in die Ära des (wie ich es mal nennen möchte) <b>Convenience Computers</b>.</p>  <h4>Anwendungslückenfüller</h4>  <p>Das iPad schließt aus meiner Sicht die Lücke zwischen Anwendungsbereichen, wo ein Smartphone aufgrund seiner sehr beschränkten Maße zu klein oder frickelig und unbequem zu handhaben ist oder ein Notebook bzw. selbst ein Netbook aufgrund der Ausmaße zu groß und schwer ist, zu heiß wird bzw. eine (ggf. akustisch und thermisch störende) Belüftung erforderlich macht oder die Klappmechanik des Displays gefährdet bzw. im Weg ist.</p>  <p>Es ist aufgrund seiner Instant-On-Fähigkeit geradezu gemacht für das „mal eben schnell“-Nachschauen in Google/Wiki/IMDB &amp; Co (kleine Anmerkung am Rande: Ich persönlich hätte das Gerät ja deshalb auch anders benannt, denn am Anfang nahm ich an, daß sein Haupteinsatzgebiet darin liegen würde, beim DVD-Schauen Infos zu Filmen und Schauspielern nachzuschlagen; daher wäre der Name iMDB sicher angemessener gewesen <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png\" alt=\":-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /> ).</p>  <h4>Manko: Mangelnde Multiuserfähigkeit</h4>  <p>Aus meiner Sicht ist Apple mit dem Konzept noch nicht weit genug gegangen. Denn der eigentliche Markt dieser Geräte könnte und sollte IMHO im Bereich des Familien-Internet-Zugangsgerätes liegen. Optimalerweise stelle ich mir das so vor, daß man im Haus zwischen Wohn- und Eßzimmer, Küche und Schlafzimmer zwei bis drei oder gern auch mehr iPads verstreut hat, auf die jedes Familienmitglied bei Bedarf schnell zugreifen kann. Das Gerät würde per Frontkamera (die das iPad derzeit leider nicht hat) erkennen, wer es gerade nutzt und entsprechend diesen User einloggen mit entsprechend individuellen Einstellungen und Mailkonten etc.; bedauerlicherweise ist genau dieser Einsatzbereich derzeit nicht möglich, weil das iPad nicht für Multiuserbetrieb sondern nur als persönlicher Begleiter ausgelegt ist. Dies ist aus meiner Sicht das größte Manko neben der Tatsache, auch keine normale Kamera und klassische Telefonfunktionalität an Bord ist.</p>  <p>Insofern hoffe ich im Interesse der technischen Emanzipation der Massen <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png\" alt=\";-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /> auf ein baldiges Nachfolgemodell, welches diese Schwachstellen behebt. Dies könnte dann auch helfen, Gelegenheitsnutzer und Senioren mit einem bequemen und vor allem extrem leicht zu bedienenden Wohnzimmer-Allzeitzugriffsgerät auszustatten.</p>  <h3>Meine Erfahrungen im Detail</h3>  <p>Aber genug der abstrakten Worte. Ich persönlich habe das iPad nicht nur als IMDB-Browser gekauft, sondern vor allem als E-Reader zur gemütlichen Lektüre von (multimedialen) Ebooks, Epapers und Feeds/Websites verbunden mit der Möglichkeit, mal eben Kalender/Kontakte/Mails zu checken oder Geo-Apps wie Google Earth bzw. Lokalisierungsdienste zu nutzen (übrigens ist gerade auch mit Blick auf Augmented Reality die fehlende Kamera ein wirkliches Ärgernis).</p>  <p>Seitdem ich mein iPad habe, habe ich viel mehr Zeit lesenderweise auf der Terrasse verbracht (was mir leider einen recht üblen Sonnenbrand beschert hat; böses iPad…). Mein iPhone ist zwar für gelegentliche Lektüre geeignet, auf Dauer aber einfach zu klein. Mein Notebook ist zu wuchtig und wird zu heiß, als daß man es locker auf den Beinen ablegen würde; damit wäre man immer genötigt, aufrecht an einem Tisch zu sitzen — weshalb ich es selten „mal eben“ mit nach draußen genommen haben. Das Handling des iPad dagegen ist absolut klasse — ein völlig neues und schönes Nutzungsgefühl.</p>  <p>Die erste Inbetriebnahme lief vollkommen problemlos, die Apps wurden alle reibungslos synchronisiert (es mußte nur hie und da Zugangsdaten oder kleinere Einstellungen erneut vorgenommen werden). Die Maße hätten gern noch minimal größer ausfallen können (z.B. auf A4-Format), aber man will ja nicht meckern. Das Display jedenfalls ist gut (wenn auch nicht vergleichbar mit dem Retina-Display des iPhone), auch wenn mich verspiegelte Displays generell recht nerven (wobei ich zugeben muß, daß diese naturgemäß genialer aussehen als die matten Konkurrenten).</p>  <p>Sehr praktisch ist der Knopf für die Rotationssperre. Schade, daß diese Einstellung beim iPhone etwas unpraktischer ist (bzw. mit Geräten ohne iOS4 unmöglich). Allerdings fehlt mir doch der Stummschalt-Knopf ein wenig, zumal man eingelogt sein muß, um das Gerät leise zu stellen. Sprich: Wenn einem Nachts einfällt, daß man volle Lautstärke angeschaltet hatte und nicht von Erinnerungen geweckt werden will, muß man erst das Gerät einschalten und den Zahlencode zum Entsperren eingeben (also 5 laute Geräusche erzeugen, sofern man akustisches Tastenfeedback angestellt hat (was ich wiederum aus allgemeinen Ergonomiegründen habe)). Im Zweifel hat man damit andere Mitbewohner dann schon geweckt. Auch wenn das ein kleiner Punkt ist: Hier muß sollte mit einem Software-Update nachgebessert werden, daß man die Lautstärke auch uneingelogt ändern kann.</p>  <p>Apropos Update. Schade ist, daß das iPad noch unter Version 3.2 des OS läuft. Damit fehlen Multitasking und Ordner, die ich beide sehr vermisse. Interessant ist, daß es dennoch Funktionen (oder praktische Bugs?) hat, die es auf dem iPhone mit iOS4 nicht gibt. So kann man beispielsweise häufig benutzte Sonderzeichen und Umlaute auf der Tastatur schneller erreichen, indem man über dem Grundbuchstaben einfach mit dem Finger nach oben wischt. Eine echt praktische Sache.</p>  <p>Im Gegensatz zum iPhone scheint mir die Batterielaufzeit sehr gut zu sein. So konnte ich z. B. zwei komplette WM-Spiele von EyeTV auf meinem iMac mittels EyeTV-App am Pad anschauen und es war da nach noch mehr als genug Power über. Die Verwendung als Garten-Fernseher hatte ich vorher gar nicht im Auge gehabt, aber umso mehr bewährt hat sie sich… <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png\" alt=\";-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /></p>  <p>Schade ist, daß immer noch nicht alle Apps mit dem Format klarkommen. So werden die offiziellen Twitter- und Facebook-Apps nur auf iPhone-Größe dargestellt. Alternativ kann man diese um Faktor 2 zoomen, aber das sieht furchterregend aus, weil die Vergrößerung extrem pixelig wird. Toll aber sind Epaper-Anwendungen. Den Spiegel lese ich nun wesentlich intensiver; auch Welt HD ist klasse gemacht, aber bei weitem noch übertroffen von Wired, welches für nur 2,99 € pro Ausgabe zu lesen ist.</p>  <p>Was mich etwas nervt ist, daß Safari nur neun geöffnete Tabs zuläßt und — schlimmer noch — bei weiteren Anforderungen neuer Tabs über „in neuem Fenster öffnen“ einfach mal sang- und klanglos ein bestehendes Tab überschreibt. Ebenfalls ärgerlich die Macke, Seiten beim Wechsel zwischen Tabs ohne Not zu reloaden, was mich vorhin (unter Beihilfe einer versagenden Autosave-Funktion in dieser Blogsoftware) einen längeren Text gekostet hat… <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/sad.png\" alt=\":-(\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /> Insbesondere diese Macke verhindert effektive Recherche während man in einem Safari-Fenster tippt.</p>  <h3>Zubehör</h3>  <p>Spezielles iPad-Zubehör gibt es kaum. Ich habe mir bisher nur das offizielle Apple iPad-Case zugelegt, mit dem ich mich nicht so recht anfreunden kann. Es ist überteuert und funktionell nicht ausgereift, denn insb. steht es nicht gut hochkant; auch geht der iPad schwer rein und vor allem wieder raus. In Sachen Schutzhülle muß ich mich also noch mal umsehen.</p>  <p>Das Tastatur-Dock mag ich etwas lieber. Denn für längere Texte ermöglicht es eben eine effizientere Texteingabe. Und es kompensiert partiell die mangelnde Standstabilität des Case; allerdings läßt sich das iPad dort nur hochkant stellen, was für viele Anwendungen suboptimal ist und auch ästhetisch fragwürdig. Schlimmer allerdings ist, daß es scheinbar bisher nicht möglich ist, mit den Cursortasten durch Tabs oder Apps zu navigieren. Auch kann man den Cursor nicht nutzen, um vorgeschlagene Autocomplete-Einträge auszuwählen oder im Text einer App oder Website zu scrollen. Hier ist softwaretechnische Nachbesserung wichtig.</p>  <h3>Fazit</h3>  <p>Völlig unkritisch habe ich mich dem Gerät nicht hingegeben. Man merkt, daß es nunmal das Erste seiner Art ist und es kleinere Macken hat. Insgesamt ist also wie immer noch Luft nach oben. Aber: Die Nutzung fühlt sich toll an, ist glatt und bequem und erfüllt exakt meine Vorstellungen und Anforderungen. Daher bin ich äußerst zufrieden, die Kaufentscheidung getroffen zu haben und kann das iPad wärmstens weiterempfehlen.</p>     ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-07-04T16:04:52Z</published>
        <updated>2010-07-05T06:25:44Z</updated>
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                <h3>Preludium</h3>
<p>Als professioneller Prokrastinator bin ich durch jahreslanges Intensivtraining darauf spezialisiert, eine nicht unerhebliche Anzahl von Dingen (vornehmlich die, die sich nicht ganz so spontan umsetzen lassen) in Ermangelung von Resourcen wie Zeit, Muße, Lust, Motivation, Dringlichkeit usw. aufzuschieben — und ohne bösen Vorsatz dank optimal funktionierender Verdrängung schlicht zu vergessen. Man könnte ja argumentieren, daß die Sachen dann nicht wirklich wichtig waren, aber ich fürchte, daß das nicht zwingend so ist.</p>
<p>In Kenntnis dieses Phänomens habe ich irgendwann begonnen, mir Geistesblitze und Ideen jeder Art rein prophylaktisch in meinem privaten Wiki (nein, kein Link, es ist wie gesagt privat) zu notieren, um sie vor der gedanklichen Ausrottung zu bewahren. Dies allerdings führt dazu, daß zwar eine umfängliche Sammlung Unvollendeter Heurekismen (schöner Neologismus, oder?) aggregiert ist, dort aber unentdeckt sein Dasein fristet.</p>
<p>Diesen Umstand möchte ich zumindest beenden und eröffne daher hiermit offiziell die Rubrik „Was fehlt…“, in der ich gelegentlich Gedanken präsentieren werde, von denen ich meine, daß deren Realisierung Lücken füllen oder zumindest bestehende Verbessern helfen würde. Vielleicht kann ich auf diesem Wege einigen Ideen mittelbar zur Umsetzung verhelfen, sofern jemand sich davon inspiriert fühlt, entsprechendes anzugehen. Und mit ganz viel Glück wird das ein- oder andere Projekt ja ein Erfolg und der Schöpfer klickt wohltätig auf den Spendenbutton, um meinen kleinen Anteil daran zu würdigen <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /> (man wird ja wohl noch träumen dürfen)</p>
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<p>Nun denn, nach diesem Vorgeplänkel kommt hier mein erster Gedanke. Es mag sein, daß er bereits in den Untiefen des Netzes umgesetzt ist, aber dann jedenfalls hat dies den Weg zu mir nicht gefunden.</p>
<h3>Zur Sache, Stecki</h3>
<p>Was fehlt, ist ein qualitativ ausdifferenziertes Soziales Meta-Netzwerk. Das Netzwerk soll folgende Eigenschaften haben:</p>
<ul>
<li>Es soll bestehende (Soziale) Netzwerke wie Twitter, Facebook, Xing &amp; Co. verbinden, indem man seine Profile dort hinzufügt, es per API der einzelnen Services Verbindungen zu anderen Personen herausfindet bzw. über öffentlich verfügbare <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Social_graph">Social-Graphs</a> abbildet (siehe <a href="http://socialgraph-resources.googlecode.com/svn/trunk/samples/findcontacts.html?q=http://www.stecki.de%0D%0Ahttp://blog.stecki.de%0D%0Ahttp://facebook.de/stecki%0D%0Ahttp://www.xing.com/profile/Malte_Steckmeister%0D%0Ahttp://twitter.com/Stecki%0D%0Ahttp://www.linkedin.com/in/maltesteckmeister%0D%0Ahttp://www.flickr.com/photos/stecki/%0D%0Ahttp://del.icio.us/Stecki%0D%0Ahttp://friendfeed.com/stecki">meinen Social-Graph</a> via <a href="http://code.google.com/apis/socialgraph/">Google Social Graph API</a>).</li>
<li>Es soll diese Verknüpfungen normalisieren und vervollständigen, also — soweit anhand der Daten möglich — die verschiedenen Profile derselben Person vernüpfen und herausfinden, auf welchen Services ich noch nicht mit Personen verbunden bin, mit denen ich auf anderen Sites bereits Kontakte habe.</li>
<li>Vor allem aber soll es die Möglichkeit haben, die <i>Verbindungen zu einzelnen Resourcen auszudifferenzieren</i>. Denn derzeit kennen die meisten Services nur sehr elementare Möglichkeiten der Strukturierung. Follow-Status bei Twitter ist entweder uni- oder bidriektional; die Listenfunktionalität ermöglicht elementare Einteilung. Bei Facebook ist man befreundet oder ist es nicht; man kann dort aber immerhin Gruppen definieren. Bei Xing gibt es ebenfalls nur echte oder gemerkte Kontakte. LinkedIn und Plaxo erlauben leichte Ausdifferenzierung im wesentlichen nach beruflich/privat. StayFriends ist da noch etwas feiner differenziert. Letztlich aber bleiben alle diese Services hinter den Möglichkeiten und IMHO auch Anforderungen zurück.<br />Meines Erachtens sollte es möglich sein, den <b>Typ der Verbindung</b> sowohl mit genormten (<a href="http://www.w3.org/RDF/">RDF</a>, <a href="http://www.foaf-project.org/">FOAF</a>) als auch freiem Vokabular gewissermaßen qualitativ zu beschreiben und semantisch anzureichern, sowie die <b>Intensität der Verbindung</b> zu quantifizieren.<br />Ich möchte also qualifizieren können, ob jemand beispielsweise Bekannter, Freund, Nachbar, Kollege, Vereinskumpan und/oder Parteifreund ist. Ich möchte klassifizieren können, ob ich jemanden aus persönlichem Face2Face-Kontakt kenne usw., vor allem aber auch, wie nah diese Person mir steht. Hierzu wäre es hilfreich, wenn die Verbindung also nicht nur als Tag, sondern gewissermaßen als Vektor, sprich verbunden mit einem Intensitätswert gespeichert würde. Dieser Wert könnte ja sogar beispielsweise anhand des Kommunikationsverhaltens abgeschätzt (und voll- oder halbautomatisch dauerhaft nachjustiert/aktualisiert) oder/und manuell festgelegt werden. Mailt oder telefoniert man häufig? Enger Kontakt. Retweeted man jemanden oft? Inspirierende Informationsquelle. Ist man oft zur gleichen Zeit am selben Ort? Wenn der Ort eine Firma ist: Kollege. Wenn der Ort ein Privathaus ist: Nachbar oder Mitbewohner. Uswusf.</li>
<li>Man könnte dann als Nutzer spannende Selektionen und Verteiler kreieren (z. B. alle Freunde, die im 30 km Radius leben und die man länger nicht gesehen hat ). Und man könnte diese Dinge à la <a href="http://www.thebrain.com/">The Brain</a> visualisieren, gruppieren und ganz neue Zusammenhänge entdecken, je nachdem, welche Daten der Personen sichtbar sein (z.B. über Freunde von Freunden alte Bekannte wiederfinden oder anhand von Inhalten getwitterter oder in delicious gebookmarkter Links sehen, wer sich gerade mit ähnlichen Themen/Gedanken beschäftigt. Auch Automatismen wie z.B. die Push-Meldung auf dem Telefon, wenn jemand sich in der Nähe aufhält könnte auf dem Wege intelligenter werden…viele Szenarien sind hier denkbar, je nachdem welche, wie viele und wie aktuelle Daten verfügbar sind bzw. gemacht werden.</li>
<li>Der Service soll Open-Source und dezentral/self-hosted sein, so daß ich die Software auf meinem eigenen Server betreiben kann, statt die Daten der Cloud anzuvertrauen. Aber er soll sich ebeb auch mit anderen Nodes im Rahmen individueller Freigabe und Sichtbarkeit von Daten austauschen können.</li>
</ul>
<p>Letztlich geht es mir nicht nur um eine bessere Abbildung der Realität; dies wäre auch viel zu technokratisch. Aber ich vermisse einfache, handhabbare Software, um diese Art von Aggregation, Normalisierung und Datenselektion vornehmen zu können. Gewissermaßen ein privates Google, das mir das Wissen, das in meinen Verbindungen steckt, besser zugänglich und nutzbar macht.</p>
<p>Wie findet ihr diese zugegeben nicht vollständig ausgereiften und möglicherweise auch nicht zuendegedachten Gedankenansätze? Sind sie unrealisierbar? Oder sind Google &amp; Facebook faktisch eh schon so weit, nur daß wir als Endnutzer nicht viel davon haben? Wäre es datenschutztechnisch zu problematisch? Oder faktisch zu kompliziert und unbenutzbar? Oder gibt es das alles doch schon und ich habe es nur nicht gefunden oder nutze es falsch? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!</p> 
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Dies allerdings führt dazu, daß zwar eine umfängliche Sammlung Unvollendeter Heurekismen (schöner Neologismus, oder?) aggregiert ist, dort aber unentdeckt sein Dasein fristet.</p>  <p>Diesen Umstand möchte ich zumindest beenden und eröffne daher hiermit offiziell die Rubrik „Was fehlt…“, in der ich gelegentlich Gedanken präsentieren werde, von denen ich meine, daß deren Realisierung Lücken füllen oder zumindest bestehende Verbessern helfen würde. Vielleicht kann ich auf diesem Wege einigen Ideen mittelbar zur Umsetzung verhelfen, sofern jemand sich davon inspiriert fühlt, entsprechendes anzugehen. Und mit ganz viel Glück wird das ein- oder andere Projekt ja ein Erfolg und der Schöpfer klickt wohltätig auf den Spendenbutton, um meinen kleinen Anteil daran zu würdigen <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png\" alt=\":-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /> (man wird ja wohl noch träumen dürfen)</p>  <form action=\"https://www.paypal.com/cgi-bin/webscr\" method=\"post\">  <input type=\"hidden\" name=\"cmd\" value=\"_s-xclick\">  <input type=\"hidden\" name=\"hosted_button_id\" value=\"WCVDJGQVWJXPQ\">  <input type=\"image\" src=\"https://www.paypal.com/de_DE/DE/i/btn/btn_donate_SM.gif\" border=\"0\" name=\"submit\" alt=\"Jetzt einfach, schnell und sicher online bezahlen – mit PayPal.\">  <img alt=\"\" border=\"0\" src=\"https://www.paypal.com/en_US/i/scr/pixel.gif\" width=\"1\" height=\"1\">  </form>  <p>Nun denn, nach diesem Vorgeplänkel kommt hier mein erster Gedanke. Es mag sein, daß er bereits in den Untiefen des Netzes umgesetzt ist, aber dann jedenfalls hat dies den Weg zu mir nicht gefunden.</p>  <h3>Zur Sache, Stecki</h3>  <p>Was fehlt, ist ein qualitativ ausdifferenziertes Soziales Meta-Netzwerk. Das Netzwerk soll folgende Eigenschaften haben:</p>  <ul>  <li>Es soll bestehende (Soziale) Netzwerke wie Twitter, Facebook, Xing &amp; Co. verbinden, indem man seine Profile dort hinzufügt, es per API der einzelnen Services Verbindungen zu anderen Personen herausfindet bzw. über öffentlich verfügbare <a href=\"http://en.wikipedia.org/wiki/Social_graph\">Social-Graphs</a> abbildet (siehe <a href=\"http://socialgraph-resources.googlecode.com/svn/trunk/samples/findcontacts.html?q=http://www.stecki.de%0D%0Ahttp://blog.stecki.de%0D%0Ahttp://facebook.de/stecki%0D%0Ahttp://www.xing.com/profile/Malte_Steckmeister%0D%0Ahttp://twitter.com/Stecki%0D%0Ahttp://www.linkedin.com/in/maltesteckmeister%0D%0Ahttp://www.flickr.com/photos/stecki/%0D%0Ahttp://del.icio.us/Stecki%0D%0Ahttp://friendfeed.com/stecki\">meinen Social-Graph</a> via <a href=\"http://code.google.com/apis/socialgraph/\">Google Social Graph API</a>).</li>  <li>Es soll diese Verknüpfungen normalisieren und vervollständigen, also — soweit anhand der Daten möglich — die verschiedenen Profile derselben Person vernüpfen und herausfinden, auf welchen Services ich noch nicht mit Personen verbunden bin, mit denen ich auf anderen Sites bereits Kontakte habe.</li>  <li>Vor allem aber soll es die Möglichkeit haben, die <i>Verbindungen zu einzelnen Resourcen auszudifferenzieren</i>. Denn derzeit kennen die meisten Services nur sehr elementare Möglichkeiten der Strukturierung. Follow-Status bei Twitter ist entweder uni- oder bidriektional; die Listenfunktionalität ermöglicht elementare Einteilung. Bei Facebook ist man befreundet oder ist es nicht; man kann dort aber immerhin Gruppen definieren. Bei Xing gibt es ebenfalls nur echte oder gemerkte Kontakte. LinkedIn und Plaxo erlauben leichte Ausdifferenzierung im wesentlichen nach beruflich/privat. StayFriends ist da noch etwas feiner differenziert. Letztlich aber bleiben alle diese Services hinter den Möglichkeiten und IMHO auch Anforderungen zurück.<br />Meines Erachtens sollte es möglich sein, den <b>Typ der Verbindung</b> sowohl mit genormten (<a href=\"http://www.w3.org/RDF/\">RDF</a>, <a href=\"http://www.foaf-project.org/\">FOAF</a>) als auch freiem Vokabular gewissermaßen qualitativ zu beschreiben und semantisch anzureichern, sowie die <b>Intensität der Verbindung</b> zu quantifizieren.<br />Ich möchte also qualifizieren können, ob jemand beispielsweise Bekannter, Freund, Nachbar, Kollege, Vereinskumpan und/oder Parteifreund ist. Ich möchte klassifizieren können, ob ich jemanden aus persönlichem Face2Face-Kontakt kenne usw., vor allem aber auch, wie nah diese Person mir steht. Hierzu wäre es hilfreich, wenn die Verbindung also nicht nur als Tag, sondern gewissermaßen als Vektor, sprich verbunden mit einem Intensitätswert gespeichert würde. 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Und man könnte diese Dinge à la <a href=\"http://www.thebrain.com/\">The Brain</a> visualisieren, gruppieren und ganz neue Zusammenhänge entdecken, je nachdem, welche Daten der Personen sichtbar sein (z.B. über Freunde von Freunden alte Bekannte wiederfinden oder anhand von Inhalten getwitterter oder in delicious gebookmarkter Links sehen, wer sich gerade mit ähnlichen Themen/Gedanken beschäftigt. Auch Automatismen wie z.B. die Push-Meldung auf dem Telefon, wenn jemand sich in der Nähe aufhält könnte auf dem Wege intelligenter werden…viele Szenarien sind hier denkbar, je nachdem welche, wie viele und wie aktuelle Daten verfügbar sind bzw. gemacht werden.</li>  <li>Der Service soll Open-Source und dezentral/self-hosted sein, so daß ich die Software auf meinem eigenen Server betreiben kann, statt die Daten der Cloud anzuvertrauen. Aber er soll sich ebeb auch mit anderen Nodes im Rahmen individueller Freigabe und Sichtbarkeit von Daten austauschen können.</li>  </ul>  <p>Letztlich geht es mir nicht nur um eine bessere Abbildung der Realität; dies wäre auch viel zu technokratisch. Aber ich vermisse einfache, handhabbare Software, um diese Art von Aggregation, Normalisierung und Datenselektion vornehmen zu können. Gewissermaßen ein privates Google, das mir das Wissen, das in meinen Verbindungen steckt, besser zugänglich und nutzbar macht.</p>  <p>Wie findet ihr diese zugegeben nicht vollständig ausgereiften und möglicherweise auch nicht zuendegedachten Gedankenansätze? Sind sie unrealisierbar? Oder sind Google &amp; Facebook faktisch eh schon so weit, nur daß wir als Endnutzer nicht viel davon haben? Wäre es datenschutztechnisch zu problematisch? Oder faktisch zu kompliziert und unbenutzbar? Oder gibt es das alles doch schon und ich habe es nur nicht gefunden oder nutze es falsch? 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        <published>2010-07-01T18:41:12Z</published>
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                <p>Wie ich zu meinem Glück kam, weiß ich immer noch nicht: Vor nicht ganz einer Woche (am Donnerstag, den 24. Juni) hatte ich gleich morgens früh über die T-Mobile-Hotline ein iPhone 4 bestellt. Noch am selben Abend erhielt ich zu meiner großen Verwunderung eine SMS von DHL, daß die Telekom ein Paket an mich versandt habe. Und absolut unerwartet hielt ich das gute Gerät dann doch glatt am nächsten Tag — keine 30 Stunden nach Bestellung — in den Händen.</p>
<p>Nach dem Öffnen der schicken Verpackung (nur halb so groß wie beim Vorgängermodell) war ich gleich angetan vom neuen Spielzeug. Denn es ist etwas schwerer als das 3 GS und liegt damit (subjektiv) besser in der Hand. Zwar fand ich schon den Vorgänger seiner herrlichen Rundungen wegen stilistisch außerordentlich gelungen. Aber das neue Design mit dem Metallband und beidseitig glatter Glasoberfläche sieht IMHO wesentlich hochwertiger aus, eben nicht so plastikmäßig.</p>
<p>Das Inbetriebnehmen erwies sich leider als recht problematisch, aber nicht wg. Apple, sondern wegen der Telekom. Denn die Dame an der Telekom-Hotline wollte mir partout nicht glauben, daß ich das Gerät bereits habe und mir daher die legal und mit allen Authorisationsdaten vorliegende Mikro-SIM nicht freischalten (und hat sich daraufhin absolut unerhört benommen und nach einigem Pöbeln einfach aufgelegt. Ohne Worte). Naja, 25 weitere Minuten und mehrere Gesprächspartner später gelangte ich schlussendlich an eine gleichsam freundliche wie auch kompetente und bemühte Mitarbeiterin, die sich höflich für meine etwas abstruse Erfahrung entschuldigte und die Karte unverzüglich aktivierte, so daß der vollumfänglichen Verwendung des neuen Gadgets nichts mehr im Wege stand.</p>
<p>Die Umstellung vom alten 3GS auf das 4er-Modell erwies sich als unerwartet unkompliziert. Daten gesichert, neues Telefon an iTunes ran, aktualisiert und Einstellungen und Apps wurden übernommen. Lediglich mußte ich bei ein paar Apps Zugangsdaten neu eingeben etc., aber der Aufwand war minimal.</p>
<p>Was als allererstes sofort ins Auge fällt beim neuen iPhone 4 ist das sog. Retina-Display. Es ist wirklich extrem scharf, man sieht aus normaler Distanz absolut keine Pixel mehr (außer bei App-Icons, die noch nicht für diese Auflösung erstellt wurden). Das macht vor allem Websites und andere Anwendungen mit relativ zum Display kleinen Schriften plötzlich sehr gut les- und bedienbar. Allein das wäre meines Erachtens ein Grund, auf das neue Phone zu wechseln.</p>
<p>Das nächste klare Pro ist die Kamera. Nicht nur reagiert und knipst sie deutlich schneller (was m. W. eine Optimierung im Rahmen des Updates von iPhone OS 3 auf iOS4 ist), sondern Auflösung und Bildqualität sind wesentlich besser und erstmals wirklich als (für eine Handycam) brauchbar zu bezeichnen. Auch bei leichter Dämmerung gelingen Bilder (und Filme) noch erstaunlich gut. Ansonsten gibt es jetzt ja einen Blitz, der weiterhilft — auch wenn ich bisher hiermit nur mittelprächtige Erfahrungen gemacht habe, weil die Farben recht verfälscht waren. Scheinbar aber gibt es noch ein kleines (vielleicht multitaskingbedingtes) Problem, welches sich bei mir mehrfach gezeigt hat: Ruft man Fotos auf, finden sich frisch geknipste Fotos nicht im Album. Erst wenn man aus der Kamera-App unten links auf die Aufnahmen klickt, werden diese im Album aktualisiert. Das ist verwirrend und sehr unpraktisch, wird aber hoffentlich gefixt.</p>
<p>Apropos Multitasking: Da bisher fast keine Anwendung so richtig dafür optimiert/ausgelegt ist, kann ich hier noch keine Erfahrungen berichten.</p>
<p>Eine andere Sache macht mir aber ernsthaft Sorgen: Rein subjektiv (leider keine belastbare Empirie vorhanden) scheint mir der Akku noch schneller leergelutscht zu sein. Woran dies genau liegt, kann ich nur mutmaßen. Möglicherweise eine Mischung aus besserem Display, Multitasking und vielleicht auch begeisterter Mehrnutzung meinerseits… <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<p>Zu den sich häufenden Berichten über antennenkonzeptionsbedingte Empfangsprobleme kann ich bisher nichts sagen mangels hinreichender statistischer Basis. Ich jedenfalls hatte bislang keine Probleme beim Telefonieren oder Surfen. Auch kann ich auf meinem Display keine Verfärbungen feststellen. Vielleicht bin ich auch einfach nur nicht anspruchsvoll genug… <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<p>Ein wenig ärgere ich mich, daß ich mir im Bestell-Rausch bei Apple auch einen Bumper zum Schutz des iPhones bestellt habe. Irgendwie war mir nicht klar, daß es wirklich nur ein kleines Gummibändchen für den Rand ist (ich hatte gedacht, daß es auch die Rückseite abdeckt; nächstes Mal schaue ich mir Zubehör genauer an; denn 29 Euronen für das Busserl Gummi sind offengestanden frech).</p>
<p>Insofern muß ich auch dringend noch eine für iPhone 4 geeignete Tasche/Hülle finden, denn ich habe schon Schiß um Glasfront- und Rückseite. Meine bisherige Ledertasche paßt zwar vom Format an sich, aber die Kamera wird dadurch abgeschattet. Aber man kann vermutlich nicht alles haben: Ein erstklassig designtes, stilisches Gerät, daß gleichzeitig obertaff ist.</p>
<p>Summa summarum halte ich fest: Ich gebe mein iPhone 4 nicht wieder her (jedenfalls nicht, bis es dafür einen würdigen Nachfolger gibt). Und ich freue mich auf eure Erfahrungen!</p>
 
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Aber das neue Design mit dem Metallband und beidseitig glatter Glasoberfläche sieht IMHO wesentlich hochwertiger aus, eben nicht so plastikmäßig.</p>  <p>Das Inbetriebnehmen erwies sich leider als recht problematisch, aber nicht wg. Apple, sondern wegen der Telekom. Denn die Dame an der Telekom-Hotline wollte mir partout nicht glauben, daß ich das Gerät bereits habe und mir daher die legal und mit allen Authorisationsdaten vorliegende Mikro-SIM nicht freischalten (und hat sich daraufhin absolut unerhört benommen und nach einigem Pöbeln einfach aufgelegt. Ohne Worte). Naja, 25 weitere Minuten und mehrere Gesprächspartner später gelangte ich schlussendlich an eine gleichsam freundliche wie auch kompetente und bemühte Mitarbeiterin, die sich höflich für meine etwas abstruse Erfahrung entschuldigte und die Karte unverzüglich aktivierte, so daß der vollumfänglichen Verwendung des neuen Gadgets nichts mehr im Wege stand.</p>  <p>Die Umstellung vom alten 3GS auf das 4er-Modell erwies sich als unerwartet unkompliziert. Daten gesichert, neues Telefon an iTunes ran, aktualisiert und Einstellungen und Apps wurden übernommen. Lediglich mußte ich bei ein paar Apps Zugangsdaten neu eingeben etc., aber der Aufwand war minimal.</p>  <p>Was als allererstes sofort ins Auge fällt beim neuen iPhone 4 ist das sog. Retina-Display. Es ist wirklich extrem scharf, man sieht aus normaler Distanz absolut keine Pixel mehr (außer bei App-Icons, die noch nicht für diese Auflösung erstellt wurden). Das macht vor allem Websites und andere Anwendungen mit relativ zum Display kleinen Schriften plötzlich sehr gut les- und bedienbar. Allein das wäre meines Erachtens ein Grund, auf das neue Phone zu wechseln.</p>  <p>Das nächste klare Pro ist die Kamera. Nicht nur reagiert und knipst sie deutlich schneller (was m. W. eine Optimierung im Rahmen des Updates von iPhone OS 3 auf iOS4 ist), sondern Auflösung und Bildqualität sind wesentlich besser und erstmals wirklich als (für eine Handycam) brauchbar zu bezeichnen. Auch bei leichter Dämmerung gelingen Bilder (und Filme) noch erstaunlich gut. Ansonsten gibt es jetzt ja einen Blitz, der weiterhilft — auch wenn ich bisher hiermit nur mittelprächtige Erfahrungen gemacht habe, weil die Farben recht verfälscht waren. Scheinbar aber gibt es noch ein kleines (vielleicht multitaskingbedingtes) Problem, welches sich bei mir mehrfach gezeigt hat: Ruft man Fotos auf, finden sich frisch geknipste Fotos nicht im Album. Erst wenn man aus der Kamera-App unten links auf die Aufnahmen klickt, werden diese im Album aktualisiert. Das ist verwirrend und sehr unpraktisch, wird aber hoffentlich gefixt.</p>  <p>Apropos Multitasking: Da bisher fast keine Anwendung so richtig dafür optimiert/ausgelegt ist, kann ich hier noch keine Erfahrungen berichten.</p>  <p>Eine andere Sache macht mir aber ernsthaft Sorgen: Rein subjektiv (leider keine belastbare Empirie vorhanden) scheint mir der Akku noch schneller leergelutscht zu sein. Woran dies genau liegt, kann ich nur mutmaßen. Möglicherweise eine Mischung aus besserem Display, Multitasking und vielleicht auch begeisterter Mehrnutzung meinerseits… <img src=\"http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png\" alt=\";-)\" style=\"display: inline; vertical-align: bottom;\" class=\"emoticon\" /></p>  <p>Zu den sich häufenden Berichten über antennenkonzeptionsbedingte Empfangsprobleme kann ich bisher nichts sagen mangels hinreichender statistischer Basis. 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Meine bisherige Ledertasche paßt zwar vom Format an sich, aber die Kamera wird dadurch abgeschattet. Aber man kann vermutlich nicht alles haben: Ein erstklassig designtes, stilisches Gerät, daß gleichzeitig obertaff ist.</p>  <p>Summa summarum halte ich fest: Ich gebe mein iPhone 4 nicht wieder her (jedenfalls nicht, bis es dafür einen würdigen Nachfolger gibt). Und ich freue mich auf eure Erfahrungen!</p>   ';
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        <author>
            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-06-24T20:53:06Z</published>
        <updated>2010-07-03T10:18:08Z</updated>
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        <title type="html">Lächerliche Lex Google: OpenLiveStreetView3D wird kommen</title>
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                <p>Was sich schon seit einigen Wochen angesichts der teils fast schon hysterische Züge annehmende Diskussion abzeichnete, <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Justizminister-wollen-wirksamen-Schutz-beim-Datensammeln-1028667.html">konkretisiert sich</a> <a href="http://www.golem.de/1006/76011.html">nun</a> wie erwartet. Die <a href="http://www.hamburg.de/justizministerkonferenz/2034300/justizministerkonferenz.html">Justizministerkonferenz</a> hat <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2348786/data/2010-fruehjahrskonferenz-02.pdf">beschlossen</a> (PDF), durch eine <del>Lex Google</del>Gesetzesinitiative einen „wirksamen Schutz der Betroffenen zu gewährleisten.</p>
<p>Der Hamburger Justizsenator, von dem die Initiative ausgeht, sagt dazu:</p>
<blockquote>“Die Persönlichkeitsrechte und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht länger vom Wohlwollen der Anbieter abhängen.“</blockquote>
<p>Nun kann man lange diskutieren, welche konkreten Persönlichkeitsrechte denn nun wirklich betroffen sind und inwiefern die Sicherheit der Bürger bedroht ist. Die Argumente dazu sind hinlänglich ausgetauscht und <a href="http://blog.stecki.de/archives/196-Google-Streetview-Mein-Gastbeitrag-Pro-in-den-Luebecker-Nachrichten.html">mein Standpunkt dazu</a> ist klar.</p>
<p>Die Politik wäre gut beraten, einen Gang zurückzuschalten, verbal abzurüsten und weniger Angst vor Neuem zu schüren. Es geht mir nicht darum, Probleme zu bagatellisieren. Aber Google macht durch Verpixelung von Personen und Autokennzeichen schon mehr als alle andere, die Bilder ins Netz stellen.</p>
<p>Was mich aber nun eigentlich bewegt, sind folgende Aspekte:</p>
<p>Die Justizminister haben — auch wenn man stets betont, daß es anders sei — ganz im Wesentlichen ein Einzelfallgesetz vor, das von seiner Stoßrichtung auf einen Großanbieter wie eben Google ausgerichtet ist. Und es mag sein, daß man es schafft, Google regulatorisch am Nasenring durch sein Google Earth zu ziehen. Nur: Sollte Google als Folge der rechtlichen Einschränkungen nicht so interessant und attraktiv sein, wie es sich die potentiellen Nutzer wünschen, dann ist die logische Konsequenz, daß diese die Sache in die eigene Hand nehmen und crowdsourcen. <a href="http://twitter.com/JensBest">@JensBest</a> hatte dies <a href="http://twitter.com/jensbest/status/13260463835">als erster auf Twitter deutlich ausgesprochen</a> (und wurde deswegen in der FAZ unter <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E2059357259914D60B8E8BFA41FE87948~ATpl~Ecommon~Scontent.html">„Googles windige Helfer“</a> rubriziert).</p>
<p>Und natürlich startete sofort das Projekt <a href="http://openstreetview.org/">openstreetview.org</a>. Auch wenn dieses bisher letztlich nur symbolischen Wert hat: Es sollte jedem der Beteiligten klar sein, daß es technisch angesichts schierer Unmengen von georeferenzierten Bildern im Netz nur eine Frage der Zeit ist, bis diese mit hinreichender Dichte und Aktualität zu einem StreetView-Analogum aggregiert werden.</p>
<p>Und was genau will die JMK dann tun? Oder warum besteht sie dann nicht auch darauf, daß schon jetzt jeder, der Bilder ins Netz einspeist, die Einwilligung „betroffener“ Hauseigentümer oder -bewohner einholt bzw. einen Mechanismus zur Einlegung eines Widerspruchs vor Veröffentlichung implementiert?</p>
<p>Solche Bildaggregationen im großen Stil werden kommen, so sicher wie das Amen in der Kirche. Und mit Techniken wie <a href="http://photosynth.net/">Photosynth</a> werden diese zu 3D-Welten werden, gegen die StreetView nur ein zaghafter Anfang war.</p>
<p>Und man muß auch nur ein bißchen weiter in die Zukunft schauen: Wie lange noch wird es dauern, bis wir möglicherweise zu wirklichen Lifestreaming-Devices aufgemotzte <abbr title="personal digital assistant">PDA</a>s/Handys mit uns herumtragen, die (so wir dies wollen) die ganze Zeit Livebilder ins Netz übertragen, welche dann mit einer Art Realtime-Videosynth zusammengefügt werden zu einem <strong> OpenLiveStreetView3D</strong>‽</p>
<p>Bundesinnenminister de Maizière hat den Punkt in seiner <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_156/SharedDocs/Reden/DE/2010/06/bm_netzpolitik.html?nn=109628">Grundsatzrede „Grundlagen für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft“</a> (siehe dazu auch <a href="http://blog.stecki.de/permalink/Material-zu-Perspektiven-Deutscher-Netzpolitik.html">meine Materialsammlung</a>) sehr gut deutlich gemacht:</p>
<blockquote cite="http://www.bmi.bund.de/cln_156/SharedDocs/Reden/DE/2010/06/bm_netzpolitik.html?nn=109628">„Nehmen wir das Beispiel Google Street View. Der Bundesrat berät hier gerade über einen Gesetzentwurf. Der Ansatz dieses Entwurfs ist aller Ehren wert, aber nach meiner Überzeugung falsch: Wir sollten gesetzgeberisch nicht den Weg einschlagen, dass wir für jeden neuen Dienst ein neues und eigenes Gesetz schaffen. Bei einer solchen Einzelfallgesetzgebung würden wir bald hoffnungslos hinterherhinken. Das Recht wäre dann weder technikneutral noch entwicklungsoffen.“</blockquote>
<p>Einen solchen Wettstreit mit der globalen Innovationskraft des Netzes wird die deutsche Politik nicht gewinnen, sofern sie nicht mehr und mehr Freiheiten beschränken und Menschen bevormunden will. Die Justizminister der Länder sollten sich die ganze Sache unter besonderer Berücksichtigung der deutlichen Ausführungen des Bundesinnenministers noch einmal überlegen…</p>
<hr />
<p>Nachtrag (25.06.2010 11:00): Zu recht <a href="http://www.telemedicus.info/article/1796-Justizminister-fordern-Street-View-Regelungen-im-BDSG.html?p_campaign=twitter#c3091">fragt Jens Best in den Kommentaren bei Telemedicus</a> nach einer wirklich nachvollziehbaren Begründung.</p> 
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Die <a href=\"http://www.hamburg.de/justizministerkonferenz/2034300/justizministerkonferenz.html\">Justizministerkonferenz</a> hat <a href=\"http://www.hamburg.de/contentblob/2348786/data/2010-fruehjahrskonferenz-02.pdf\">beschlossen</a> (PDF), durch eine <del>Lex Google</del>Gesetzesinitiative einen „wirksamen Schutz der Betroffenen zu gewährleisten.</p>  <p>Der Hamburger Justizsenator, von dem die Initiative ausgeht, sagt dazu:</p>  <blockquote>“Die Persönlichkeitsrechte und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht länger vom Wohlwollen der Anbieter abhängen.“</blockquote>  <p>Nun kann man lange diskutieren, welche konkreten Persönlichkeitsrechte denn nun wirklich betroffen sind und inwiefern die Sicherheit der Bürger bedroht ist. Die Argumente dazu sind hinlänglich ausgetauscht und <a href=\"http://blog.stecki.de/archives/196-Google-Streetview-Mein-Gastbeitrag-Pro-in-den-Luebecker-Nachrichten.html\">mein Standpunkt dazu</a> ist klar.</p>  <p>Die Politik wäre gut beraten, einen Gang zurückzuschalten, verbal abzurüsten und weniger Angst vor Neuem zu schüren. Es geht mir nicht darum, Probleme zu bagatellisieren. Aber Google macht durch Verpixelung von Personen und Autokennzeichen schon mehr als alle andere, die Bilder ins Netz stellen.</p>  <p>Was mich aber nun eigentlich bewegt, sind folgende Aspekte:</p>  <p>Die Justizminister haben — auch wenn man stets betont, daß es anders sei — ganz im Wesentlichen ein Einzelfallgesetz vor, das von seiner Stoßrichtung auf einen Großanbieter wie eben Google ausgerichtet ist. Und es mag sein, daß man es schafft, Google regulatorisch am Nasenring durch sein Google Earth zu ziehen. Nur: Sollte Google als Folge der rechtlichen Einschränkungen nicht so interessant und attraktiv sein, wie es sich die potentiellen Nutzer wünschen, dann ist die logische Konsequenz, daß diese die Sache in die eigene Hand nehmen und crowdsourcen. <a href=\"http://twitter.com/JensBest\">@JensBest</a> hatte dies <a href=\"http://twitter.com/jensbest/status/13260463835\">als erster auf Twitter deutlich ausgesprochen</a> (und wurde deswegen in der FAZ unter <a href=\"http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E2059357259914D60B8E8BFA41FE87948~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">„Googles windige Helfer“</a> rubriziert).</p>  <p>Und natürlich startete sofort das Projekt <a href=\"http://openstreetview.org/\">openstreetview.org</a>. 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Die Justizminister der Länder sollten sich die ganze Sache unter besonderer Berücksichtigung der deutlichen Ausführungen des Bundesinnenministers noch einmal überlegen…</p>  <hr />  <p>Nachtrag (25.06.2010 11:00): Zu recht <a href=\"http://www.telemedicus.info/article/1796-Justizminister-fordern-Street-View-Regelungen-im-BDSG.html?p_campaign=twitter#c3091\">fragt Jens Best in den Kommentaren bei Telemedicus</a> nach einer wirklich nachvollziehbaren Begründung.</p> ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-06-22T21:48:19Z</published>
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<p>Nein, dieser Tag ist deshalb denkwürdig, weil ich heute um 11:44 Uhr von UPS ein unscheinbares kleines Päckchen geschickt bekommen habe: Mein eigenes iPad, das ich liebevoll STECKiPAD® getauft habe, ist da! (hier geht es zu den <a href="http://www.flickr.com/photos/stecki/sets/72157624207330539/">Unboxing-Fotos</a> — einen Tag vorher hatte ich schon mal sozusagen als Generalprobe und leicht selbstironisch den vorab gekauften <a href="http://www.flickr.com/photos/stecki/sets/72157624201112025/">iPad-Case unboxed</a>) Vielleicht ist es ja das Jubiläums-iPad, denn Apple gab am selben Tag bekannt, daß inzwischen drei Millionen iPads verkauft worden sind.</p> 
<p>Am iPad gab es (schon vor dem Verkaufsstart) viel (kleinliche) Kritik. Aus erster Hand werde ich es zwar erst in einiger Zeit umfassend beurteilen können, aber ich muß schon sagen: Ich bin beeindruckt. Das Teil hat bisher alle meine Erwartungen erfüllt. Es fühlte sich von der ersten Minute einfach toll an.</p> 
<p>Ich bin mir sicher: Heute hatte ich die Zukunft in der Hand! &#160;</p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-03-08T09:33:06Z</published>
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                <p>Meine Güte. Egal welches Printmedium (bzw. Onlineableger) man liest: Fast wie gleichgeschaltet läuft da eine <s>Propaganda</s>Informationskampagne <s>gegen</s>über Google StreetView. Überall werden einem großformatig abgelichtete besorgte Bürger präsentiert, die sich brutalstmöglich durch StreetView ausgespäht und in ihren Grundrechte verletzt sehen.</p> 
<p>So auch heute in der totholzmanifestierten Speerspitze des Lokaljournalimus, der Ahrensburger Zeitung, Verzeihung, Stormarn-Beilage zum Hamburger Abendblatt (tut mir leid, daß ich mir jedesmal diese vollständige Ausformulierung geben muß, aber ich komme einfach nicht darüber hinweg, wie man so einen supergriffigen Titel erfinden konnte).</p> 
<p>Da ist also der Ahrensburger René Schwartz abgelichtet (in der Hand hält er einen Ordner, ich frage mich: Sind das alles seine Widersprüche? (sieht eigentlich eher wie ein Steuererklärungsformular aus, aber egal)). Dieser darf „mit entschlossenem Blick“ sich nun dort also ausführlich auf vier Spalten (womit der Artikel ca. 50% der redaktionellen Seitenfläche okkupiert) ausbreiten, daß er gefragt werden will, „bevor jemand mein Haus fotografiert“ nach dem Motto: „Nur wer sich wehrt, wahrt seine Grundrechte“.</p> 
<p>Dann folgen noch Ausführungen zu seiner Grundrechtsinterpretation und die Drohung, daß er das Recht habe, den bösen Konzern auf Schadenersatz zu verklagen. Natürlich fehlt auch nicht das Standardbeispiel mit den Kriminellen, die offenbar gern inaktuelles Fotomaterial dem Ortstermin zur Einbruchspotentielanalyse vorziehen. Denn natürlich wird nicht erwähnt, daß viele Monate vergehen, bevor die Aufnahmen überhaupt im Internet zu sehen sind, weil diese erst umfangreich anonymisiert werden (insb. werden Kennzeichen und Gesichter verpixelt).</p> 
<p>Der gesamte Text enthält nicht eine einzige journalistisch-kritische Betrachtung/Hinterfragung der Argumentation.</p> 
<p>Dabei lägen doch die wirklich spannenden Fragen auf der Hand, nämlich: Was unterscheidet Google von jedem anderen Unternehmen und jeder anderen x-beliebigen Privatperson, die durch Straßen fährt und von ihrem Recht (!) Gebrauch macht, im öffentlichen Verkehrsraum Fotos (oder gar Videos) aufzunehmen und diese ins Internet zu stellen? Ein Google-StreetView-Auto sieht nicht mehr, als jeder andere Verkehrsteilnehmer sehen kann. Zugegeben, die Kamera ist recht hoch installiert. Aber vom einem LKW-Führerhaus, einem Hoch- oder Doppeldeckerbus oder auch einem Trecker hat man dieselbe Perspektive.</p> 
<p>Es ist nicht so, daß ich allen Aktivitäten (und ich verzichte hier bewußt auf das Wort Umtriebe) von Google unkritisch gegenüberstehe. In der Tat ist es wichtig, genau zu prüfen, welche Firma/Institution/Behörde welche Daten wie erfaßt, verwaltet, verwertet und verknüpft.</p> 
<p>Aber populistischer Aktionismus à la Aigner hilft uns da nicht weiter. Und hoffnungslos undifferenziert-tendenziös-einseitige Panikmache der Zeitungen auch nicht (auch wenn ich verstehen kann, daß todgweihte Printmedien gegen die als Bedrohung empfundene Entwicklung im Internet um sich schlagen). Souverän und richtig wäre es, die geltende Rechtslage einmal ganz nüchtern und sachlich darzustellen. Denn das, was an Fehlinformationen und Irrmeinungen insb. zu diesem Themenkomplex in der Welt herumschwirrt, ist haarsträubend.</p> 
<p>Gerade für Medien gilt: Wenn ihr im Zeitalter der Informationsgesellschaft — die sich ja gerade durch systematisches Ausschalten von Mittlern auszeichnet — überleben wollt, wenn ihr überhaupt eine Chance haben wollt oder eine Existenzberechtigung, dann kann dies nur in der Agglomeration von Qualitätsjournalismus bestehen. Sprich: Fakten recherchieren, Argumentationen nachvollziehbar auf den Punkt bringen, ausgewogen und differenziert berichten, kritisch aber nicht einseitig hinterfragen, summa summarum guten Journalismus betreiben.</p> 
<p>Die Hoffnung stirbt zuletzt.&#160;</p>
<p><strong>Update 09.03.2010:</strong></p>
<p>Auch <a href="http://carta.info/autor/christoph_kappes/">Christoph Kappes</a> hat sich <a href="http://carta.info/23941/gedanken-zu-google-street-view/">Gedanken zu Google Street View</a> gemacht.</p> 
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                <p>Langsam aber sicher scheinen die Verlage die doch recht nebulösen Vorstellungen ihres Leistungsschutzrechts zu konkretisieren (siehe <a href="http://www.netzpolitik.org/2010/leistungsschutzrecht-wird-konkretisiert/">netzpolitik.org: Leistungsschutzrecht wird konkretisiert</a> und <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Leistungsschutzrecht-Nicht-nur-Google-soll-zahlen-952766.html">heise.de: Leistungsschutzrecht: Nicht nur Google soll zahlen</a>).</p>
<p>Obwohl ich mich durchaus schon länger mit der Materie befaßt habe, will mir nicht einleuchten, wofür die Verlage meinen, entlohnt werden zu müssen.</p>
<p>Etwa für die Ignoranz, sich immer noch nicht mit den neuen Realitäten im Netz abgefunden zu haben?</p>
<p>Oder dafür, daß sie selektieren, tendenziös oder verkürzend berichten?</p>
<p>Die Argumentation, daß die Selektion und Aufbereitung derart viel Knete eintreibbar machen soll, wie sich die Verlagshäuser das vorstellen, mutet abenteuerlich an. Insbesondere wenn man bedenkt, daß ja gerade ein Großteil der Nutzer eben nicht deren Online-Angebote wie eine Zeitung nutzt (also durchblättert und Gewicht eines Artikels beim Überfliegen zB an Spaltenzahl und Überschriftengröße festmacht), sondern eben gerade immer häufiger über Suchmaschinen einzelne Artikel aufruft.</p>
<p>Das bisherige Geschäftsmodell aus dem Zeitalter der Printmedien ist genauso tot, wie das Holz auf dem (noch) gedruckt wird.</p>
<p>Man wird nicht umhinkommen, sein gesamtes Modell komplett zu erneuern. Alte Methoden helfen da nicht. Die Gesellschaft braucht Qualitätsjournalismus (übrigens egal ob professionell oder ehrenamtlich, ob im Rahmen großer Verlage oder als Bürgerjournalismus lokaler Blogs). Sie braucht Journalismus der unabhängig und kritisch recherchiert, informiert und hinterfragt (man prüfe mal sorgfältig, für wieviel Prozent der Artikel das heute zutrifft) und damit als vierte Gewalt ein notwendiges Korrektiv der pluralistischen Demokratie darstellt.</p>
<p>Welche Modelle können einen solchen Journalismus zukunftsfähig machen? DAS ist die Frage, über die wir grübeln sollten statt über das Wünsch-Dir-Was-Leistungsschutzrecht.&#160;</p> 
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        <published>2010-06-12T11:14:11Z</published>
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                <p>Anfang Juni durfte ich für den Regionalteil Stormarn der Lübecker Nachrichten die Pro-Seite eines Pro &amp; Contra Google StreetView schreiben. Hier mein Beitrag:</p>

<blockquote>
<p>Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele der Argumente gegen Google Streetview auf unvollständigen oder gar falschen Annahmen und Informationen beruhen. Es ist ein ärgerliches Phänomen, dass gerade hierzulande oftmals die Debatte von Angst und Misstrauen beherrscht wird, welche leider nur zu häufig auf Unkenntnis beruhen oder interessengeleitet geschürt werden. Chancen und Möglichkeiten neuer Technologien werden übersehen, geraten in den Hintergrund oder werden totdiskutiert.</p>
<p>In vielen Ländern läuft Streetview seit Jahren ohne nennenswerte Probleme und Proteste. Denn außer der stetigen Behauptung recht konstruierter potentieller Missbrauchshypothesen ist bisher niemandem ein Schaden zugefügt, erhöhte Einbruchsraten sind nirgends festgestellt worden. Denn die Straßenzüge werden nicht – wie häufig geschrieben – „gefilmt“ (was vermutlich das Gefühl dauerhafter Videoüberwachung suggerieren soll), sondern einmalig aufgenommen. Und diese Aufnahmen unterliegen der seit dem Kaiserreich geltenden Panoramafreiheit, sind also vollkommenlegal. Um von vornherein Datenschutzprobleme zu vermeiden, werden Personen und Autokennzeichen ohnehin unkenntlich gemacht.
Wo soll hier der Eingriff in die Privatsphäre liegen? Denn Streetview nimmt eben einmalig nur das auf, was jeder andere ständig beobachten kann. Gelegentlich wurde in diesem Zusammenhang die Höhe, aus der die Aufnahmen gemacht werden, kritisiert. Übereifrige Datenschützer werfen dann Google vor, es würde über Zäune in Hintergärten gespäht. Aber auch andere Verkehrsteilnehmer sitzen erhöht und haben exaktdieselbe Perspektive.</p>
<p>Der Blick für den Nutzen geht völlig verloren: Streetview erweitert wie auch Google Maps und Google Earth den Blick für die Welt. Es eröffnet tolle Möglichkeiten, Reise- und Ausflugsziele vorher zu erkunden. Und nicht zuletzt wird es zunehmend auch zu einem wichtigen Faktor im Stadtmarketing, weil Gäste und Investoren sich auf diesem Weg über den Standort informieren. Wenn diese dann schwarz sehen, weil die Gemeinde den Aufnahmen widersprochen hat, macht es den Ort sicher nicht attraktiver. Am Ende gilt: Lassen Sie sich nichts erzählen und nicht bevormunden. Schauen Sie einfach selbst und probieren Streetview einfach mal aus. Ich bin mir sicher, dass Sie dann zum Fan werden!</p>
</blockquote>
<p>Siehe vollständiges Pro &amp; Contra: <a href="http://www.ln-online.de/artikel/2794913/Streetview%3A_Begr%FC%DFt_oder_abgelehnt.htm">Streetview: Begrüßt oder abgelehnt</a> (Lübecker Nachrichten, Stormarn-Teil vom 01.06.2010).</p> 
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        <title type="html">Material zu Perspektiven Deutscher Netzpolitik</title>
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                <p>Heute präsentierte Bundesinnenminister de Maizière in einer Grundsatzrede die „Perspektiven Deutscher Netzpolitik“ (<a href="http://twitter.com/#search?q=%23pdn">#pdn</a>) als Ergebnis seiner netzpolitischen Dialogreihe. In seiner Tour d&#8217;Horizon ordnete der Innenminister sachlich-nüchtern und analytisch-abstrakt Streitstände und Spannungsfelder und zeichnete vor, wie sich Internet-Politik in Deutschland weiterentwickeln könnte. Eine abschließende Bewertung möchte ich noch nicht abgeben, da ich die Rede im Büro nur nebenbei teilweise hören konnte. Daher an dieser Stelle zunächst eine Materialsammlung, die helfen soll, sich den angesprochenen Problemfeldern, Fragestellungen und Thesen zu nähern:</p> 
<ul> 
<li><a href="http://www.bmi.bund.de/cln_165/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/mitMarginalspalte/06/netzpolitik.html">Pressemitteilung des BMI</a></li> 
<li><a href="http://www.bmi.bund.de/cln_156/sid_3315A6991360EAA5CE59DA508579DBDF/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2010/06/Netzdialog_Lokschuppen.html">BMI-Aktuelles: Grundlagen für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft</a></li> 
<li><a href="http://e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/Thesen%20Netzpolitik.pdf">14 Thesen zu den Grundlagen einer gemeinsamen Netzpolitik der Zukunft</a></li> 
<li><a href="http://www.bmi.bund.de/cln_156/SharedDocs/Reden/DE/2010/06/bm_netzpolitik.html?nn=109628">BMI-Redetext: &#8220;Grundlagen für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft&#8221;</a></li> 
<li><a href="http://carta.info/29493/de-maizieres-redemanuskript-grundlagen-fuer-eine-gemeinsame-netzpolitik-der-zukunft/">Carta: De Maizières Redemanuskript: „Grundlagen für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft“</a></li> 
<li><a href="http://carta.info/29434/">Audio-Stream von Rede und Diskussion bei Carta</a></li> 
<li><a href="http://blog.stecki.de/uploads/maiziere.m4a">Rede</a> und <a href="http://blog.stecki.de/uploads/podium-netzpolitik.m4a">Diskussion</a> zum Download (mit freundlicher Genehmigung von <a href="http://twitter.com/carta_">@carta_</a>)</li> 
<li>Auf Vimeo: <a href="http://vimeo.com/12772362">Video der Rede</a> (<a href="http://vimeo.com/download/video:23165214?v=2&amp;e=1277240590&amp;h=37752ecf5a1ce241f094eb9ab0c48dfb&amp;uh=6fd5b7be7e4a9c9f066d6be6de743694">MOV-Download</a>) und <a href="http://vimeo.com/12795626">Zusammenfassung von Rede und Diskussion</a> (<a href="http://vimeo.com/download/video:23215197?v=2&amp;e=1277314495&amp;h=06bde2db15da611e8fb0c728a25af6f6&amp;uh=6fd5b7be7e4a9c9f066d6be6de743694">MOV-Download</a>)</li> 
<li><a href="http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Scan001-39.PDF">Scan der Rede bei der PP (Hinweis: Es gilt das gesprochene Wort, daher offizielle Endversion des BMI für Zitate abwarten)</a></li> 
<li><a href="http://carta.info/29432/rede-von-thomas-de-maiziere-zur-netzpolitik-eine-zitateauswahl/">Carta-Zitateauswahl</a></li> 
<li><a href="http://carta.info/29459/eckpunkte-zur-netzpolitik-erste-reaktionen/">Carta: Erste Reaktionen</a></li> 
<li><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/berliner-rede-zur-netzpolitik-von-thomas-de-maiziere/">netzpolitik.org zur Berliner Rede von Thomas de Maizière</a></li> 
<li><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/maiziere-die-zeit-des-staunens-ist-vorbei/">Kommentar von netzpolitik.org: Die Zeit des Staunens ist vorbei</a></li> 
<li><a href="http://www.e-konsultation.de/netzpolitik">e-Konsultation Online-Beteiligung</a></li> 
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesinnenminister-stellt-Linien-der-Netzpolitik-vor-1027084.html">heise: Bundesinnenminister stellt Linien der Netzpolitik vor</a></li> 
<li><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geteiltes-Echo-auf-netzpolitische-Grundsatzrede-des-Innenministers-1027588.html">heise: Gemischtes Echo auf netzpolitische Grundsatzrede des Innenministers</a></li> 
<li><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32839/1.html">Telepolis: Netzpolitik zum Staunen</a></li> 
<li><a href="http://www.golem.de/1006/75946.html">Golem: Neubeginn? Innenminister legt 14 Thesen zur Netzpolitik vor</a></li> 
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,702106,00.html">Spiegel: Netzvater unser</a></li> 
<li><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/maiziere-netzpolitik-rede">Zeit: Das Internet des Dr. de Maizière</a></li>
<li><a href="http://blog.zeit.de/kulturkampf/2010/06/24/ein-innenminister-ist-kein-internetminister/">Christiane Schulzki-Haddouti, Zeit-Kulturkampf-Blog: Ein Innenminister ist kein Internetminister</a></li>
<li><a href="http://www.focus.de/digital/internet/innenminister-de-maiziere-gegen-regulierungswut-im-internet_aid_522218.html">Focus: Gegen Regulierungswut im Internet</a></li> 
<li><a href="http://sueddeutsche.de/digital/de-maizire-praesentiert-netz-agenda-das-internet-wird-konservativ-1.963608">Süddeutsche: Das Internet wird konservativ</a></li> 
<li><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/506386">jetzt.de: Der Innenminister entdeckt das Internet</a></li> 
<li><a href="http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article8141743/De-Maiziere-will-digitalen-Radiergummi-im-Internet.html">Die Welt: De Maizère will &#8220;digitalen Radiergummi&#8221; im Internet</a></li> 
<li><a href="http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~EE56D325A78414F93BB6B0222A90B4B84~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">FAZ: Innenminister fordert &#8220;digitalen Radiergummi&#8221;</a></li> 
<li><a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E2C289AEA5DFD414CBE93576B2AA70D96~ATpl~Ecommon~Scontent.html">FAZ: Kein Netzgesetzbuch</a></li> 
<li><a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/bundesregierung-14-thesen-fuer-frieden-mit-dem-netz;2605756">Handelsblatt: 14 Thesen für Frieden im Netz</a></li> 
<li><a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:internetkontrolle-der-digitale-radiergummi-reicht-nicht/50132503.html">FTD: Das digitale Radiergummi reicht nicht</a></li> 
<li><a href="http://taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/innenminister-will-vergessliches-netz/">taz: Innenminister will vergeßliches Netz</a></li> 
<li><a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/0/0,3672,8081280,00.html">heute: Das Internet muß vergessen lernen</a></li> 
<li><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1208801/">DLF: Im Spannungsfeld von Datenschutz und Sicherheit</a> (<a href="http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/06/22/dlf_20100622_1649_3c0effce.mp3">MP3</a>)</li> 
<li><a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/innenminister-de-maiziere-zur-netzpolitik-der-freundliche-internet-sheriff-1576481.html">Stern: Der freundliche Internet-Sheriff</a></li> 
<li><a href="http://www.politik-digital.de/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation">Politik-Digital: De Maizière schlägt 14 Thesen an (mit Video-Interview)</a></li> 
<li><a href="http://www.freitag.de/politik/1025-die-lock-rollt-weiter">Der Freitag: Die Log rollt weiter</a></li> 
<li><a href="http://cducsu.de/Titel__pressemitteilung_fuer_freiheit_und_augenmass_im_netz/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__15997/Inhalte.aspx">CDU/CSU (Jens Koeppen, Michael Kretschmer): Für Freiheit und Augenmaß im Netz - Ein globales Medium braucht globale Antworten</a></li> 
<li><a href="http://www.fdp-fraktion.de/Pressemitteilungen/263c57/index.html?id=13965">FDP (Jimmy Schulz): Die Zeit des Staunens über das Internet und seine Wirkung ist vorbei</a></li> 
<li><a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/345/345064.konservatives_staatsverstaendnis_greift.html">Grüne (Konstantin von Notz): Konservatives Staatsverständnis greift im Bereich der Netzpolitik zu kurz</a></li> 
<li><a href="http://twitter.com/maltespitz">@maltespitz</a> mit den Gastbeiträgen <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/maiziere-spitz-netzpolitik">De Maizières Käseglocke (Die Zeit)</a> und <a href="http://carta.info/29562/10-thesen-zur-netzpolitischen-diskussion-raus-aus-der-hobby-ecke/">10 Thesen zur netzpolitischen Diskussion: Raus aus der Hobby-Ecke (Carta)</a></li> 
<li><a href="http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1292386860">Linke: De Maizières netzpolitischer Reinfall</a></li> 
<li><a href="http://blog.fefe.de/?ts=b2de0d59">Fefe zu pdn</a></li> 
<li><a href="http://blog.koehntopp.de/archives/2879-Eine-nichtstaatliche-OEffentlichkeit,-die-sich-ohne-Staat-organisiert.html">Isotopp: Eine nichtstaatliche Öffentlichkeit, die sich ohne Staat organisiert</a></li> 
<li><a href="http://www.internet-law.de/2010/06/perspektiven-deutscher-netzpolitik.html">Internet-Law: Perspektiven deutscher Netzpolitik</a></li> 
<li><a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/06/23/dueck-statt-de-maiziere-den-internet-thesen-des-innenministers-fehlt-die-exzellenz/">Gunnar Sohn: Dueck statt de Maiziere: Den Internet-Thesen des Innenministers fehlt die Exzellenz</a> und <a href="http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/06/24/nachtrag-zu-den-de-maiziere-thesen-von-lutschpastillen-bundes-cios-und-der-internet-inkompetenz-der-bundesregierung/">Nachtrag zu den de Maizière-Thesen: Von Lutschpastillen-Bundes-CIOs und der Internet-Inkompetenz der Bundesregierung</a></li> 
<li><a href="http://www.telemedicus.info/article/1793-De-Maiziere-Grundsatzrede-zur-Netzpolitik.html">Telemedicus: Grundsatzrede zur Netzpolitik</a></li> 
<li><a href="http://www.evangelisch.de/themen/blogs/altpapier/2010/06/23/ipads-und-radiergummis">Altpapier-Blog auf evangelisch.de: iPads und Radiergummis</a></li> 
<li><a href="http://www.eco.de/verband/202_7922.htm">Eco zu den 14 Thesen des Bundesinnenministers zur Netzpolitik</a></li> 
<li><a href="http://www.bitkom.org/de/presse/8477_64286.aspx">Bitkom zu den 14 Thesen von Innenminister de Maizère</a></li> 
<li><a href="http://www.gov20.de/grundsatzrede-demaiziere-netzpolitik/">gov20.de: Grundsatzrede de Maizières zur Netzpolitik läßt Open Government aus</a></li> 
<li><a href="http://www.initiatived21.de/presseinformationen/ebnen-14-thesen-den-weg-zu-einer-digitalen-gesellschaft">Initiative D21: Ebnen 14 Thesen den Weg zu einer digitalen Gesellschaft?</a></li> 
</ul> 
<p>Einige der obigen Links wie auch diese Seite selbst werden ggf. weiter ergänzt (über Ergänzungstips in Kommentaren bin ich dankbar).</p> 
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Daher an dieser Stelle zunächst eine Materialsammlung, die helfen soll, sich den angesprochenen Problemfeldern, Fragestellungen und Thesen zu nähern:</p>   <ul>   <li><a href=\"http://www.bmi.bund.de/cln_165/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2010/mitMarginalspalte/06/netzpolitik.html\">Pressemitteilung des BMI</a></li>   <li><a href=\"http://www.bmi.bund.de/cln_156/sid_3315A6991360EAA5CE59DA508579DBDF/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2010/06/Netzdialog_Lokschuppen.html\">BMI-Aktuelles: Grundlagen für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft</a></li>   <li><a href=\"http://e-konsultation.de/netzpolitik/sites/default/files/Thesen%20Netzpolitik.pdf\">14 Thesen zu den Grundlagen einer gemeinsamen Netzpolitik der Zukunft</a></li>   <li><a href=\"http://www.bmi.bund.de/cln_156/SharedDocs/Reden/DE/2010/06/bm_netzpolitik.html?nn=109628\">BMI-Redetext: &#8220;Grundlagen für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft&#8221;</a></li>   <li><a href=\"http://carta.info/29493/de-maizieres-redemanuskript-grundlagen-fuer-eine-gemeinsame-netzpolitik-der-zukunft/\">Carta: De Maizières Redemanuskript: „Grundlagen für eine gemeinsame Netzpolitik der Zukunft“</a></li>   <li><a href=\"http://carta.info/29434/\">Audio-Stream von Rede und Diskussion bei Carta</a></li>   <li><a href=\"http://blog.stecki.de/uploads/maiziere.m4a\">Rede</a> und <a href=\"http://blog.stecki.de/uploads/podium-netzpolitik.m4a\">Diskussion</a> zum Download (mit freundlicher Genehmigung von <a href=\"http://twitter.com/carta_\">@carta_</a>)</li>   <li>Auf Vimeo: <a href=\"http://vimeo.com/12772362\">Video der Rede</a> (<a href=\"http://vimeo.com/download/video:23165214?v=2&amp;e=1277240590&amp;h=37752ecf5a1ce241f094eb9ab0c48dfb&amp;uh=6fd5b7be7e4a9c9f066d6be6de743694\">MOV-Download</a>) und <a href=\"http://vimeo.com/12795626\">Zusammenfassung von Rede und Diskussion</a> (<a href=\"http://vimeo.com/download/video:23215197?v=2&amp;e=1277314495&amp;h=06bde2db15da611e8fb0c728a25af6f6&amp;uh=6fd5b7be7e4a9c9f066d6be6de743694\">MOV-Download</a>)</li>   <li><a href=\"http://wiki.piratenpartei.de/Datei:Scan001-39.PDF\">Scan der Rede bei der PP (Hinweis: Es gilt das gesprochene Wort, daher offizielle Endversion des BMI für Zitate abwarten)</a></li>   <li><a href=\"http://carta.info/29432/rede-von-thomas-de-maiziere-zur-netzpolitik-eine-zitateauswahl/\">Carta-Zitateauswahl</a></li>   <li><a href=\"http://carta.info/29459/eckpunkte-zur-netzpolitik-erste-reaktionen/\">Carta: Erste Reaktionen</a></li>   <li><a href=\"http://www.netzpolitik.org/2010/berliner-rede-zur-netzpolitik-von-thomas-de-maiziere/\">netzpolitik.org zur Berliner Rede von Thomas de Maizière</a></li>   <li><a href=\"http://www.netzpolitik.org/2010/maiziere-die-zeit-des-staunens-ist-vorbei/\">Kommentar von netzpolitik.org: Die Zeit des Staunens ist vorbei</a></li>   <li><a href=\"http://www.e-konsultation.de/netzpolitik\">e-Konsultation Online-Beteiligung</a></li>   <li><a href=\"http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesinnenminister-stellt-Linien-der-Netzpolitik-vor-1027084.html\">heise: Bundesinnenminister stellt Linien der Netzpolitik vor</a></li>   <li><a href=\"http://www.heise.de/newsticker/meldung/Geteiltes-Echo-auf-netzpolitische-Grundsatzrede-des-Innenministers-1027588.html\">heise: Gemischtes Echo auf netzpolitische Grundsatzrede des Innenministers</a></li>   <li><a href=\"http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32839/1.html\">Telepolis: Netzpolitik zum Staunen</a></li>   <li><a href=\"http://www.golem.de/1006/75946.html\">Golem: Neubeginn? Innenminister legt 14 Thesen zur Netzpolitik vor</a></li>   <li><a href=\"http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,702106,00.html\">Spiegel: Netzvater unser</a></li>   <li><a href=\"http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/maiziere-netzpolitik-rede\">Zeit: Das Internet des Dr. de Maizière</a></li>  <li><a href=\"http://blog.zeit.de/kulturkampf/2010/06/24/ein-innenminister-ist-kein-internetminister/\">Christiane Schulzki-Haddouti, Zeit-Kulturkampf-Blog: Ein Innenminister ist kein Internetminister</a></li>  <li><a href=\"http://www.focus.de/digital/internet/innenminister-de-maiziere-gegen-regulierungswut-im-internet_aid_522218.html\">Focus: Gegen Regulierungswut im Internet</a></li>   <li><a href=\"http://sueddeutsche.de/digital/de-maizire-praesentiert-netz-agenda-das-internet-wird-konservativ-1.963608\">Süddeutsche: Das Internet wird konservativ</a></li>   <li><a href=\"http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/506386\">jetzt.de: Der Innenminister entdeckt das Internet</a></li>   <li><a href=\"http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article8141743/De-Maiziere-will-digitalen-Radiergummi-im-Internet.html\">Die Welt: De Maizère will &#8220;digitalen Radiergummi&#8221; im Internet</a></li>   <li><a href=\"http://www.faz.net/s/RubE2C6E0BCC2F04DD787CDC274993E94C1/Doc~EE56D325A78414F93BB6B0222A90B4B84~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ: Innenminister fordert &#8220;digitalen Radiergummi&#8221;</a></li>   <li><a href=\"http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E2C289AEA5DFD414CBE93576B2AA70D96~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ: Kein Netzgesetzbuch</a></li>   <li><a href=\"http://www.handelsblatt.com/technologie/it-internet/bundesregierung-14-thesen-fuer-frieden-mit-dem-netz;2605756\">Handelsblatt: 14 Thesen für Frieden im Netz</a></li>   <li><a href=\"http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:internetkontrolle-der-digitale-radiergummi-reicht-nicht/50132503.html\">FTD: Das digitale Radiergummi reicht nicht</a></li>   <li><a href=\"http://taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/innenminister-will-vergessliches-netz/\">taz: Innenminister will vergeßliches Netz</a></li>   <li><a href=\"http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/0/0,3672,8081280,00.html\">heute: Das Internet muß vergessen lernen</a></li>   <li><a href=\"http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1208801/\">DLF: Im Spannungsfeld von Datenschutz und Sicherheit</a> (<a href=\"http://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2010/06/22/dlf_20100622_1649_3c0effce.mp3\">MP3</a>)</li>   <li><a href=\"http://www.stern.de/politik/deutschland/innenminister-de-maiziere-zur-netzpolitik-der-freundliche-internet-sheriff-1576481.html\">Stern: Der freundliche Internet-Sheriff</a></li>   <li><a href=\"http://www.politik-digital.de/Netzpolitik+BMI+Thomas+de+Maiziere+Online-Konsultation\">Politik-Digital: De Maizière schlägt 14 Thesen an (mit Video-Interview)</a></li>   <li><a href=\"http://www.freitag.de/politik/1025-die-lock-rollt-weiter\">Der Freitag: Die Log rollt weiter</a></li>   <li><a href=\"http://cducsu.de/Titel__pressemitteilung_fuer_freiheit_und_augenmass_im_netz/TabID__6/SubTabID__7/InhaltTypID__1/InhaltID__15997/Inhalte.aspx\">CDU/CSU (Jens Koeppen, Michael Kretschmer): Für Freiheit und Augenmaß im Netz - Ein globales Medium braucht globale Antworten</a></li>   <li><a href=\"http://www.fdp-fraktion.de/Pressemitteilungen/263c57/index.html?id=13965\">FDP (Jimmy Schulz): Die Zeit des Staunens über das Internet und seine Wirkung ist vorbei</a></li>   <li><a href=\"http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/345/345064.konservatives_staatsverstaendnis_greift.html\">Grüne (Konstantin von Notz): Konservatives Staatsverständnis greift im Bereich der Netzpolitik zu kurz</a></li>   <li><a href=\"http://twitter.com/maltespitz\">@maltespitz</a> mit den Gastbeiträgen <a href=\"http://www.zeit.de/digital/internet/2010-06/maiziere-spitz-netzpolitik\">De Maizières Käseglocke (Die Zeit)</a> und <a href=\"http://carta.info/29562/10-thesen-zur-netzpolitischen-diskussion-raus-aus-der-hobby-ecke/\">10 Thesen zur netzpolitischen Diskussion: Raus aus der Hobby-Ecke (Carta)</a></li>   <li><a href=\"http://www.linksfraktion.de/pressemitteilung.php?artikel=1292386860\">Linke: De Maizières netzpolitischer Reinfall</a></li>   <li><a href=\"http://blog.fefe.de/?ts=b2de0d59\">Fefe zu pdn</a></li>   <li><a href=\"http://blog.koehntopp.de/archives/2879-Eine-nichtstaatliche-OEffentlichkeit,-die-sich-ohne-Staat-organisiert.html\">Isotopp: Eine nichtstaatliche Öffentlichkeit, die sich ohne Staat organisiert</a></li>   <li><a href=\"http://www.internet-law.de/2010/06/perspektiven-deutscher-netzpolitik.html\">Internet-Law: Perspektiven deutscher Netzpolitik</a></li>   <li><a href=\"http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/06/23/dueck-statt-de-maiziere-den-internet-thesen-des-innenministers-fehlt-die-exzellenz/\">Gunnar Sohn: Dueck statt de Maiziere: Den Internet-Thesen des Innenministers fehlt die Exzellenz</a> und <a href=\"http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/06/24/nachtrag-zu-den-de-maiziere-thesen-von-lutschpastillen-bundes-cios-und-der-internet-inkompetenz-der-bundesregierung/\">Nachtrag zu den de Maizière-Thesen: Von Lutschpastillen-Bundes-CIOs und der Internet-Inkompetenz der Bundesregierung</a></li>   <li><a href=\"http://www.telemedicus.info/article/1793-De-Maiziere-Grundsatzrede-zur-Netzpolitik.html\">Telemedicus: Grundsatzrede zur Netzpolitik</a></li>   <li><a href=\"http://www.evangelisch.de/themen/blogs/altpapier/2010/06/23/ipads-und-radiergummis\">Altpapier-Blog auf evangelisch.de: iPads und Radiergummis</a></li>   <li><a href=\"http://www.eco.de/verband/202_7922.htm\">Eco zu den 14 Thesen des Bundesinnenministers zur Netzpolitik</a></li>   <li><a href=\"http://www.bitkom.org/de/presse/8477_64286.aspx\">Bitkom zu den 14 Thesen von Innenminister de Maizère</a></li>   <li><a href=\"http://www.gov20.de/grundsatzrede-demaiziere-netzpolitik/\">gov20.de: Grundsatzrede de Maizières zur Netzpolitik läßt Open Government aus</a></li>   <li><a href=\"http://www.initiatived21.de/presseinformationen/ebnen-14-thesen-den-weg-zu-einer-digitalen-gesellschaft\">Initiative D21: Ebnen 14 Thesen den Weg zu einer digitalen Gesellschaft?</a></li>   </ul>   <p>Einige der obigen Links wie auch diese Seite selbst werden ggf. weiter ergänzt (über Ergänzungstips in Kommentaren bin ich dankbar).</p> ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
                    </author>
    
        <published>2010-06-16T21:30:00Z</published>
        <updated>2010-06-19T17:46:53Z</updated>
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        <title type="html">Notizen zur Netzneutralität</title>
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                <p>Am vergangenen Montag (14.06.2010) hat die&#160;<a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/">Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“</a> (<a href="http://twitter.com/#search?q=%23eidg">#<abbr title="Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“">eidg</abbr></a>) des Deutschen Bundestages&#160;auf ihrer dritten Arbeitssitzung (und somit der ersten regulären öffentlichen Sitzung) den <a href="http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/30091915_kw24_pa_enquete/index.html">Themenschwerpunkt Netzneutralität diskutiert</a> (vom <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/parlamentsfernsehen/">Parlamentsfernsehen</a> gibt es einen Mitschnitt der Sitzung als <a href="http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/bttv/od_player.html?singleton=true&amp;content=655663">Stream</a> und <a href="http://ff2.me/eidg/20100614/video-download">Download</a>).</p> 
<p>Unterm Strich fand ich viele vorgetragene Ausführungen, Frage- und Problemstellungen der Mitglieder und Experten der Internet-Enquête durchaus spannend. So wurde das Spannungsfeld schon nach wenigen Wortbeiträgen sehr klar und auch, daß Einigkeit letztlich vor allem darin bestand, überhaupt eine gemeinsame Definition für den Begriff Netzneutralität zu finden, um für die weiteren Beratungen ein Fundament zu haben (Experte <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/mitglieder/lemke_harald/index.jsp">Harald Lemke</a>&#160;machte in diesem Zusammenhang schön deutlich, daß es nun mal Eigenart eines Netzes sei, daß alles irgendwie zusammenhängt).&#160;</p> 
<p>Ich habe mir vor allem folgende Aspekte zum Nachgrübeln und zur vertiefenden Recherche/Erörterung/Diskussion (siehe <a href="http://forum.bundestag.de/forumdisplay.php?13-Netzneutralit%E4t">Forum Netzneutralität</a>) notiert (ich verweise hier insb. auf den gut strukturierten und umfassenden Wortbeitrag von <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/mitglieder/gersdorf_hubertus/index.jsp">Prof. Dr. Gersdorf</a>). Ich bitte, dies nicht als abschließende Stellungnahme zu verstehen, sondern als Gedankensammlung und work-in-progress:</p> 
<p>Sprechen wir über Netzneutralität nur mit Blick auf das Transportnetz oder auch hinsichtlich von Plattformen oder Zugang zum Netz? Meines Erachtens gehört alles zusammen und kann nicht separat betrachtet werden, wobei die potentiell erforderliche Regulierungsintensität aufgrund der Eingriffsrelevanz vermutlich vom ersten bis zum letzten sinken dürfte.</p> 
<p>Wie ist der Kreis der potentiell Diskriminierten differenziert zu bestimmen, wer genau sind die betroffenen Interessengruppen? Sind es nur Nutzer und Netzanbieter oder bzw. wie sind Dienstanbieter zu berücksichtigen (insb. im Rahmen des netzemanzipatorischen Konvergierens von Sendern und Empfängern)? Problematisch kann hier dann auch die Tatsache sein, daß nicht der Bundesgesetzgeber sondern die Länder für Inhalteregulierung zuständig wären.</p> 
<p>Über welche die Netzneutralität im engeren Sinne („alle Datenpakete sind gleich“) einschränkenden Diskriminierungspotentiale sprechen wir? Das Spektrum reicht hier von Sperren über Spamfilter, Netzwerkmanagement/<abbr title="Quality of Service">QoS</abbr>, Entgeltdifferenzierung bis hin zu Bandbreitendifferenzierung (Stichwort z. B. Unterversorgung im ländlichen Raum)/asymmetrischen Netzzugang. Insbesondere bei dieser Auflistung fallen einem sofort jede Menge weitere teils sehr spezielle aber nichtsdestotrotz nicht irrelevante Parameter ein, wie beispielsweise die Begrenzung von addressierbaren Mailempfängern oder Anzahl abgeschickter Mails und ähnliches.</p> 
<p>Meines Erachtens sind Markmechanismen durchaus im Stande, viele dieser Herausforderungen sachgerecht zu lösen, sofern ein Mindestmaß an Transparenz gewährleistet ist und auch Opt-Out-Möglichkeiten gegeben sind (es könnte ja z.B. jemand auch jede einzelne evidente Spammail zur Analyse haben wollen, während es im Interesse des Netzes sowie des Großteils der Nutzer wäre, diese frühestmöglich wegzufiltern). Insofern ist es schon auch richtig wie <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/mitglieder/osthaus_wolf/index.jsp">Dr. Osthaus</a> zu fragen, was der einzelne Nutzer wirklich will. Hier gibt es sicherlich sehr unterschiedliche Prioriäten. Daß ein gewisser <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/mitglieder/padeluun/index.jsp">padeluun</a> (Quizfrage: padeluun ist das staatlich sanktioniert Pseudonym für wen?) hier vom Netz-Ideal ausgeht und für einen sehr radikalen Neutralitätsansatz steht, ist zwar in gewisser Weise ehrenwert, grenzt aber bei praktischer Umsetzung an Zwangsbeglückung. Sachgerechter scheint hier zu sein, Neutralitätsansprüche auch im Verhältnis zur Marktmacht zu sehen, also einen asymmetrischen Regulierungsansatz zu wählen. So könnten an Teilnehmer mit beträchtlicher Marktmacht schärfere Maßstäbe angelegt werden, während relative Nieschenanbieter weniger hohe Ansprüche zu erfüllen hätten, um ihre Leistungsfähigkeit und Innovationsstärke nicht zu gefährden (dies würde auch das oben schon erwähnte Phänomen, daß der Übergang von Nutzer in Diensteanbieter fließend sein kann, gut berücksichtigen).</p> 
<p>Gerade in diesem Zusammenhang bin ich übrigens froh, daß z.B. die Thematik Vertragslaufzeiten sehr strittig diskutiert wurde. Hier scheint es mir schon so zu sein, daß zwar wenige kleine Anbieter als Alleinstellungsmerkmal sehr flexibel sind aber eben dennoch die standardmäßigen 24-monatigen Verträge der Großanbieter in Zeiten enormen technischen Fortschritts fast schon einer Knebelung nahekommen. Es würde zu weit gehen, dies als Marktversagen zu brandmarken, aber ein freundlicher Hinweis politischer Kreise, daß hier Regulierung drohen könnte, falls es nicht zu kürzeren Standardlaufzeiten kommt, kann sicher nicht schaden, um bei Providern einen Denkprozeß anzustoßen. Wobei ich ganz grundsätzlich (hinreichende Auswahl — also tstsächlichen Wettbewerb — vorausgesetzt) an den kritischen Konsumenten glaube.</p> 
<p>Ich könnte mir vorstellen, daß es in der weiteren Debatte auch noch intensiver um die Frage gehen wird, ob bzw. wie der Staat im Rahmen der Daseinsvorsorge diskriminierungsfreie Teilhabe am Netz zu gewährleisten gedenkt .&#160;</p> 
<p>Am Ende des Denkprozesses werden für mich in der Abwägung jedenfalls folgende Gedanken ausschlaggebend sein:</p> 
<p>Das Netz ist durch erst durch seine inhaltliche Agnostik das geworden, was es ist. Jeder kann nicht nur empfangen, sondern auch senden. Diese Offenheit ist für mich nicht nur schützenswert sondern förderungswürdig.</p> 
<p>Als Verfechter der sozialen Marktwirktschaft vertraue ich primär den Marktmechanismen, sofern die Leitplanken sicherstellen, daß Grundrechte, Meinungs- und Rezipientenfreiheit, Datenschutz und diskriminierungsfreier Zugang angemessen gewährleistet sind.</p> 
<p>Ich bin gespannt auf die weitere Diskussion des Themas im Rahmen der EIDG-Projektgruppe Netzneutralität, die von <a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/mitglieder/tauber_peter.jsp">Peter Tauber</a> geleitet wird, auf dessen Blog ich daher gern <a href="http://petertauber.wordpress.com/2010/06/16/netzneutralitat-voraussetzung-fur-innovationen-2/%20">zur weiteren Lektüre</a> verweise.</p> 
<p> </p> 
<p> </p> 
<p>Ergänzung 17.06.2010 00:30 als Lesetipp: <a href="http://carta.info/29117/netzneutralitaet-erster-aufschlag-der-enquete-kommission/">Hubertus Gersdorf auf Carta: Netzneutralität: Erster Aufschlag der Enquete-Kommission</a></p> 
<p>Ergänzung 17.06.2010 12:30, <a href="http://www.spd-netzpolitik.de/definition-von-netzneutralitaet/307/">SPD-Netzpolitik: Definition von Netzneutralität</a></p> 
<p>Ergänzung 17.06.2010 17:00: <a href="http://blogfraktion.de/2010/06/16/internet-enquete-zur-netzneutralitat/">Infos zur Netzneutralität auf blogfraktion.de</a></p> 
<p>Ergänzung 19.06.2010 13:00: <a href="http://gruen-digital.de/2010/06/die-enquete-stuerzt-sich-in-die-inhaltliche-arbeit/">Grün digital — Die Enquete stürzt sich in die inhaltliche Arbeit</a></p> 
<p>Ergänzung 19.06.2010 14:00: <a href="http://www.theeuropean.de/manuel-hoeferlin/3504-web-freiheit">Manuel Höferlin in The European: Web Freiheit — Kein neutrales Netz</a></p> 
<p>Ergänzung 19.06.2010 19:45: <a href="http://stephanzeidler.wordpress.com/2010/06/19/netzneutralitat-%E2%80%93-oder-die-frage-ob-der-sozialismus-zuruckkehrt%E2%80%A6/">Stephan Zeidler: Netzneutralität – oder die Frage, ob der Sozialismus zurückkehrt…</a></p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-06-17T19:48:01Z</published>
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                <p>Vermutlich verrate ich hier kein Geheimnis, wenn ich konstatiere, daß ich nicht nur ein guter Esser sondern auch ein Esser guten Essens bin (und nein, das schließt Fast-Food von McDonalds und Burger King meines Erachtens keineswegs aus).</p> 
<p>Um die Bandbreite dieses Blogs ein wenig zu erweitern, möchte ich daher nun die neue Rubrik „Mahlzeit“ einführen, meine kleine kulinarische Kochecke. Vorweg muß ich sagen, daß sich meine handwerklichen Küchenfertigkeiten auf bisher nur wenige, simple aber effektive und wohlschmeckende Rezepte beschränken. Dennoch möchte ich die Welt im Rahmen meines meist recht ungezügelten Mitteilungsbedürfnisses mit diesem gesunden Nichtmalganzeindrittelwissen bereichern!</p> 
<p>Legen wir also aus aktuellem Anlaß los mit einem simplizistischen Menü, dem Steak. Wo bleibt der aktuelle Anlaß, werdet ihr euch fragen? Ganz einfach: Ich hatte heute ein solches. Und zwar ein — wie ich ohne falsche Bescheidenheit sagen möchte — ganz vorzüglich selbstbereitetes Exemplar desselben.</p> 
<h3>Das perfekte Steak</h3> 
<p> </p>
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<div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link" href="http://blog.stecki.de/uploads/steak1.jpg" onclick="F1 = window.open('/uploads/steak1.jpg','Zoom','height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:73 --><img class="serendipity_image_left" width="150" height="113" src="http://blog.stecki.de/uploads/steak1.serendipityThumb.jpg" /></a></div> 
<div class="serendipity_imageComment_txt">Das Rohmaterial. Etwas marmoriert sollte es schon sein. Hört ihr es „brat mich“ rufen?</div> 
</div>Wie geht Mann also am besten vor, um das perfekte Steak zu machen? Nun, nichts einfacher als das. Zunächst jagen und erlegen wir uns beim Schlachter des Vertrauens (in meinem Fall mußte es die Fleischtheke eines Supermarktes sein, da der Hunger akut war und mein Lieblingsschlachter Mittagspause hatte) ein brauchbares Ausgangsmaterial. In meinem Fall habe ich mich in Abwägung von Sättigungsbedürfnis und Preisbewußtsein für Block House Beefsteak (bei gutem Rindfleisch reicht dies als Qualitätsniveau durchaus, aber nach oben ist natürlich nie ein Limit; wichtig ist nur, daß es hinreichend marmoriert ist) entschieden, eine angemessen ca. zwei Finger dicke Scheibe von 380 g Gewicht. Schnell nach Hause und die Pfanne mit sehr wenig Öl voll aufgeheizt (wichtig).

<p>&#160;</p> 
<p>Als nächstes kommt ein noch viel, viel wichtigerer Aspekt: Unbedingt sicherstellen, daß das Fleisch nie direkt aus der Kühlung in die Pfanne kommt. Es muß wohltemperiert sein, bevor man es unter brutalem Zischen gefühlvoll in die Pfanne legt.</p> 
<p>
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 150px; ">
<div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link" href="http://blog.stecki.de/uploads/steak2.jpg" onclick="F1 = window.open('/uploads/steak2.jpg','Zoom','height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:74 --><img class="serendipity_image_right" width="150" height="113" src="http://blog.stecki.de/uploads/steak2.serendipityThumb.jpg" /></a></div>
<div class="serendipity_imageComment_txt">Nach der ersten Wendung sieht das doch schon ganz passabel aus.</div>
</div>Sobald es da liegt, läßt man es. Also weiterliegen. Ich weiß, das ist schwer. Man ist immer versucht zu prüfen, wie die jeweils auf der Pfanne liegende Seite aussieht. Laßt das. Nie nich machen sowas! Also: Volle Konzentration und Selbstbeherrschung und dann beide Seiten bei voller Hitze jeweils 2 (in Worten: zwei) Minuten scharf anbraten. Und nochmal: Nicht mittendrin wenden oder andere Sperenzchen damit veranstalten. Am besten ist, man stellt wie ich bei seinem iPhone für diesen Zweck den Timer ein, sonst wird man nämlich an dieser Problematik potentiell gravierend scheitern.
</p> 
<p>Nachdem man nun beide Seiten zwei Minuten schön angebuzzelt hat, wendet man es erneut und läßt jede Seite auf so ca. 40% Hitze (das hängt vom Erfahrungswert mit dem eigenen Herd zusammen) für jeweils 3-5 Minuten weiter braten. Und ich sage es noch mal: Nicht wild mit dem Heber das Teil die ganze Zeit hinundherbewegen. Ab-so-lut still muß es liegen. Wie lange ihr es genau in der Pfanne laßt, hängt natürlich elementar mit dem erhofften Aggregatzustand des Endproduktes zusammen. Simple Logik: Je mehr Fleischsaft rausbrät, desto weniger ist im Fleisch und desto garer wird das Teil. Bei meiner Konfiguration sind 4 Minuten für ein für mich persönlich gerade eben noch innen leicht rosa erscheinendes Steak optimal. Es hilft nichts, da müßt ihr testen (und gebt es zu: Das ist keine soooo schlechte Ausrede, um häufiger mal ein amtliches Stückchen Rind in die Pfanne zu hauen.</p>
<p>
<div class="serendipity_imageComment_left" style="width: 150px; ">
<div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link" href="http://blog.stecki.de/uploads/steak3.jpg" onclick="F1 = window.open('/uploads/steak3.jpg','Zoom','height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:75 --><img class="serendipity_image_left" width="150" height="113" src="http://blog.stecki.de/uploads/steak3.serendipityThumb.jpg" /></a></div>
<div class="serendipity_imageComment_txt">Saftig, gut gewürzt — es kann gleich losgehen… #jamjam</div>
</div>
<p>Am Ende kommt der Verzehr. Meine Technik ist auch hier umwerfend zielführend: Man bestreue die designierte Ablagefläche auf dem Teller generös mit Block House Steak Pfeffer (soll keine Werbung sein, ist aber IMHO die beste Mischung) und platziere das Teil exactemente dorten. Dann kommt noch mal eine Ladung des Pfeffers rauf, um sicherzustellen, daß auch wirklich die gesamte Oberfläche eingepfeffert ist (oder wie der Franzose sagt: au poivre). Optional kann man auch noch ein bisserl Block House Steak Sauce darauf drapieren (mein Traum übrigens wäre, DAS dann alles mal mit Käse zu überbacken, aber bisher konnte ich mich zusammenreißen).</p>
</p>
<p>Und dann kommt das aller-aller-wichtigste — und mit Abstand die größte Herausforderung der ganzen Aktion: Das gute Stück muß jetzt exakt so mindestens zwei Minuten ruhen, um sich vom Bratstreß zu entspannen, die Würze anzunehmen und in perfekten „Ich-will-Dir-fressen“-Zustand zu reifen.</p>
<p>Dann — und nur dann — heißt es: Guten Appetit!</p>
<p>
<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 150px; ">
<div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link" href="http://blog.stecki.de/uploads/steak4.jpg" onclick="F1 = window.open('/uploads/steak4.jpg','Zoom','height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes'); return false;"><!-- s9ymdb:76 --><img class="serendipity_image_right" width="150" height="113" src="http://blog.stecki.de/uploads/steak4.serendipityThumb.jpg" /></a></div>
<div class="serendipity_imageComment_txt">Fertig.</div>
</div>Und bevor hier irgendwelche Kleingeister fragen, ob ich Gemüse oder Salat vergessen hätte: Nein, es fehlt sonst nichts. Es ist absolut kampfentscheidend, daß man das Prachtstück ohne weitere geschmacksverfälschende oder gefährlich-sättigende Beilagen verzehrt. Der Mensch an sich ist kein Beilagenesser. Am Ende muß das alles jedenfalls so aussehen, während man sich wohlig über den opulent gefüllten Bauch streicht. Mein Steak jedenfalls war ein kulinarischer Höchstgenuß!
</p> 
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var flattr_dsc = '<p>Vermutlich verrate ich hier kein Geheimnis, wenn ich konstatiere, daß ich nicht nur ein guter Esser sondern auch ein Esser guten Essens bin (und nein, das schließt Fast-Food von McDonalds und Burger King meines Erachtens keineswegs aus).</p>   <p>Um die Bandbreite dieses Blogs ein wenig zu erweitern, möchte ich daher nun die neue Rubrik „Mahlzeit“ einführen, meine kleine kulinarische Kochecke. Vorweg muß ich sagen, daß sich meine handwerklichen Küchenfertigkeiten auf bisher nur wenige, simple aber effektive und wohlschmeckende Rezepte beschränken. Dennoch möchte ich die Welt im Rahmen meines meist recht ungezügelten Mitteilungsbedürfnisses mit diesem gesunden Nichtmalganzeindrittelwissen bereichern!</p>   <p>Legen wir also aus aktuellem Anlaß los mit einem simplizistischen Menü, dem Steak. Wo bleibt der aktuelle Anlaß, werdet ihr euch fragen? Ganz einfach: Ich hatte heute ein solches. Und zwar ein — wie ich ohne falsche Bescheidenheit sagen möchte — ganz vorzüglich selbstbereitetes Exemplar desselben.</p>   <h3>Das perfekte Steak</h3>   <p> </p>  <div class=\"serendipity_imageComment_left\" style=\"width: 150px; \">   <div class=\"serendipity_imageComment_img\"><a class=\"serendipity_image_link\" href=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak1.jpg\" onclick=\"F1 = window.open(\'/uploads/steak1.jpg\',\'Zoom\',\'height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes\'); return false;\"><!-- s9ymdb:73 --><img class=\"serendipity_image_left\" width=\"150\" height=\"113\" src=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak1.serendipityThumb.jpg\" /></a></div>   <div class=\"serendipity_imageComment_txt\">Das Rohmaterial. Etwas marmoriert sollte es schon sein. Hört ihr es „brat mich“ rufen?</div>   </div>Wie geht Mann also am besten vor, um das perfekte Steak zu machen? Nun, nichts einfacher als das. Zunächst jagen und erlegen wir uns beim Schlachter des Vertrauens (in meinem Fall mußte es die Fleischtheke eines Supermarktes sein, da der Hunger akut war und mein Lieblingsschlachter Mittagspause hatte) ein brauchbares Ausgangsmaterial. In meinem Fall habe ich mich in Abwägung von Sättigungsbedürfnis und Preisbewußtsein für Block House Beefsteak (bei gutem Rindfleisch reicht dies als Qualitätsniveau durchaus, aber nach oben ist natürlich nie ein Limit; wichtig ist nur, daß es hinreichend marmoriert ist) entschieden, eine angemessen ca. zwei Finger dicke Scheibe von 380 g Gewicht. Schnell nach Hause und die Pfanne mit sehr wenig Öl voll aufgeheizt (wichtig).    <p>&#160;</p>   <p>Als nächstes kommt ein noch viel, viel wichtigerer Aspekt: Unbedingt sicherstellen, daß das Fleisch nie direkt aus der Kühlung in die Pfanne kommt. Es muß wohltemperiert sein, bevor man es unter brutalem Zischen gefühlvoll in die Pfanne legt.</p>   <p>  <div class=\"serendipity_imageComment_right\" style=\"width: 150px; \">  <div class=\"serendipity_imageComment_img\"><a class=\"serendipity_image_link\" href=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak2.jpg\" onclick=\"F1 = window.open(\'/uploads/steak2.jpg\',\'Zoom\',\'height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes\'); return false;\"><!-- s9ymdb:74 --><img class=\"serendipity_image_right\" width=\"150\" height=\"113\" src=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak2.serendipityThumb.jpg\" /></a></div>  <div class=\"serendipity_imageComment_txt\">Nach der ersten Wendung sieht das doch schon ganz passabel aus.</div>  </div>Sobald es da liegt, läßt man es. Also weiterliegen. Ich weiß, das ist schwer. Man ist immer versucht zu prüfen, wie die jeweils auf der Pfanne liegende Seite aussieht. Laßt das. Nie nich machen sowas! Also: Volle Konzentration und Selbstbeherrschung und dann beide Seiten bei voller Hitze jeweils 2 (in Worten: zwei) Minuten scharf anbraten. Und nochmal: Nicht mittendrin wenden oder andere Sperenzchen damit veranstalten. Am besten ist, man stellt wie ich bei seinem iPhone für diesen Zweck den Timer ein, sonst wird man nämlich an dieser Problematik potentiell gravierend scheitern.  </p>   <p>Nachdem man nun beide Seiten zwei Minuten schön angebuzzelt hat, wendet man es erneut und läßt jede Seite auf so ca. 40% Hitze (das hängt vom Erfahrungswert mit dem eigenen Herd zusammen) für jeweils 3-5 Minuten weiter braten. Und ich sage es noch mal: Nicht wild mit dem Heber das Teil die ganze Zeit hinundherbewegen. Ab-so-lut still muß es liegen. Wie lange ihr es genau in der Pfanne laßt, hängt natürlich elementar mit dem erhofften Aggregatzustand des Endproduktes zusammen. Simple Logik: Je mehr Fleischsaft rausbrät, desto weniger ist im Fleisch und desto garer wird das Teil. Bei meiner Konfiguration sind 4 Minuten für ein für mich persönlich gerade eben noch innen leicht rosa erscheinendes Steak optimal. Es hilft nichts, da müßt ihr testen (und gebt es zu: Das ist keine soooo schlechte Ausrede, um häufiger mal ein amtliches Stückchen Rind in die Pfanne zu hauen.</p>  <p>  <div class=\"serendipity_imageComment_left\" style=\"width: 150px; \">  <div class=\"serendipity_imageComment_img\"><a class=\"serendipity_image_link\" href=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak3.jpg\" onclick=\"F1 = window.open(\'/uploads/steak3.jpg\',\'Zoom\',\'height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes\'); return false;\"><!-- s9ymdb:75 --><img class=\"serendipity_image_left\" width=\"150\" height=\"113\" src=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak3.serendipityThumb.jpg\" /></a></div>  <div class=\"serendipity_imageComment_txt\">Saftig, gut gewürzt — es kann gleich losgehen… #jamjam</div>  </div>  <p>Am Ende kommt der Verzehr. Meine Technik ist auch hier umwerfend zielführend: Man bestreue die designierte Ablagefläche auf dem Teller generös mit Block House Steak Pfeffer (soll keine Werbung sein, ist aber IMHO die beste Mischung) und platziere das Teil exactemente dorten. Dann kommt noch mal eine Ladung des Pfeffers rauf, um sicherzustellen, daß auch wirklich die gesamte Oberfläche eingepfeffert ist (oder wie der Franzose sagt: au poivre). Optional kann man auch noch ein bisserl Block House Steak Sauce darauf drapieren (mein Traum übrigens wäre, DAS dann alles mal mit Käse zu überbacken, aber bisher konnte ich mich zusammenreißen).</p>  </p>  <p>Und dann kommt das aller-aller-wichtigste — und mit Abstand die größte Herausforderung der ganzen Aktion: Das gute Stück muß jetzt exakt so mindestens zwei Minuten ruhen, um sich vom Bratstreß zu entspannen, die Würze anzunehmen und in perfekten „Ich-will-Dir-fressen“-Zustand zu reifen.</p>  <p>Dann — und nur dann — heißt es: Guten Appetit!</p>  <p>  <div class=\"serendipity_imageComment_right\" style=\"width: 150px; \">  <div class=\"serendipity_imageComment_img\"><a class=\"serendipity_image_link\" href=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak4.jpg\" onclick=\"F1 = window.open(\'/uploads/steak4.jpg\',\'Zoom\',\'height=1551,width=2063,top=-48,left=256,toolbar=no,menubar=no,location=no,resize=1,resizable=1,scrollbars=yes\'); return false;\"><!-- s9ymdb:76 --><img class=\"serendipity_image_right\" width=\"150\" height=\"113\" src=\"http://blog.stecki.de/uploads/steak4.serendipityThumb.jpg\" /></a></div>  <div class=\"serendipity_imageComment_txt\">Fertig.</div>  </div>Und bevor hier irgendwelche Kleingeister fragen, ob ich Gemüse oder Salat vergessen hätte: Nein, es fehlt sonst nichts. 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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-06-12T19:02:30Z</published>
        <updated>2010-06-17T06:10:52Z</updated>
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                <p>Da das Einbetten des Videos deaktiviert ist, bitte zunächst dieses Video anschauen:&#160;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=g11JHTTSCjM">http://www.youtube.com/watch?v=g11JHTTSCjM</a></p> 
<p>Dann die Meldung <a href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1324427/Extremisten-werfen-Sprengsatz-auf-Polizisten.html">Extremisten werfen Sprengsatz auf Polizisten</a> als Hintergrundinfo lesen.</p> 
<p>Wenn die vorliegenden Informationen korrekt sind, muß man feststellen:</p> 
<p>Sowas hat mit Demokratie und Demonstrationsfreiheit nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun. Das ist auch nicht mehr mit dem unerträglichen Euphemismus von „Erlebnisorientiertheit“ zu beschönigen. Und es ist auch nicht mehr einfach nur kriminell, wie so vieles, was auf sog. Demonstrationen (vulgo Krawallorgien) heutzutage zum Repertoire gehört.</p> 
<p>Was wir da sehen ist Terrorismus und ausgelebte Mordlust.</p> 
<p>Wann werden endlich die juristischen, ausrüstungstechnischen und einsatztaktischen Rahmenbedingungen geschaffen, damit Einsatzkräfte besser gegen solche Attentate geschützt sind, sich adäquat zur Wehr setzen und eine nachhaltig-effektive Strafverfolgung einleiten können?</p> 
<p>Muß es erst tote Beamte geben?</p> 
<p>Wo bleibt der Aufstand der Anständigen?</p> 
<p>Ich bin fassungslos.&#160;</p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-03-21T22:43:12Z</published>
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        <title type="html">Notizen zum Politcamp 2010</title>
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                <p>Seit ein paar Stunden bin ich von einem zweieinhalbtätigen Berlin-Besuch zurück, die Taschen sind ausgepackt und so ist es Zeit, einmal kurz innezuhalten und zurückzublicken. Während ich beim ersten <a href="http://politcamp.org">Politcamp</a> im letzten Jahr leider nur den Sonntag vor Ort sein konnte und somit vom Samstag nur (was heißt „nur“: besser als nichts!) dem Videostream aus der Halle folgen konnte, durfte ich dieses Mal das <abbr title="politcamp10">#pc10</abbr> vollumfänglich genießen.</p> 
<p>
Zunächst einmal muß ich festhalten, daß die Verlegung der ursprünglich in Bonn geplanten Veranstaltung zurück ins <a href="http://radialsystem.de">Radialsystem</a> Berlin eine gute Sache war. Denn offengestanden hätte ich für eine Fahrt nach Bonn möglicherweise den inneren Schweinehund nicht überwinden können. Dagegen sind 90 Minuten ICE und ein Hotel direkt neben dem Tagungsort (Ibis Schillingbrücke) einfach enorm attraktiver.</p> 
<p>Allerdings hatte ich angesichts der angekündigten Teilnehmerzahlen so meine Zweifel, ob die ganze Sache nicht eventuell ein wenig zu überlaufen sein würde, um noch sinnvoll zu sein. Glücklicherweise (jedenfalls aus Teilnehmersicht), scheinen aber doch nicht ganz so viele Teilnehmer erschienen zu sein, oder es hat sich jedenfalls ganz gut über die Zeit verteilt. So war es denn auch noch möglich (hinreichende Gesichtserkennungsfunktionalität vorausgesetzt), aus der Schar der Leutchen hie und da aus der personal Twitter-Timeline bekannte Gesichter zu erkennen (hier erweist es sich in Ermangelung der Marktfähigkeit von <a href="http://www.media.mit.edu/research/groups/1461/sixthsense">Sixth Sense</a> oder <a href="http://www.google.com/mobile/goggles/">Google Goggles</a> etc. als vorteilhaft, ein erkennbares Profilfoto zu verwenden) und Hallo zu sagen. So ergaben sich schon in der Lobby viele nette Gespräche — auch wenn ich leider den ein oder anderen nicht (rechtzeitig) erkannt habe (man möge mir verzeihen) oder sich keine Gelegenheit zum quatschen ergab.</p> 
<p>Super fand ich auch, daß es so viele Leute mit tollen Session-Vorschlägen gab. Das machte die Abstimmung allerdings nicht leicht. Und es wurde in dem Moment gewissermaßen zum Fluch, als man sich zwischen 2-4 gleichzeitig stattfindenden spannenden Sessions entscheiden musste. Und insofern ist es auch ein Wermutstropfen, daß man so viele reizvolle Einblicke nicht gewinnen konnte. Schade ist in diesem Zusammenhang auch, daß es von den meisten Sessions weder Video- noch Audiomitschnitte oder leicht abzurufende vertiefende Infos gibt. Hier steckt <abbr lang="en" title="in my humble opinion">IMHO</abbr> noch durchaus eine ganze Menge organisatorisches Optimierungspotential. Insbesondere würde ich mir für das nächste Politcamp wünschen, daß es (wie es möglicherweise auch auf der <a href="http://10.politcamp.org/veranstaltung/programm/">Programm-Seite</a> geplant war aber nicht umgesetzt wurde) einen wirklich aussagekräftigen Online-Sessionplan gibt, in dem vor wie auch noch nach der Session hilfreiche Infos wie z. B. Twitternamen der Akteure, URLs zu deren Blogs und weiteren Infos gesammelt werden (man könnte auch noch Session-Nummern vergeben und dann die Tweeds sessionspezifisch aggregieren und archivieren, aber das wäre wohl zu unpragmatisch). Jedenfalls würde ich mir für diesem Sektor, der ja auch der Erhaltung für die Nachwelt dient, mehr wünschen.</p> 
<p>Aber kommen wir zu den Inhalten. Positiv fiel mir zunächst einmal auf, daß die Stimmung im Vergleich zum Vorjahr weniger konfrontativ war. Das mag zum einen daran gelegen haben, daß Themen wie Zugangserschwerungsgesetz und Vorratsdatenspeicherung aufgrund der Entwicklungen an Brisanz verloren haben und nicht mehr in dem Umfang Aufregerthemen sind. Außerdem (bzw. in Ergänzung dazu) waren (wahlkampfbedingte) Selbstdarstellungserfordernisse nicht so omnipräsent (vielleicht mit Ausnahme der NRW-Wahl-Session und den daueragitierenden Jubel-Piraten).</p> 
<p>An nicht wenigen Stellen hätte ich mir aber mehr inhaltlichen Dissens gewünscht. Um nicht auszuschweifen, gehe ich an dieser Stelle aber nur exemplarisch auf einige Beispiele ein, bei denen ich fand, daß man zu sehr im eigenen Saft schmorte und auch die Moderatoren zu nett, unkritisch oder (teilweise jedenfalls) überfordert waren. So artete die Netzsperren-Runde fast schon in intellektuelle Selbstbefruchtung aus. Nein, nicht einmal das, denn diese war weder intellektuell noch fruchtend, eher ein gegenseitiges Auf-die-Schultern-schlagen, wie toll man denn ist. Richtig spannend war dies jedenfalls nicht. Und wirklichen Ausblick erzeugte es erst recht nicht. Auch an anderen Stellen schien ein Mindset durch, das mehr durch gemeinsamen Verhinderungs- als Gestaltungswillen getragen schien. Dies wurde durch bedenklich plump-populitische wohlfeile Bashing-Galore via Twitter unterstrichen. Hier sollte sich der eine oder andere mal an die Nase fassen, ob er sich nicht dummerweise genauso ignorant, uninformiert und einbahnstraßig verhält, wie er es bösen Politikern nur allzu gern vorwirft.</p> 
<p>Hier muß man wirklich Obacht geben, daß das Politcamp nicht zu einer Selbstbeweihräucherung im Elfenbeinturm wird. Nico Lumma hat dazu wie ich gerade sehe auch lesenswertes geschrieben unter dem Titel <a href="http://lumma.de/2010/03/21/es-braucht-mehr-als-nur-yeah/">&#8220;Es braucht mehr als nur yeah&#8221;</a>:</p> 
<blockquote cite="http://lumma.de/2010/03/21/es-braucht-mehr-als-nur-yeah/">Ich weiss nicht, ob das eine gewollte Selbst-Marginalisierung ist, weil man sich dann einfach sicher ist, daß man recht hat mit seinen Ideen, weil alle ähnlich denken, oder ob man es einfach nicht schafft, die eigenen Themen für das Gros der Menschen interessant zu machen.</blockquote> 
<p>Außerdem wurde häufig das Potential nicht ausgeschöpft. So kam die Diskussion zur Netzneutralität nicht über elementare Grundzüge hinaus. Dabei hätte es aufschlußreich sein können, das Spannungsfeld Inhaltsagnostik/<abbr title="Deep Packet Inspection" lang="en">DPI</abbr> tiefer auszuleuchten insbesondere mit Blick auf qualitätssicherndes Traffic-Shaping (welches ja durchaus in Endnutzerinteresse liegen kann) oder Transparenzerfordernissen.</p> 
<p>War es daher <a href="http://twitter.com/Bischof/status/10821737885">kein Barcamp, sondern ein Blacamp</a>? Ein definitives Jein ist die Antwort. Auf der einen Seite hätte ich mir an vielen Stellen tiefere, differenzierte Diskussionen zwischen stärker kontrastierenden Positionen gewünscht, zumal man angesichts der Ausrichtung des #pc10 eine informierte Grundgesamtheit der Teilnehmer erwarten konnte. Andererseits wäre eine solche Hoffnung vermutlich etwas naiv. Daher muß ein jeder auch für’s #pc11 <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2010/03/19/899-oder-warum-ich-nicht-hingehe/">abwägen</a>, ob sich eine Teilnahme lohnt. Ich für meinen Teil kann sagen: Unterm Strich war es trotz Eintrübungen eine gute Veranstaltung (auch wenn die Grill-Logistik übrigens schwer suboptimal war). Ich werde also auch in 2011 wieder aus Überzeugung teilnehmen!
Aber dann bitteschön mit akustischem Session-Wechsel-Dich-Gong als Timing-Enforcer, VIEL mehr Steckdosen und vor allem Sonnendeck-Wetter…</p> 
<p>Nachtrag 1: Gestern Abend habe ich doch glatt vergessen, den Organisatoren des Politcamops, allen voran @tomaschek und @RalphMakolla zu danken. Die Truppe hat wieder einen tollen Job gemacht!</p> 
<p>Nachtrag 2: Eine kleine Linksammlung zur #pc10-Nachlese entsteht gerade unter <a href="http://delicious.com/tag/pc10">http://delicious.com/tag/pc10</a>. Außerdem kann man <a href="http://ff2.me/pc10/flickr">viele schöne Fotos auf flickr finden</a>.</p> 
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var flattr_tle = 'Notizen zum Politcamp 2010';
var flattr_dsc = 'Seit ein paar Stunden bin ich von einem zweieinhalbtätigen Berlin-Besuch zurück, die Taschen sind ausgepackt und so ist es Zeit, einmal kurz innezuhalten und zurückzublicken. Während ich beim ersten Politcamp im letzten Jahr leider nur den Sonntag vor Ort sein konnte und somit vom Samstag nur (was heißt „nur“: besser als nichts!) dem Videostream aus der Halle folgen konnte, durfte ich dieses Mal das #pc10 vollumfänglich genießen.  Zunächst einmal muß ich festhalten, daß die Verlegung der ursprünglich in Bonn geplanten Veranstaltung zurück ins Radialsystem Berlin eine gute Sache war. Denn offengestanden hätte ich für eine Fahrt nach Bonn möglicherweise den inneren Schweinehund nicht überwinden können. Dagegen sind 90 Minuten ICE und ein Hotel direkt neben dem Tagungsort (Ibis Schillingbrücke) einfach enorm attraktiver.  Allerdings hatte ich angesichts der angekündigten Teilnehmerzahlen so meine Zweifel, ob die ganze Sache nicht eventuell ein wenig zu überlaufen sein würde, um noch sinnvoll zu sein. Glücklicherweise (jedenfalls aus Teilnehmersicht), scheinen aber doch nicht ganz so viele Teilnehmer erschienen zu sein, oder es hat sich jedenfalls ganz gut über die Zeit verteilt. So war es denn auch noch möglich (hinreichende Gesichtserkennungsfunktionalität vorausgesetzt), aus der Schar der Leutchen hie und da aus der personal Twitter-Timeline bekannte Gesichter zu erkennen (hier erweist es sich in Ermangelung der Marktfähigkeit von Sixth Sense oder Google Goggles etc. als vorteilhaft, ein erkennbares Profilfoto zu verwenden) und Hallo zu sagen. So ergaben sich schon in der Lobby viele nette Gespräche — auch wenn ich leider den ein oder anderen nicht (rechtzeitig) erkannt habe (man möge mir verzeihen) oder sich keine Gelegenheit zum quatschen ergab.';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-06-14T22:41:38Z</published>
        <updated>2010-06-14T22:41:38Z</updated>
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        <title type="html">De Platt-App, een paßlich Ding</title>
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                <p>
Auch wenn ich es leider mangels Sprachpraxis nicht im Ansatz unfallfrei sprechen kann und stets nach Worten ringen würde, wenn ich den untauglichen Versuch starten würde, so hänge ich doch sehr am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niederdeutsche_Sprache">Plattdeutschen</a>. So bin ich nicht nur ein großer Fan von <a href="http://www.kreis-stormarn.de/kreis/gemeinden/hinweise_platt.html">zweisprachigen Ortstafeln</a>, weil dies gewissermaßen eine stete, dauerhafte Mahnung und Erinnerung an die örtliche Geschichte ist (und beispielsweise ein guter Ausgangspunkt für Schulklassen, sich mit der Heimat zu beschäftigen). Nein, ich habe deshalb extra mal die von mir co-gewebmasterte (schönes neudeutsch) Seite meiner Gemeinde <a href="http://www.delingsdorf.de">Delingsdorf</a> (aka <a href="http://www.deinsd%F6rp.de">Deinsdörp</a>) <a href="http://blog.stecki.de/archives/125-Delingsdorf.de-plattgemacht.html">„plattgemacht“</a>. Und auch die <a href="http://nds.wikipedia.org/">Niederdeutsche Wikipedia</a> finde ich genial.</p> 
<p>Plattdeutsch verstehen kann ich (jedenfalls die örtliche Variante) glücklicherweise ganz prima, schließlich haben das meine Großeltern untereinander und mit Freunden, Bekannten und Verwandten ständig gesprochen, es war nunmal deren Muttersprache. Insofern habe ich nicht wie angeblich 70 Millionen Deutsche ein Verständnisproblem (Dank an <a href="http://www.facebook.com/lydia.schweitzer">Lydia</a> für den Video-Tip):</p> 
<p align="center"><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/XY0bL_oIaRI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/XY0bL_oIaRI&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385" /></object></p> 
<p>Nur das mit dem Sprechen klappt eben nicht. Denn es fehlen einem immer die Worte. Es gibt zwar natürlich erstklassige Wörterbücher (auch online), aber die sind nicht so schnell zur Hand, wie man sie bräuchte, wenn man wirklich mal in die Situation kommt, von oder nach Platt zu übersetzen.</p> 
<p>Umso glücklicher bin ich nun, wo <a href="http://www.plattnet.de/">plattnet.de</a>, eine meiner niederdeutschen Lieblingsseiten, im <a href="http://nachrichten.plattnet.de/Abonnieren/">sehr empfehlenswerten Newsletter</a> <a href="http://archiv.plattnet.de/data/2010-06-15--00-03-55/">von einem Plattdeutschen Wörterbuch als iPhone-App berichtete</a>, also quasi einer <em>Platt-App</em>.</p> 
<p>Sofort bin ich zur <a href="http://www.itx-systems.de/itx_systems/plattdeutsches_worterbuch.html">Hersteller-Seite (itx systems)</a> gesurft, das einfache aber überzeugende Konzept und <a href="http://www.itx-systems.de/itx_systems/plattdeutsches_worterbuch_%28fotos%29.html">Screenshots</a> für gut befunden und die <a href="http://itunes.apple.com/de/app/plattdeutsches-worterbuch/id359008021?mt=8">1,59 € im iTunes-Store</a> investiert.</p> 
<p><img width="320" height="480" src="http://blog.stecki.de/uploads/platt-app.png" /></p> 
<p>Was soll ich sagen? Die Platt-App hält, was sie verspricht. Der Start könnte zwar einen Tick schneller sein, aber die eigentliche Aufgabe löst sie sehr straightforward. Man kann also einfach und bequem „mal eben“ ein nicht verstandenes Wort nachschlagen oder einen passenden Plattdeutschen Ausdruck finden. Das Vokabular scheint einigermaßen umfangreich zu sein und hat durchaus auch passende Begriffe für moderne Erscheinungen. Computer z. B. wird mit Blickbregen, Isernbreegen oder Rechenknecht übersetzt (für Blog hingegen habe ich nichts gefunden, etwas ausbaufähig ist es also schon noch). Einige der Wörter sind quasi geokodiert, so daß man erfährt, für welche Regionen diese gelten.</p> 
<p>Insgesamt kann ich diese Platt-App für uns Möchtegern-Plattsnacker also durchaus empfehlen.&#160;</p> 
<p>Allerdings würde ich mir durchaus noch ein paar Ergänzungen wünschen. Beispielsweise eine Möglichkeit, Suche und Wortvorschläge von Hochdeutsch zu Plattdeutsch nur für bestimmte Bereiche durchzuführen (also Regionalfilter). So könnte man dann auch Wortspezialitäten einer Region filtern/anzeigen. Auch eine Unscharfsuche (oder habe ich die übersehen?) wäre sicher toll, denn die Schreibweise Plattdeutscher Wörter kann doch recht unerwartet sein.</p>
<p>Laut <a href="http://macfriesland.wordpress.com/2010/06/09/plattdeutsches-worterbuch-im-app-store/">Macfriesland</a> wird es in der nächsten Version auch die Möglichkeit geben, fehlender Wörter/Alternativbegriffe vorzuschlagen — ein vielversprechender Crowdsourcing-Ansatz (den man dann vielleicht auch zu einem sozialen Netzwerk ausdehnen könnte).</p> 
<p>Nun denn, wie auch immer: Ich finde es toll, aber testet doch einfach selbst!&#160;</p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-06-13T21:12:23Z</published>
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                <p>Es gibt Dinge, da weiß man sofort: Jetzt ist schon wieder etwas passiert. Und dies meine ich nicht im Sinne von Wolf Haas, der dies als herrliches Stilmittel in einen Krimis (unbedingt als Hörbuch vom Autor selbst gesprochen erwerben) kunstvoll verwendet.</p> 
<p>Nein, als eben im ZDF die Moderatorin die Formulierung „innerer Reichsparteitag“ verwendete, war klar, welche Lawine losgehen würde. Man ist ja heutzutage derart auf solche Dinge trainiert, daß man noch bevor die Worte zu ende gesprochen waren wußte, daß das ein Nachspiel haben würde. Nicht umsonst <a href="http://twitter.com/Stecki/status/16092711351">twitterte ich justamente</a>: „Eine ZDF-Reporterin weniger…“</p> 
<p>Und tatsächlich: Sofort ging auf Twitter das Gegeifer los.</p> 
<p>Fast scheint dies inzwischen zu einem festen Mechanismus, gleich einem pawlowschen Reflex geworden zu sein. Sobald ein Wortfetzen mit bekannt vorkommender Konnotation wahrgenommen wird, werden die Keulen der political correctness geschwungen.</p> 
<p>Leider häufig ohne Rücksicht auf Verluste. Und nicht selten auch ohne Sinn und Verstand. Jeder von uns sollte in solchen Augenblicken einmal innehalten und kontemplieren, ob er erstens&#160;wirklich verstanden hat (nicht nur akustisch), was gesagt wurde (ich habe viele Reflexe auf Kombinationen aus „rechtsfrei“, „Raum“ und „Internet“ erlebt, die sachlich inkorrekt waren, weil gerade das Gegenteil gesagt worden war) und zweitens&#160;tatsächlich den Hintergrund oder die vermeintliche Konnotation richtig bewertet.</p> 
<p>Denn gerade im vorliegende Fall bin ich mir insbesondere nach <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Reichsparteitag">Lektüre der Definition dieser Redewendung im Wiktionary</a> und <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Diskussion:Reichsparteitag">Beachtung der Diskussionsseite dort</a> eigentlich ziemlich sicher, daß der sprachliche Hintergrund der Redewendung eben ausgerechnet nicht so verwerflich ist, wie viele der jetzt brutalstmöglich Echauffierten so meinen:</p> 
<blockquote>(spöttisch) etwas, das die bezeichnete Person mit Genugtuung erfüllt (Gefühl der inneren Zufriedenheit, nachdem jemand nach großem Auftritt nun von der Realität eingeholt wurde).</blockquote> 
<p>Der innere Reichsparteitag soll demnach ja gerade den Gegensatz herstellen, wäre von der ganzen Motivation her eben nicht nationalsozialistisch ideologisch aufgeladen und belastet.</p> 
<p>Insofern ist eigentlich auch die <a href="http://www.twitlonger.com/show/1s0ejb">Entschuldigung des ZDF und die Ermahnung der Moderatorin</a> ein <em>eigentlich</em> unnötiger Kotau:</p> 
<blockquote>ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz: &#8220;Es war eine sprachliche Entgleisung im Eifer der Halbzeitpause. Wir haben mit Katrin Müller-Hohenstein gesprochen, sie bedauert die Formulierung. Es wird nicht wieder vorkommen.&#8221;</blockquote> 
<p>Andererseits muß man wohl feststellen, daß die Formulierung eben deshalb unglücklich war, weil das Mißverständnispotential so hoch war. Ich habe in der Vergangenheit auch häufiger schon Sprüche gelassen, die aus meiner Wahrnehmung vollkommen harmlos waren aber beim Gegenüber unbeabsichtig (und wie ich meine auch ungerechtfertigt) als Beleidigung angekommen sind, nur weil der Sinn der Aussage nicht zum gemeinsamen Wissens- und Erfahrungsschatz gehörte.</p>
<p>So hielt ich den Spruch „Zwei Dumme — ein Gedanke“ für absolut ungefährlich, bis jemand sich ernsthaft angegriffen fühlte. Und als ich mit jemandem über die Fehlleistungen von Telekomikern sprach und meinte „denn sie wissen nicht, was sie tun“, hörte mein Gegenüber offenbar ein Großgeschriebenes „Sie“ und fühlte sich herabgesetzt.</p>
<p>Ich frage mich also: Wie gefährlich sind Redewendungen, wenn man offenbar viele nicht als bekannt voraussetzen darf?</p>
<p>Woher weiß man, welche man einsetzt, ohne vorher den Gesprächspartner einem Wissenstest ausgesetzt zu haben? <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p>
<p>Und: Wie vermeidet man dieses fast massenhysterischen Züge, wenn solche Formulierungen in einer Öffentlichkeit landen, die sie bewußt oder unbewußt fehl- bzw. anders interpretiert als intendiert? </p> 
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-06-11T15:57:46Z</published>
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                <p>Hauerha. Ich war ja vorgewarnt hinsichtlich des zu erwartenden Lautstärke-Levels dieser sagenumwobenen Vuvuzelas. Aber das war Theorie. Nach dem Eröffnungsspiel der WM 2010 ist es also praktische Erfahrung. Meine Ohren glühen. Unglaublich, wie wirklich das gesamte Spiel über ein einziges lautes intensives Tuten das Gefühl vermittelte, mitten in einem Bienenschwarm zu sitzen. Eine neue Interpretation des Hummelfluges von Rimski-Korsakow sozusagen. Unglaublich.</p> 
<p>Genaugenommen war die Geräuschkulisse ja fast konstant — ein Rückschluß von Akustik auf Spielgeschehen fast unmöglich. Und ich will ja auch gar nicht nörgeln oder gar als intolerant rüberkommen. Aber wenn das jetzt bei jedem Spiel so geht…ohoh…ich fühle mich nach einem schon gebrainwashed, habe das Dröhnen latent-tinnitusmäßig immer noch im Ohr. Eins steht fest: Für das nächste Spiel lege ich mir Ohrenschoner und/oder Kühlwasser für die Ohren zurecht. Und werde auch mal schauen, ob ich eine technische Lösung für das Problem finde, sozusagen ein Active-Noise-Cancelling-Plugin für mein EyeTV/Fernsehgerät.</p> 
<p>Fehlt nur noch, daß die Fußball-Berufsgenossenschaft unserer Mannschaft den Auftritt wegen zu befürchtender Hörschäden untersagt. Vielleicht muß unsere Truppe ja auch einfach nur mit Mickey-Mäusen auf den Ohren auftreten…(so oder so wird Verbraucherschutzministerin Ilse Iigner sich berufen fühlen, hier zu handeln)…na denn!&#160;</p> 
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var flattr_dsc = '<p>Hauerha. Ich war ja vorgewarnt hinsichtlich des zu erwartenden Lautstärke-Levels dieser sagenumwobenen Vuvuzelas. Aber das war Theorie. Nach dem Eröffnungsspiel der WM 2010 ist es also praktische Erfahrung. Meine Ohren glühen. Unglaublich, wie wirklich das gesamte Spiel über ein einziges lautes intensives Tuten das Gefühl vermittelte, mitten in einem Bienenschwarm zu sitzen. Eine neue Interpretation des Hummelfluges von Rimski-Korsakow sozusagen. Unglaublich.</p>   <p>Genaugenommen war die Geräuschkulisse ja fast konstant — ein Rückschluß von Akustik auf Spielgeschehen fast unmöglich. Und ich will ja auch gar nicht nörgeln oder gar als intolerant rüberkommen. Aber wenn das jetzt bei jedem Spiel so geht…ohoh…ich fühle mich nach einem schon gebrainwashed, habe das Dröhnen latent-tinnitusmäßig immer noch im Ohr. Eins steht fest: Für das nächste Spiel lege ich mir Ohrenschoner und/oder Kühlwasser für die Ohren zurecht. Und werde auch mal schauen, ob ich eine technische Lösung für das Problem finde, sozusagen ein Active-Noise-Cancelling-Plugin für mein EyeTV/Fernsehgerät.</p>   <p>Fehlt nur noch, daß die Fußball-Berufsgenossenschaft unserer Mannschaft den Auftritt wegen zu befürchtender Hörschäden untersagt. Vielleicht muß unsere Truppe ja auch einfach nur mit Mickey-Mäusen auf den Ohren auftreten…(so oder so wird Verbraucherschutzministerin Ilse Iigner sich berufen fühlen, hier zu handeln)…na denn!&#160;</p> ';
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            <name>Malte Steckmeister</name>
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        <published>2010-05-19T10:39:16Z</published>
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                <p>Es ist ein Phänomen. Jedes Mal. Wirklich JEDES Mal werde ich heimgesucht. Nach gefühlt-statistisch jedem Waschgang kommt eine ungerade Zahl von Socken heraus, nachdem (definitiv!) eine gerade Zahl hineingewandert ist. Geht es nur mir so?</p> 
<p>Offenbar nicht. Denn eine <s>intensive, wissenschaftlich-fundierte</s> spontane Recherche auf Twitter fördert geradezu Unmengen an Leidgenossen zutage, wie z. B. @_Phoenicia mit <a href="http://twitter.com/_Phoenicia/status/14213765594">gefühlten 43 Socken</a> (also knapp vorbei an der Antwort zur <a href="http://www.google.de/search?q=the+answer+to+life+the+universe+and+everything">Frage-ihrwißtschon</a>), @Steinhoefel1, der es nicht nur <a href="http://twitter.com/Steinhoefel1/status/14250643464">reklamiert</a> sondern auch mit einem <a href="http://www.flickr.com/photos/mecklenburg/4617967922/">Beweisfoto</a> belegt oder @dknake, der in seiner Verzweiflung die Innovation&#160;<a href="http://twitter.com/dknake/status/14286809454">Google-Socks</a> fordert. Einige Zeitgenossen wie @ChuckNorrisYeah <a href="http://twitter.com/ChuckNorrisYeah/status/14286462743">halten Chuck Norris für den Übeltäter</a>. Ich für meinen Teil würde mich nicht trauen, ihm das zu unterstellen <img src="http://blog.stecki.de/templates/default/img/emoticons/smile.png" alt=":-)" style="display: inline; vertical-align: bottom;" class="emoticon" /></p> 
<p>Was also passiert mit den Socken?</p> 
<p>Ich habe mir den Kopf zerbrochen. Monatelang. Immer wieder. Gegrübelt. Gegoogelt. Und währenddessen immer auf’s Neue leise und manchmal auch lauter geflucht, wenn beim Sockenzusammenlegen auf beängstigende Weise ein Exemplar, die berüchtigte Solitär-Socke, übrig blieb.</p> 
<p>Relativ sicher meine ich ausschließen zu können, daß die Socken durch das Abwasserrohr die Waschmaschine verlassen. Denn da dürften doch Flusenfilter usw. im Weg sein. Auch glaube ich eigentlich nicht, daß der Schleudergang zur Dematerialisierung durch brutalstmögliche Zermürbung des Stoffes ausreicht.</p> 
<p>Was also ist die Ursache?</p> 
<p>Ich möchte nicht mehr im Nebel stochern, daher bitte ich um eure Hilfe und crowdsource daher diese Frage: Kennt ihr das Problem auch und was sind eurer Ansicht nach mögliche Ursachen (mit Eintrittswahrscheinlichkeiten) für das Solitär-Socken-Syndrom?</p> 
<p>Für hilf- und aufschlußreiche Kommentare wäre ich überaus dankbar!&#160;</p> 
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